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Version: 3.5.02

Der Daytrader

Ist der Daytrader eine reine Spielernatur oder doch eher eine ernste und emotionslose Maschine? Welchen Gefahren unterliegt ein Daytrader und mit welcher Sorte Mensch kann man ihn am ehesten vergleichen?

Kesso Oktober 2009


Der Daytrader

Ein Daytrader handelt Wertpapiere, Derivate, Währungen oder Investmentfonds - grob gesagt alles was effektiv handelbar ist und Erträge bringen kann. Dabei werden Kauf und Verkauf innerhalb eines Handelstages, oft sogar innerhalb weniger Minuten oder gar Sekunden abgewickelt. Oft kommt es zudem vor, dass Wertpapiere "einfach nur" von einem Handelsplatz zum anderen transferiert werden - das sogenannte Arbitragegeschäft.
Ein solch reger Handel mit Wertpapieren ist allerdings erst seit der Einführung elektronischer Handelssysteme möglich. Heute werden die meisten Trades über den Börsenplatz Xetra abgewickelt. Hier erledigen Computer die Aktiengeschäfte innerhalb von Sekundenbruchteilen.
Als Daytrader versucht man Chancen auf selbst kleinste Preisveränderungen auszumachen und von ihnen zu profitieren.
Nun wissen wir also, dass Daytrader, je nach Vorliebe oder Marktlage, ihre Positionen nur für wenige Sekunden, Minuten oder gar einige Stunden eingehen können. So ist es bei vielen Tradern durchaus möglich, dass mehrere hundert Trades an einem Tag getätigt werden.

Long oder Short?

Die zwei grundlegenden Handelsrichtungen an den Märkten sind Long und Short. Wer eine Longposition eingeht, kauft ein Wertpapier möglichst günstig und will es zu einem späteren Zeitpunkt möglichst teuer verkaufen.
Wer shortet, tätigt einen Leerverkauf. Er verkauft Aktien, die er selbst gar nicht besitzt. Um also einen Leerverkauf tätigen zu können, muss man sich die entsprechende Aktie von seinem Broker leihen. Beim Eingehen einer Shortposition versucht man die Aktie so teuer wie möglich zu verkaufen, um sie dann günstiger wieder zurückzukaufen. Der Rückkauf wird auch als Eindeckungskauf bezeichnet. Beim Eindecken wird auch die Schuld beim Broker beglichen. Der Depotbestand dieser Aktie ist also wieder bei Null - man ist flat.

Chance-Risikoverhältnis (CRV)

Das Risiko, zumindest bei mangelndem Money- und Risikomanagement, ist bei einer Shortposition deutlich höher als bei einem Longtrade. Bei einem misslungenen Longtrade kann, selbst bei einem Totalverlust, maximal das eingesetzte Kapital vernichtet werden. Bei einer Shortposition hingegen besteht die Gefahr, mehr Geld zu verlieren, als man für die eigentliche Aktion eingesetzt hat. Nur erfahrene und disziplinierte Trader sollten daher diese Handelsstrategie praktizieren.
Durch die Möglichkeit des Shortens misst der aktive Trader der Richtung des Marktes insgesamt weniger Gewicht bei. Für ihn sind entsprechende Tagesschwankungen (auch bezeichnet als Volatilität; kurz Vola) viel wichtiger.
In ruhenden Märkten ist es bedeutend schwerer eine angemessene Performance zu erwirtschaften, da die Schwankungen kaum mehr erkennbar sind.

Der Daytrader - ein Spieler? Ähnlichkeiten zwischen Poker und Daytrading

Jeder Spieler, auch der Trader ist Teil eines großen Spiels, bekommt im Schnitt gleich gute Karten zugeteilt. Die Chancen sind zum Spielbeginn also für jeden gleich. Auf lange Sicht entscheiden also Psychologie und Strategie den Werdegang der Teilnehmer. Gute Spieler berechnen fortdauernd ihre Möglichkeiten. Welche Gewinnaussicht habe ich, wenn nach und nach weitere offene Karten auf den Tisch kommen? Und welche Chancen hat der Gegenspieler? Entsprechend stimmen die spielenden Parteien ihre Strategie ab.

Strategie und Disziplin

Ob eine Strategie funktioniert oder nicht, kann man, sowohl im Poker als auch beim Daytrading, mit einer eindeutigen Größe messen: dem Gewinn. Ein weiterer gemeinsamer Nenner ist das Ausschließen von Emotion. Trader wie Pokerspieler treffen immer wieder falsche Entscheidungen, weil sie wütend, gelangweilt oder genervt sind.
Der Tag vor dem Trading-Computer kann schließlich sehr lang sein. Am Markt tut sich nichts. Du hast schon längere Zeit keinen Kauf mehr getätigt und verfällst dann dem Risiko von Langeweile-Trades. Du orderst also Aktien, die du an einem normalen Tag nie gekauft hättest, nur um etwas Bewegung in deinen Alltag zu bringen.
Beim Pokern verhält es sich genauso. Auch Pokerpartien können unendlich lange dauern. Zwölf Stunden sind normal, fünfzehn keine Seltenheit. Dabei kommt man immer wieder zu der Überlegung, dass man schon lange kein gutes Blatt mehr in die Hand bekommen hat. Wer jetzt unruhig wird, trifft unter Umständen falsche Entscheidungen.
Es ist also keineswegs Zufall, dass Daytrader oft ihre freie Zeit, oder einfach nur die sehr ruhigen Marktphasen an Pokertischen verbringen.


In diesem Sinne,
Euer peketec - Team