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home » Börsenforum » Trading / Investments / Wirtschafts- und Börsenthemen » Artikel und Diskussionen zu Wirtschaftsprognosen & Wirtschaftlichen Zusammenhängen
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µ
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Beitrag503/503, 26.07.07, 10:10:03  | Artikel und Diskussionen zu Wirtschaftsprognosen & Wirts
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Zuletzt bearbeitet von µ am 26.07.2007, 09:14, insgesamt 2-mal bearbeitet
dukezero
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Beitrag502/503, 26.07.07, 10:21:40 
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26.07.2007 - 08:26 Uhr
Fed/Geithner: US-Haushaltslage muss in Ordnung gebracht werden

NEW YORK (Dow Jones)--Die haushaltspolitische Lage in den USA muss sich nach Einschätzung von Timothy Geithner, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank von New York, drastisch verbessern. Geithner betonte am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Rede in Washington, dass "das finanzpolitische Haus in Ordnung gebracht werden muss, um in der globalen Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben".
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Geithner verwies vor allem auf die "substanzielle Kluft" zwischen den finanziellen Ressourcen der USA und künftigen Ausgabenverpflichtungen. Die damit verbundene fiskalpolitische Situation sei nicht nachhaltig. Geithner, der als stellvertretender Vorsitzender im Offenmarktausschuss permanentes Stimmrecht bei Zinsentscheidungen der US-Notenbank hat, äußerte sich nicht zu geldpolitischen Fragen.
DJG/DJN/ptt
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Beitrag501/503, 26.07.07, 10:23:58 
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25.07.2007 - 18:32 Uhr
IWF hebt globale Wachstumsprognosen für 2007 ... (zwei)

Die deutlichsten Aufwärtsrevisionen nahm der IWF bei den Schwellenländern vor. Insbesondere die Projektionen für das Wachstum in China, Indien und Russland sind deutlich nach oben korrigiert worden. Den neuen Wachstumsprognosen zufolge steigt Indiens BIP im laufenden Jahr um 9,0% (zuvor: plus 8,4%) und im kommenden Jahr um 8,4% (plus 7,8%), nach einem Plus von 9,7%im Jahr 2006. Russlands Wirtschaft expandiere derweil um 7,0% (plus 6,4%) im Jahr 2007 und um 6,8% (plus 5,9%) im Jahr 2008 nach einem BIP-Anstieg um 6,7%im vergangenen Jahr. Chinas Wachstumsprognosen erhöhte der IWF für die Jahre 2007 und 2008 um 1,2 bzw. 1,0 Prozentpunkte auf 11,2% bzw. 10,5%.
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Besonders deutlich stieg auch die Wachstumsprognose für Deutschland. Für das Jahr 2007 sei ein Plus von 2,6% zu erwarten und im kommenden Jahr dürfte das Wachstum dann 2,4% betragen, hieß es. Im April hatte der IWF noch einen schwächeren BIP-Anstieg um 1,8% bzw. 1,9% prognostiziert. Zur Begründung der Revision sagte Collyns, dass die negativen Auswirkungen durch die Mehrwertsteuererhöhung geringer als erwartet ausgefallen seien. "Bei den zu Grunde liegenden Triebfedern der deutschen Konjunktur, Investitionen und Exporte, sieht es außerdem weiterhin sehr gut aus", fügte er hinzu.

Auch für die Eurozone hob der IWF seine Wachstumserwartung um 0,3 Prozentpunkte für 2007 bzw. um 0,2 für 2008 auf 2,6% bzw. auf 2,5% an. Das Wachstum im Euroraum bleibe weiterhin über der Trendrate, hieß es. Zudem sehe der IWF Anzeichen, dass die Binnennachfrage an Bedeutung gewinne.

Der Währungsfonds reduzierte allerdings seine Wachstumsprognosen für die USA um 0,2 Prozentpunkte auf 2,0% im laufenden Jahr und rechnet für das kommende Jahr mit einem Wachstum von 2,8%. "Obwohl sich das Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Quartal verlangsamt hat, deuten die jüngsten Indikatoren darauf hin, dass die Konjunktur im zweiten Jahresviertel wieder an Stärke gewinnt", sagte Collyns. Der Häusermarkt sei zwar weiterhin schwach, er belaste das Wachstum aber weniger als noch im vergangenen Jahr..

Den weiteren Angaben zufolge ist die Inflation trotz des anhaltend starken Wachstums eingedämmt. Einige Schwellenländer sähen sich jedoch mit einem steigenden Preisdruck konfrontiert, ausgelöst durch höhere Nahrungsmittel- und Energiepreise. "Angesichts des anhaltend starken Wachstums... haben sich die Inflationsrisiken erhöht", teilte der IWF mit. Damit steige auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbanken ihre Zinsen weiter straffen werden.

Webseite: www.imf.org
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Beitrag500/503, 26.07.07, 10:26:36 
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Super Sache mit dem eigenen Thread oder?!.....

Finde es nicht schlimm durch die einzelnen Threads zu klicken...im Gegenteil. Ist doch sinnvoll wenn man in den gewissen Bereichen gezielte Informationen einstellen und bekommen kann. juchu


dukezero schrieb am 26.07.2007, 10:21
26.07.2007 - 08:26 Uhr
Fed/Geithner: US-Haushaltslage muss in Ordnung gebracht werden

NEW YORK (Dow Jones)--Die haushaltspolitische Lage in den USA muss sich nach Einschätzung von Timothy Geithner, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank von New York, drastisch verbessern. Geithner betonte am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Rede in Washington, dass "das finanzpolitische Haus in Ordnung gebracht werden muss, um in der globalen Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben".
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Geithner verwies vor allem auf die "substanzielle Kluft" zwischen den finanziellen Ressourcen der USA und künftigen Ausgabenverpflichtungen. Die damit verbundene fiskalpolitische Situation sei nicht nachhaltig. Geithner, der als stellvertretender Vorsitzender im Offenmarktausschuss permanentes Stimmrecht bei Zinsentscheidungen der US-Notenbank hat, äußerte sich nicht zu geldpolitischen Fragen.
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Beitrag499/503, 26.07.07, 10:31:35 
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25.07.2007 - 21:28 Uhr
UPDATE: US-Wirtschaft laut Beige Book weiter auf Wachstumskurs

(Neu: Marktreaktion)
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WASHINGTON/FRANKFURT (Dow Jones)--Die US-Wirtschaft hat ihr moderates Wachstumstempo im Juni und Anfang Juli fortgesetzt, trotz vereinzelter Berichte eines gemischten Wachstums und der anhaltenden Schwäche auf dem US-Häusermarkt. "Die Berichte der zwölf Federal Reserve Banken weisen auf eine anhaltende Expansion zwischen Juni und frühem Juli hin", erklärte die Notenbank am Mittwoch in ihrem Konjunkturbericht "Beige Book".

Sieben der regionalen Fed-Filialen beschrieben das Wachstum in ihrem Bezirk als "moderat" bis "mäßig". Lediglich Dallas berichtete von einer Wachstumsabschwächung und Boston und Atlanta nannten das Wachstum in ihren Distrikten "unterschiedlich" oder "gemischt".

Die Konsumausgaben sind den weiteren Angaben zufolge im allgemeinen "mit moderatem Tempo gestiegen". Allerdings hätten auch hier einige Distrikte die Umsatzentwicklung als "gemischt" oder "unter Erwarten" beschrieben. Eine Anzahl von Regionen habe angemerkt, dass die höheren Benzinpreise die Konsumausgaben belastet hätten.

Beobachter gehen davon aus, dass der Abschnitt über die in einigen Distrikten schwächeren Konsumausgaben "Stirnrunzeln" bei den US-Notenbankern verursachen könnte. Die Bedeutung der Konsumausgaben als Konjunkturstütze der US-Wirtschaft hat insbesondere angesichts der anhaltenden Schwäche auf dem US-Häusermarkt zugenommen.

Die Aktivität im Immobiliensektor und der private Wohnbau entwickelten sich in den meisten Bezirken weiterhin rückläufig, hieß es in dem Konjunkturbericht. Sieben der zwölf Distrikte verzeichneten eine fallende oder schwache Aktivität. Hingegen sei bei der gewerblichen Bauaktivität "im allgemeinen mehr Aktivität" verzeichnet worden als in den vorherigen Berichtszeiträumen. Auch das verarbeitenden Gewerbe entwickelte sich solide, die meisten Bezirke hätten ein Wachstum der Branche verzeichnet.

Mit Blick auf den Arbeitsmarkt wurde festgehalten, dass "die Beschäftigung weiterhin in den meisten Bezirken und über viele Branchen hinweg steigt". Dabei stellten sieben Fed-Regionen jedoch einen Mangel an Fachkräften fest, insbesondere im Einzelhandel, dem Bau- und verarbeitenden Gewerbe sowie im Rechnungswesen und im Maschinenbau.

Trotz der steigenden Neuanstellungen seien die Lohnzuwächse in den meisten Distrikten moderat oder "ähnlich wie im vorherigen Beige Book beschrieben". Im Juni-Bericht hieß es, dass die Lohnzuwächse zwischen "moderat" und "stetig" variierten. Lediglich bei Fachkräften habe der Lohndruck zugelegt.

Der Preisdruck von der Materialseite her sei "anhaltend", während die Einzelhandelspreise lediglich mit einer "moderaten Geschwindigkeit" zulegten. "Fast jeder Bezirk stellte fest, dass Erdöl- und Benzinpreise entweder steigen, hoch sind oder ein Problem darstellen", hieß es im Beige Book.

Der Bericht, der von der Federal Reserve of Chicago erstellt wurde, dient zur Vorbereitung der nächsten Zinsentscheidung am 7. August. Zinspolitische Beobachter gehen davon aus, dass die US-Notenbank ihren abwartenden Kurs noch bis zum Jahresende fortsetzten wird. Der Fed-Leitzins steht seit acht Sitzungen unverändert bei 5,25%.

Auf den Konjunkturbericht reagierten die US-Anleihen kaum, die US-Aktienmärkte verzeichneten jedoch Kursaufschläge: Gegen 21.15 Uhr gewinnt der Dow-Jones-Index rund 0,6% auf 13,794 Punkte, der S&P-Index legt um ebenfalls 0,6% auf 1.519 Zähler zu. Der Dollar zeigte - nach seiner Erholung im Tagesverlauf - bei der Veröffentlichung des Beige Book kaum eine Reaktion. Der Euro steht bei 1,3715 USD.
DJG/DJN/kth
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Beitrag498/503, 26.07.07, 10:33:36 
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26.07.2007 - 08:35 Uhr
DE/Moody's fordert strengere Regeln für die Haushaltsführung

(Wiederholung)
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FRANKFURT (Dow Jones)--Die Ratingagentur Moody's sieht das Risiko, dass der gerade begonnene Prozess der fiskalischen Konsolidierung in Deutschland ausschließlich zyklischer Natur bleibt. Er sehe die Gefahr, dass die derzeit konjunkturbedingt höheren Steuereinnahmen und die gestiegene Nachfrage nach Arbeitskräften die strukturellen Probleme Deutschlands in den Hintergrund rückten, erklärte der für Deutschland zuständige Analyst Alexander Kockerbeck in dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht über Deutschland.

Dies könne zu einer Verschiebung staatlicher Einsparmaßnahmen, besonders im Gesundheitssektor, führen, die im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel wichtig seien.

Die Agentur, die für Deutschland das höchstmögliche Rating ("Aaa") vergeben hat, verweist in ihrem Bericht darauf, dass Deutschland eine starke markroökonomische und fiskalische Entwicklung, ein hohes Produktivitätswachstum, sowie eine große soziale und politische Stabilität aufweise. "Das Produktionswachstum und die starke weltweite Nachfrage nach Erzeugnissen der diversifizierten und exportorientierten Wirtschaft Deutschlands haben zu einer soliden und flexiblen ökonomischen Basis beigetragen, die die Fähigkeit Deutschlands zur Bedienung seiner Verbindlichkeiten unterstützt", sagte Kockerbeck.

Kockerbeck attestierte der großen Koalition, einige wichtige Reformen auf den Weg gebracht zu haben, etwa bei der Rente und auf dem Arbeitsmarkt. Andererseits sei die Reform des Gesundheitswesens bisher unvollständig geblieben, weil keine Einigkeit über seine künftige Finanzierung bestehe. Dies sei ein Risikofaktor. Kockerbeck kritisierte generell, das die große Koalition zwar über eine klare parlamentarische Mehrheit verfüge, sich aber oft nicht auf Reformen einigen könne.

Der Moody's-Analyst forderte einen strenger regelbasierten Ansatz bei der Haushaltsführung, denn so könne mittelfristig eine höhere Haushaltsdisziplin erreicht werden. Artikel 115 des Grundgesetzes, der eine Nettokreditaufnahme unterbinden soll, die die Investitionen überschreiten, habe sich in den vergangenen Jahrzehnten als unwirksam erwiesen, kritisierte Kockerbeck. Gerade in den vergangenen fünf Jahren habe sich der Schuldenstand daher deutlich erhöht. Zudem müssten auch Bundesländer und Kommunen in die Haushaltsdisziplin eingebunden werden.

Deutschlands Gesamtverschuldung entsprach 2007 schätzungsweise 65,4% des nominalen Bruttoinlandsprodukts (BIP), was deutlich über dem Durchschnittswert der entwickelten Industrieländer (53,5%) und nur leicht unter dem Durchschnitt des Euroraums (66,9%) lag. Seit 2002 hat sich die Verschuldung Deutschlands in dieser Betrachtung stetig erhöht, 2007 dürfte sie erstmals wieder sinken.

Webseite: www.moodys.com

DJG/hab/ptt
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Beitrag497/503, 26.07.07, 10:44:06 
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China wird 2008 Exportweltmeister
Nicht nur den Titel als drittgrößte Volkswirtschaft, auch das Prädikat Exportweltmeister muss Deutschland bald an China abgeben. Schon im nächsten Jahr soll es soweit sein. Da bleibt den Deutschen nur ein kleiner Trost.

"Grund ist das rasante Wirtschaftswachstum: Chinas Ausfuhren werden 2007 und 2008 um jährlich über 20 Prozent zulegen. Damit löst die Volksrepublik Deutschland nach fünf Jahren an der Spitze ab", sagte der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Axel Nitschke, der "Bild"-Zeitung.

Fast 60 Prozent aller Ausfuhren Chinas werden laut DIHK von Unternehmen mit deutscher Beteiligung getätigt. "Über diesen Umweg profitieren auch deutsche Unternehmen vom Boom der chinesischen Wirtschaft", sagte Nitschke. Die Umfrage führte die DIHK dem Blatt zufolge unter den Auslands-Handelskammern durch.

Die Erwartung, dass China Deutschland 2008 als Exportweltmeister ablösen wird, war bereits in der im April in Genf vorgelegten Außenhandelsstatistik der Welthandelsorganisation WTO geäußert worden. Demnach wird China bereits in diesem Jahr die USA verdrängen und sich auf den zweiten Platz der Exportrangliste setzen.

"Das ist eine gute Nachricht"

Im vergangenen Jahr stieg der Wert der aus China ausgeführten Waren und Dienstleistungen um 27 Prozent auf 969 Mrd. $ - Hongkong nicht eingerechnet. Damit erzielte China die größte Steigerungsrate aller großen Wirtschaftsmächte. Insgesamt nahm der globale Außenhandel 2006 um 15 Prozent auf 11760 Mrd. $ zu. In dieser höchsten Zuwachsrate seit sechs Jahren kommt auch der Preisanstieg bei Öl und Gas sowie bei Metallen zum Ausdruck. Preisbereinigt ergab sich ein realer Zuwachs von acht Prozent. In diesem Jahr erwartete die WTO eine Abschwächung auf drei Prozent.

Deutschland hält den Titel Exportweltmeister seit 2003. Der Bundesverband Groß- und Außenhandel (BGA) geht davon aus, dass die Spitzenposition spätestens 2009 an China gehen wird. "Das ist eine gute Nachricht, keine schlechte", sagte BGA-Präsident Anton Börner kürzlich in einem Reuters-Interview. "Je reicher unsere Kunden, desto besser ist das für uns."
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Beitrag496/503, 26.07.07, 10:52:20 
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Hypothekenkrise hält Anleger in Atem
von Yasmin Osman und Elisabeth Atzler (Frankfurt)
Die Furcht vor den Folgen der Hypothekenkrise für die amerikanische Wirtschaft hat die Börsen belastet und den Dollar auf ein Rekordtief Tief gedrückt. Auslöser waren vor allem enttäuschende Ergebnisse zweier Unternehmen aus dem Immobiliensektor. Der Kreditderivatemarkt setzte seine Talfahrt ebenso fort.

Ein Auslöser für die Nervosität an den Finanzmärkten waren die Geschäftsberichte des US-Baustoffherstellers USG. Der Konzern hatte vor einem mehrjährigen Abschwung am Wohnungsmarkt gewarnt. Zudem legte Countrywide Financial, der größte amerikanische Hypothekenfinanzierer unerwartet schwache Zahlen vor. Der Gewinn ging das dritte Mal in Folge zurück.

"Die Hauptsorge der Investoren ist die Frage, welche Folgen die Schwäche am Häusermarkt auf den US-Konsum haben wird", sagte Jeremy Stretch, Devisenanalyst der Rabobank. "Dieser Mangel an Transparenz, welche Risiken aus dem Markt für Hypotheken schlechter Bonität und aus dem Markt für strukturierte Produkte noch erwachsen könnten, sorgt für Unruhe", sagte Michael Klawitter, Devisenanalyst von Dresdner Kleinwort.

Die Risikobereitschaft der Anleger verringerte sich im Juli deutlich. Der Vertrauensindex von Investoren, den State Street monatlich ermittelt, fiel um zehn Punkte auf 87 Zähler. Die Bereitschaft, Aktien ins Portfolio zu nehmen, sank. Daran misst State Street die Risikoneigung. Vor allem die Stimmung von US-Profianlegern verschlechterte sich.

Sehr deutlich zeigte sich dies am Dienstag am Kreditderivateindex iTraxx Crossover. Er bildet ab, was es einen Anleger kostet, sich gegen das Ausfallrisiko von 50 europäischen Firmen schwacher Bonität abzusichern. Am Dienstag stieg dieser "Zitterindex" um 24 auf 375 Basispunkte. Um ein Portfolio von 10 Mio. Euro abzusichern, mussten Anleger also 375.000 Euro zahlen. Im Juni hatte er noch bei 190 Punkten gelegen.

Starker Euro belastet die Börsen

Unter den wachsenden Konjunktursorgen leidet auch die Währung. Der Dollar fiel bis auf 1,3852 $ je Euro und markierte damit ein Rekordtief. Gegen 19 Uhr kostete ein Euro 1,3819 $ nach 1,3804 $ am Vortag. Auch der Dollar-Index, der die Entwicklung der US-Währung im Verhältnis zu einem Währungskorb abbildet, rutschte auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren.

Der starke Euro belastete die europäischen Börsen zusätzlich, da sich dadurch Exporte verteuern. Nach den Gewinnen des Vortags verlor der Dax 1,7 Prozent auf 7806,79 Punkte und fiel damit auf den Stand von Ende Juni. Europas Stoxx 50 büßte 1,6 Prozent ein. Der Pariser CAC 40 rutschte um 1,7 Prozent ab, der Londoner FTSE 100 sank um 1,9 Prozent.

Der Anleihemarkt profitierte kaum von den Kursabschlägen bei Aktien und Kreditderivaten. Der Bund-Future verharrte beinahe auf Vortagesniveau. "Der Markt braucht frische schlechte Nachrichten, denn die Zuflüsse von Anlegern, die in sichere Anlagen umschichten wollen, sind noch nicht nachhaltig genug", sagte Charles Diebel, Zinsanalyst von Nomura.
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Beitrag495/503, 26.07.07, 11:19:48 
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Ist der Thread dafür da nur Zeitungsartikel reinzustellen, oder wird auch diskutiert?
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Beitrag494/503, 26.07.07, 11:21:08 
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zerbster schrieb am 26.07.2007, 11:19
Ist der Thread dafür da nur Zeitungsartikel reinzustellen, oder wird auch diskutiert?


µ schrieb am 26.07.2007, 10:10
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Beitrag493/503, 26.07.07, 11:34:13 
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Unternehmen sehen Zukunft skeptischer
Steigende Zinsen und der hohe Ölpreis haben die Stimmung in der deutschen Wirtschaft gedämpft. Der Ifo-Geschäftsklimaindex gab im Juli leicht nach. Dennoch soll sich der Konjunkturaufschwung im zweiten Halbjahr fortsetzen, meinen die Experten.

Der Ifo-Index sank von 107 auf 106,4 Punkte, wie das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung am Donnerstag mitteilte. Die befragten Unternehmen bewerteten die aktuelle Lage mit 111,3 Punkten - ein minimaler Rückgang von 0,1 Prozent. Der Teilindex zu den Aussichten im kommenden halben Jahr fiel exakt um einen Zähler auf 101,8 Punkte. Der Rückgang lag im erwarteten Rahmen, nachdem der Ifo-Index bereits im Vormonat seinen höchsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung nicht mehr hatte halten können.

Der Ifo-Index gehört zu den wichtigsten Stimmungsbarometern in Deutschland. Das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung bittet dazu monatlich etwa 7000 Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen.
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Beitrag492/503, 26.07.07, 11:35:52 
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Medusabombe schrieb am 26.07.2007, 11:21
zerbster schrieb am 26.07.2007, 11:19
Ist der Thread dafür da nur Zeitungsartikel reinzustellen, oder wird auch diskutiert?


µ schrieb am 26.07.2007, 10:10
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Der Thread muss sich ja erstmal entwickeln und braucht Futter!
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Beitrag491/503, 26.07.07, 12:32:55 
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Housing Weakness Weighs
On Auto Sector's Outlook
By MIKE SPECTOR and JOHN D. STOLL
July 26, 2007; Page A9

The weakening U.S. housing market is dimming the outlook for auto makers for July and the rest of the year, with some industry analysts forecasting sales for cars and trucks at their lowest rate for the month in nearly a decade.

The housing market has already taken a toll on auto sales, as weak home values dull consumer appetite for big-ticket purchases. But as more economists predict continued housing weakness, auto sales could remain under pressure the rest of the year. (See related article.)

Weak sales could put financial pressure on General Motors Corp., Ford Motor Co. and Chrysler Group, which soon will be purchased by private-equity firm Cerberus Capital Management LP.

But Toyota Motor Corp. and Honda Motor Co. may not escape, either. Though the Japan-based auto makers' sales have held study amid market softness so far this year, a recent J.D. Power report predicted Toyota's sales falling slightly and Honda's sales dropping more than 5%, adjusted for fewer selling days this July than a year earlier.

Underscoring the auto sector's pain, AutoNation Inc., the nation's largest dealership chain by sales, will post second-quarter earnings today that are flat or slightly down, analysts predict. That's in large part because of housing weakness in California and Florida, where the company has significant exposure.

OVERSTOCKED


Detroit's Big Three, despite overall inventory draw-downs, are struggling with large stocks of their signature pickups. Toyota's days supply for its Tundra, meanwhile, remains relatively low.
Days Supply of Core Pickups
June 2007 June 2006
GM's Chevrolet Silverado 142 92
Ford's F-Series 86 123
Chrysler's Dodge Ram 104 130
Toyota's Tundra 48 63

Source: Autodata Corp."With the slumping housing market, consumers have been less willing to purchase big-ticket items, including vehicles," says Mike Jackson, AutoNation's chief executive. "We expect to continue to see a challenging new-vehicle retail market as long as the housing market difficulties persist."

By all accounts, July's monthly sales results appear bleak, following a soft June. July's seasonal annual selling pace could sink to 15.9 million light vehicles, said Citigroup's Jon Rogers, in a research note. That would be the lowest annual pace for July since 1998.

"It would be unrealistic to expect sustainable improvement until the economic picture brightens," says George Pipas, Ford's top sales analyst, adding that auto sales this year have been "softer than expectations." With a week to go, Ford's July sales appear soft, he said. Ford reports second-quarter earnings today, with analysts surveyed by Thomson Financial expecting a loss of 35 cents a share.

Of special concern to Detroit's Big Three, slowing home construction damps demand for profitable pickup trucks. Total pickup sales are off 3.8% so far this year, according to Autodata Corp., but Detroit's sales are off 5.6%.

"Continued housing weakness will likely further weigh on truck demand," said Bear Stearns analyst Peter Nesvold.

Detroit's Big Three have tried to wean themselves of costly incentives like rebates and no-interest loans. But increased incentives spending by Toyota and Honda -- also efforts to cope with weakened demand -- have challenged that stance.

Toyota has put aggressive incentives on its new Tundra, which helped it more than double sales of the truck in June, catching GM off-guard. GM in turn raised incentives on its Silverado at the start of July. A Toyota spokesman says the company continues to use incentives strategically in response to market conditions but doesn't intend to raise incentives as an overall strategy.

"Coupled with Toyota's recent, successful incentive push with the Tundra, we think it will continue to challenge GM's pricing power in its key Silverado offering," Mr. Nesvold said.

As of June 30, GM had 107 days' supply of light trucks, or 30% more than it had in May and 40% higher than the entire industry, according to Autodata. Ford, meanwhile, has 86 days' worth of F-Series trucks and 68 days' of its Expedition SUV, while Toyota has 48 days' worth of its Tundra pickup.

Write to Mike Spector at mike.spector@wsj.com and John D. Stoll at john.stoll@dowjones.com

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Beitrag490/503, 26.07.07, 13:12:40  | Geldmenge M3
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Zeichen auf Inflation
Geldmenge M3 wächst schneller

Das Wachstum der für die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wichtigen Geldmenge M3 hat sich im Juni erneut beschleunigt. Im Vergleich zum Juni 2006 sei M3 bereinigt um 10,9 Prozent gestiegen nach 10,6 Prozent im Mai, wie die EZB in Frankfurt mitteilte. Analysten hatten mit 10,7 Prozent gerechnet. Die Vergabe von Buchkrediten an den privaten Sektor blieb mit einem Zuwachs von 10,8 Prozent ebenfalls auf hohem Niveau.

Die übermäßige Geldversorgung der Wirtschaft weist nach Einschätzung der EZB auf längerfristige Inflationsgefahren hin. Der starke M3-Anstieg ist deshalb ein Grund für die Zinserhöhungen der EZB. Seit Ende 2005 verdoppelte die Zentralbank den Satz für ihre Kredite an Geschäftsbanken von zwei auf vier Prozent. Die meisten Experten rechnen im September mit einem weiteren Schritt auf dann 4,25 Prozent. Auch ein nächster Schritt auf 4,5 Prozent wird für möglich gehalten.


Im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt (April bis Juni) wuchs die Geldmenge mit einer gegenüber dem Vormonat unveränderten Jahresrate von 10,6 Prozent. M3 umfasst unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen mit bis zu zwei Jahren Laufzeit.

Das Geldmengenwachstum liegt schon seit Mitte 2001 über dem Referenzwert von 4,5 Prozent, bis zu dem die Geldversorgung nach Definition der EZB nicht zu stärkerem Preisanstieg führt. Innerhalb und außerhalb der Notenbank wurde bezweifelt, dass diese Messlatte angesichts vieler Neuerungen an den Finanzmärkten noch gilt. EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark sagte dazu kürzlich, es sei derzeit schwierig, die Geldnachfrage zu schätzen. Doch werde die EZB den Referenzwert beibehalten, der nur ein Teil der monetären Analyse sei.
http://www.n-tv.de/831668.html
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Beitrag489/503, 26.07.07, 18:51:01 
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Wells Fargo to close subprime wholesale lending business
By Gabriel Madway
Last Update: 12:29 PM ET Jul 26, 2007

SAN FRANCISCO (MarketWatch) -- Wells Fargo & Co.'s (WFC :
Wells Fargo & Company
News , chart , profile , more
Last: 34.01-0.56-1.62%
12:30pm 07/26/2007
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WFC34.01, -0.56, -1.6% ) Wells Fargo Home Mortgage said Thursday it will close its nonprime wholesale lending business, which processes and funds subprime loans for third-party mortgage brokers. In 2006, the business represented 1.6% of Wells Fargo's total residential mortgage loan volume of $397.6 billion. "Wells Fargo will continue to offer nonprime loans in channels where the company has direct relationships with consumers" said Cara Heiden, Wells Fargo Home Mortgage division president, in a statement. Heiden added that "the decision to close our nonprime wholesale lending business has no effect on Wells Fargo's robust prime lending business." As part of the move, Wells Fargo will close its nonprime wholesale operations in Baton Rouge, La., and Des Moines, Iowa. In Baton Rouge, 170 positions will be affected, while in Des Moines, 67 employees will be affected. Shares of San Francisco-based Wells Fargo fell 58 cents to $33.99 in Thursday afternoon trade. End of Story
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Beitrag488/503, 26.07.07, 21:09:43 
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Donnerstag, 26. Juli 2007, 20:00 Uhr
Aktienhandel New York

Ausverkauf an der Wall Street


Die US-Börsen sind am Donnerstag auf breiter Front eingebrochen. Der gestiegene Ölpreis, die Krise am Häusermarkt und zunehmende Probleme bei der Finanzierung von Unternehmensfusionen belasteten den Markt. Zudem drückten enttäuschende Quartalszahlen von Exxon die Stimmung. Für Lichtblicke sorgten hingegen Apple und Ford.


HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel bis zum späten Mittag um 2,1 Prozent auf 13 500 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 2,3 Prozent auf 1483 und der Technologie-Index Nasdaq 2,3 Prozent auf 2587 Stellen. An der NYSE wurden Handelsbeschränkungen in Kraft gesetzt, die den Verkauf großer Aktienblöcke bei fallenden Kursen begrenzen.

Die jüngsten Nachrichten zur Entwicklung am Häuser-Markt waren enttäuschend. Der Verkauf von neuen Eigenheimen sank im Juni überraschend stark um 6,6 Prozent. Der Immobilienmarkt-Boom war in den vergangenen Jahren der wichtigste Antrieb für die US-Konjunktur. Mit steigenden Zinsen stürzte die Branche in eine Krise und drückt auch die Stimmung am Finanzmarkten.
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Zudem wiesen weitere Bau-Firmen Quartals-Verluste aus, etwa D.R. Horton und Beazer Homes. Sie folgten damit dem Rivalen Pulte. Die Aktien der drei Firmen verloren zwischen drei und zehn Prozent. Beim Werkzeughersteller Black & Decker ging der Gewinn ebenfalls wegen der Krise im Hausbau-Sektor zurück. Die Aktie fiel um 8,2 Prozent. Finanzwerte gerieten ebenfalls in den Hausbau-Sog. Aktien von JP Morgan und Citigroup gaben drei Prozent nach.

Auch die Schwierigkeiten des Autoherstellers Chrysler bei der Finanzierung seiner Trennung von DaimlerChrysler lösten Nervösität unter den Anlegern aus. Es gibt Sorgen, dass auch andere Übernahmen oder geplante Verkäufe in Gefahr geraten könnten. Hintergrund ist, dass die Banken wegen der zunehmenden Risikoscheu an den Kapitalmärkten Schwierigkeiten haben, die Kredite für Private-Equity-Übernahmen weiter zu verkaufen.


Der Mineralölkonzern Exxon Mobil verdiente im zweiten Quartal weniger als erwartet. Die Aktie fiel um 4,3 Prozent. US-Leichtöl verteuerte zwischenzeitlich um 1,2 Prozent auf 76,79 Dollar. Das könnte die Verbraucherausgaben dämpfen.

Ford-Titel legten indes 3,3 Prozent auf 8,23 Dollar zu. Der Autobauer hat überraschend Gewinne im Quartal geschrieben.

Apple-Papiere zogen 5,8 Prozent an, nachdem der Computerkonzern unerwartet gute Zahlen präsentiert hatte.
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Beitrag487/503, 27.07.07, 13:24:07 
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VW erreicht 5-Milliarden-Ziel früher
Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr hat Volkswagen seine Gewinnprognose angehoben. Der Wolfsburger Autobauer will bis Jahresende mehr als 5 Mrd. Euro vor Steuern verdienen – eigentlich hatte Konzernchef Winterkorn die Marke erst für 2008 anvisiert. Die VW-Aktie stieg deutlich.

Von Januar bis Juni verdiente Volkswagen vor Steuern und Sondereinflüssen rund 2,8 Mrd. Euro – das war ein Plus von 44,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unter dem Strich blieben knapp 2 Mrd. Euro, was einem Zuwachs von zwei Dritteln entspricht. Der Umsatz stieg um 5,7 Prozent auf 54,9 Mrd. Euro.

Die VW-Zahlen glänzen - auch weil die Mitarbeiter viele Zugeständnisse gemacht haben

Investoren honorierten die Bilanz mit massiven Aktienkäufen: Das VW-Papier legte bis zum Mittag in einem schwachen Gesamtmarkt mehr als zwei Prozent zu und gehörte damit zu den stärksten Dax-Werten. Im Schlepptau zogen auch die Aktien von DaimlerChrysler rund ein Prozent an. Die Stuttgarter hatten in dieser Woche für die Mercedes-Gruppe ähnlich glänzende Zahlen präsentiert.

Die lange verlustreiche Volkswagen-Kernmarke VW verdoppelte ihren operativen Gewinn vor Sondereinflüssen in der ersten Jahreshälfte auf 981 Mio. Euro. Dies war weit mehr als Experten erwartet hatten.

Die erfolgsverwöhnte Marke Audi kam auf gut 1 Mrd. Euro, 291 Mio. mehr als im Vorjahr. Bei der tschechischen Tochter Skoda, die auf preiswerte Modelle setzt, stieg das operative Ergebnis um 60 Mio. auf 356 Mio. Euro. Die angeschlagene spanische Tochter Seat verringerte ihren Verlust auf sieben Mio. Euro, im Vorjahr waren es noch 61 Mio. gewesen.

Volkswagen profitierte von einer Vielzahl neuer Modelle sowie einer starken Nachfrage in China, Südamerika und Osteuropa. Zudem zeigt der rigide Sparkurs offensichtlich Wirkung. 2007 werde Volkswagen erstmals mehr als sechs Millionen Fahrzeuge verkaufen. In den ersten sechs Monaten seien es bereits 3,1 Millionen gewesen - ein sattes Plus von 7,8 Prozent binnen Jahresfrist. Noch nie habe Volkswagen mehr Fahrzeuge verkauft in einem Halbjahr, hieß es.
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Beitrag486/503, 27.07.07, 13:25:37 
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US-Immobilienkrise: Wells Fargo wickelt Sparte ab
Die fünftgrößte US-Bank Wells Fargo will sich wegen der Turbulenzen am Markt für zweitklassige Hypothekenkredite aus dem Großkundengeschäft in dieser Sparte zurückziehen. Die Immobilienkrise weitet sich damit aus.

Die betroffenen Niederlassungen würden geschlossen, teilte der zweitgrößte Hypothekengeber der USA am Donnerstag mit. Die von den Investoren gezahlten Preise hätten nicht mit den Risiken zusammengepasst, was sich in der absehbaren Zukunft wohl auch nicht ändern werde, sagte der zuständige Vize-Exekutivpräsident von Wells Fargo Home Mortgage, Michael Lepore, in einem Interview.

Wells Fargos Großkunden-Sparte wickelte bislang im Auftrag anderer Vermittler so genannte Subprime Mortgages ab, die sich speziell an Kunden mit geringer Bonität richten. Allerdings seien auf diesen Geschäftszweig nur 1,6 Prozent der im vergangenen Jahr vom Konzern vergebenen Hypothekenkredite für Hausbauer entfallen, hieß es.

Die Gewinne der Sparte seien seit Ende des vergangenen Jahres gesunken, und mittlerweile sei der ganze Markt in Aufruhr, sagte Lepore. Am Privatkundengeschäft mit zweitklassigen Hypothekenkrediten will Wells Fargo allerdings festhalten.

Unter anderem wegen steigender Zinsen mehren sich in auf diesem Geschäftsgebiet in jüngster Zeit die Kreditausfälle. Weil die Finanzierungen gebündelt und als Derivate weiterverkauft wurden, sind neben Banken auch Hedge-Fonds und andere Investoren betroffen.
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Beitrag485/503, 27.07.07, 14:39:33 
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ECONOMIC REPORT
U.S. Q2 GDP up 3.4%
Fastest pace since Q1 '06, consumer spending slows
By Greg Robb, MarketWatch
Last Update: 8:30 AM ET Jul 27, 2007

WASHINGTON (MarketWatch) - After hitting a pothole in the first quarter, the U.S. economy rebounded in the second quarter, growing at an annual rate of 3.4%, the fastest pace since the first quarter of 2006, the Commerce Department said Friday.
The increase in the nation's real gross domestic product was slightly below market expectations of a gain of 3.6%, according to the survey of economists conducted by MarketWatch. See Economic Calendar.
The GDP had risen just 0.6% in the first quarter.
Economists said the weakness in the first quarter and the subsequent strength in the second quarter are both overstated and the best way to understand the economy was to average the growth rate over the past six months. This produces a 2.0% average growth rate in the first half of the year.
Some economists have concerns that the second half of the year will be slow as consumers are tired and under pressure from the weak housing sector. But other economists believe these fears are overblown.
The improvement in the second quarter was concentrated in a stronger trade performance, faster government spending and a rebuilding of inventories after significant reductions in the past two quarters. These offset a sharp slowdown in consumer spending.
Consumer spending increased 1.3% in the second quarter after a 3.7% gain in the first.
The inflation picture was mixed. The core consumer price index (excluding food and energy) retreated to a 1.4% annual rate in the second quarter from 2.4% in the first, pushing the year-over-year gain down to 2.0%, the top of the Fed's perceived "comfort zone" on inflation.
But headline inflation accelerated to a 4.3% annual rate, the fastest pace since the fourth quarter of 1990.
Real disposable income fell 0.8% annualized in the second quarter, after rising 5.9% in the first quarter. The savings rate was 0.6% in the second quarter, down from 1.1% in the first.
Details
Imports, which are a subtraction from the calculation of GDP, fell 2.6% in the second quarter, while exports rose 6.4%. The trade deficit added 1.2 percentage points to growth.
Government spending increased 4.2% after falling 0.5% in the first quarter. Federal spending rose 6.7%. Defense spending rose 9.5% in the second quarter and nondefense spending rose 1.3%. State and local government spending rose 2.9%. Government spending contributed 0.8 percentage points to growth.
Businesses added $3.6 billion to their inventories after adding only $100 million in the first quarter. The change in inventories added 0.15 percentage points to growth.
Final sales to domestic purchasers, GDP less the change in private inventories, increased 3.2% in the second quarter, compared with a 1.3% increase in the first quarter.
Residential investment fell 9.3% in the second quarter, the smallest decline since the first quarter of 2006. Investment in residences subtracted 0.49 percentage points from second quarter growth, compared with 0.93 percentage points from first quarter growth.
Business investment increased 2.2% in the second quarter after falling 4.4% in the first. It was the first increase in the past five quarters. Business investment contributed 0.83 percentage points to growth.
Investments in equipment and software increased 2.3% after a 0.3% gain in the first quarter. It was the fastest growth in equipment and software investment since the third quarter of last year. Investments in structures jumped 22.1%, the fastest pace since the second quarter of 1994. End of Story
Greg Robb is a senior reporter for MarketWatch in Washington.
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Viper
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Beitrag484/503, 27.07.07, 17:08:24 
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Ein Schuss Konjunkturoptimismus
Starkes Wirtschaftswachstum, robustes Verbrauchervertrauen. Die Signale, die die US-Wirtschaft aussendet, sind auf den ersten Blick eindeutig.

Bei genauerem Hinsehen gerät man allerdings ins Grübeln. Zumindest, was das Konsumklima in den USA betrifft. Denn das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan ist im Juli stärker als erwartet nach unten korrigiert worden. Der Index für das Verbrauchervertrauen sei zwar von 85,3 Punkten im Vormonat auf 90,4 Punkte gestiegen, hieß es am Freitag. In der ersten Schätzung war aber noch ein Wert von 92,4 Punkten ermittelt worden. Volkswirte hatten daraufhin mit einer Abwärtsrevision auf 91,0 Punkte gerechnet.

Der Index der Universität Michigan gilt als Stimmungsbarometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Der private Konsum ist die wichtigste Konjunkturstütze der größten Volkswirtschaft der Welt.

Dafür legt das BIP kräftig zu
Die US-Wirtschaft hat im Frühjahr wieder kräftig an Fahrt aufgenommen und ist so stark gewachsen wie seit Anfang 2006 nicht mehr. Für das zweite Quartal gab die Regierung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,4 Prozent bekannt. Der Zuwachs ist fast sechs Mal höher als noch zu Jahresbeginn. Und höher als Analysten vorhergesagt hatten. Sie hatten nur ein auf das Jahr hochgerechnetes Wachstum zum Vorquartal von 3,2 Prozent erwartet.

Volkswirt Kurt Karl von Swiss Re sagte, nach den Unsicherheiten an den Märkten in den vergangenen Wochen lieferten die Daten die klare Botschaft, dass es der US- Wirtschaft gut gehe. "Die Wirtschaft ist OK und deswegen kann die US-Notenbank weiter auf die Inflation schauen."

Immobilienkrise bremst
Verantwortlich waren ein positiver Außenhandelsbeitrag, gestiegene Investitionen und höhere Ausgaben des Staates, die einen Rückgang bei den Konsumausgaben wett machten. Überraschend positiv fielen auch die gleichzeitig veröffentlichen Inflationsdaten aus. Zwar belastete der Immobiliensektor die Gesamtwirtschaft weiter mit einem Minus von 9,3 Prozent. Doch dies war deutlich besser als der Rückgang von 16,3 Prozent im Vorquartal.
ski
http://boerse.ard.de/content.jsp?go....g&key=dokument_242172
Kaschper
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Beitrag483/503, 28.07.07, 10:18:06 
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Artikel 17 (Konten bei der EZB und den nationalen Zentralbanken)
Zur Durchführung ihrer Geschäfte können die EZB und die nationalen Zentralbanken
für Kreditinstitute, öffentliche Stellen und andere Marktteilnehmer Konten eröffnen und
Vermögenswerte, einschließlich Schuldbuchforderungen, als Sicherheit hereinnehmen.
Artikel 18 (Offenmarkt- und Kreditgeschäfte)
18.1. Zur Erreichung der Ziele des ESZB und zur Erfüllung seiner Aufgaben können
die EZB und die nationalen Zentralbanken
• auf den Finanzmärkten tätig werden, indem sie auf Gemeinschafts- oder Drittlandswährungen
lautende Forderungen und börsengängige Wertpapiere sowie Edelmetalle
endgültig (per Kasse oder Termin) oder im Rahmen von Rückkaufsvereinbarungen
kaufen und verkaufen oder entsprechende Darlehensgeschäfte tätigen;
• Kreditgeschäfte mit Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern abschließen,
wobei für die Darlehen ausreichende Sicherheiten zu stellen sind.
18.2. Die EZB stellt allgemeine Grundsätze für ihre eigenen Offenmarkt- und Kreditgeschäfte
und die der nationalen Zentralbanken auf; hierzu gehören auch die Grundsätze
für die Bekanntmachung der Bedingungen, zu denen sie bereit sind, derartige Geschäfte
abzuschließen.
Artikel 19 (Mindestreserven)
19.1. Vorbehaltlich des Artikels 2 kann die EZB zur Verwirklichung der geldpolitischen
Ziele verlangen, daß die in den Mitgliedstaaten niedergelassenen Kreditinstitute Mindestreserven
auf Konten bei der EZB und den nationalen Zentralbanken unterhalten.
Verordnungen über die Berechnung und Bestimmung des Mindestreservesolls können
vom EZB-Rat erlassen werden. Bei Nichteinhaltung kann die EZB Strafzinsen erheben
und sonstige Sanktionen mit vergleichbarer Wirkung verhängen.
19.2. Zum Zwecke der Anwendung dieses Artikels legt der Rat nach dem Verfahren des
Artikels 42 die Basis für die Mindestreserven und die höchstzulässigen Relationen zwischen
diesen Mindestreserven und ihrer Basis sowie die angemessenen Sanktionen fest,
die bei Nichteinhaltung anzuwenden sind.
Fragen zum Board z.b. Ränge etc. bitte hier nachlesen http://peketec.de/portal/faq/
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Beitrag482/503, 28.07.07, 10:22:13 
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Monetäre Aggregate
Die konsolidierte Bilanz des MFI-Sektors bildet die Grundlage für die Abgrenzung der
monetären Aggregate im Euro-Währungsgebiet. Im Allgemeinen ist die geeignete Definition
eines monetären Aggregats weitgehend abhängig von dem Zweck, den das gewählte
Aggregat erfüllen soll. Da viele unterschiedliche Finanzwerte substituierbar sind
und sich Finanzaktiva, Transaktionen und Zahlungsmittel in ihrer Art und ihren Merkmalen
im Zeitablauf ändern, ist nicht immer klar, wie die Geldmenge definiert werden
sollte und welche Vermögenswerte welcher Abgrenzung der Geldmenge zugeordnet
werden sollten. Aus diesen Gründen definieren und überwachen Zentralbanken gewöhnlich
mehrere monetäre Aggregate.
Die Definition der EZB für die monetären Aggregate im Euro-Währungsgebiet stützt
sich auf eine harmonisierte Abgrenzung des Geld schöpfenden Sektors und des Geld
haltenden Sektors sowie der Kategorien von MFI-Verbindlichkeiten. Der Geld schöpfende
Sektor umfasst die im Euro-Währungsgebiet ansässigen MFIs. Der Geld haltende
Sektor besteht aus allen im Euro-Währungsgebiet ansässigen Nicht-MFIs außer den
Zentralregierungen. Obwohl die Zentralregierungen nach allgemeiner Auffassung nicht
zum Geld schöpfenden Sektor zählen, werden deren Verbindlichkeiten mit monetärem
Charakter (z. B. Einlagen von privaten Haushalten bei der Post) als Sonderposten in die
Abgrenzung der monetären Aggregate einbezogen, da sie über eine hohe Liquidität verfügen.
1
Auf der Grundlage konzeptioneller Überlegungen und empirischer Studien sowie im
Einklang mit internationalen Gepflogenheiten hat das Eurosystem ein eng gefasstes
(M1), ein „mittleres“ (M2) und ein weit gefasstes Aggregat (M3) definiert. Diese Aggregate
unterscheiden sich voneinander in Bezug auf den (anhand der Übertragbarkeit,
Konvertibilität, Kurssicherheit und Marktfähigkeit beurteilten) Liquiditätsgrad der einbezogenen
Vermögenswerte. Tabelle 2.11 zeigt die Abgrenzungen der monetären Aggregate
des Euro-Währungsgebiets.
M1 umfasst Bargeld, d. h. Banknoten und Münzen, sowie täglich fällige Einlagen. Diese
Einlagen können ohne weiteres in Bargeld umgewandelt oder für bargeldlose Zahlungen
eingesetzt werden.
M2 umfasst neben M1 Einlagen mit einer vereinbarten Laufzeit von bis zu zwei Jahren
sowie Einlagen mit einer vereinbarten Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten.
Solche Einlagen können in Komponenten der eng gefassten Geldmenge umgewandelt
werden; teilweise können sie jedoch Einschränkungen unterliegen, wie etwa einer Kündigungsfrist,
Strafzinsen oder Gebühren.
M3 umfasst neben M2 bestimmte von gebietsansässigen MFIs ausgegebene marktfähige
Instrumente. Bei diesen Finanzinstrumenten handelt es sich um Repogeschäfte,
Geldmarktfondsanteile und Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu zwei
Jahren (einschließlich Geldmarktpapieren). Aufgrund des hohen Liquiditätsgrads und
der Kurssicherheit dieser Instrumente handelt es sich bei ihnen um enge Substitute für Einlagen.
Durch ihre Einbeziehung ist das weit gefasste Geldmengenaggregat von Umschichtungen
zwischen verschiedenen Kategorien liquider Forderungen weniger betroffen
als engere Geldmengenabgrenzungen und aus diesem Grunde stabiler (siehe auch
Kapitel 3).
Auf Fremdwährungen lautende liquide Forderungen von Ansässigen des Euro-Währungsgebiets
können enge Substitute für auf Euro lautende Forderungen sein. Die Geldmengenaggregate
schließen deshalb solche Forderungen mit ein, wenn sie bei MFIs im
Euro-Währungsgebiet gehalten werden.
Da in der Definition monetärer Aggregate der EZB lediglich Verbindlichkeiten von MFIs
im Euroraum gegenüber Nicht-MFIs im Euro-Währungsgebiet berücksichtigt sind,
sind folgende Anlagen Gebietsfremder nicht darin enthalten: 1) kurzfristige Einlagen bei
MFIs mit Sitz im Euroraum, 2) Fondsanteile, die von Geldmarktfonds mit Sitz im
Euroraum begeben wurden und 3) Schuldverschreibungen mit einer vereinbarten Laufzeit
von bis zu zwei Jahren, die von MFIs mit Sitz im Euroraum begeben wurden. Der
Bargeldumlauf ist in den Geldmengenaggregaten zur Gänze enthalten, unabhängig
davon, ob das Bargeld von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet oder von Gebietsfremden
gehalten wird, denn es ist schwierig, genaue und zeitnahe Messgrößen der Bargeldbestände
Gebietsfremder zu ermitteln.
Abbildung 2.6 zeigt die relativen Anteile der Komponenten von M3 im Dezember 2002.
Auf täglich fällige Einlagen entfiel der größte Teil, nämlich 36 % von M3. Der Anteil
von Einlagen mit einer vereinbarten Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten lag bei
25 % und der von Einlagen mit einer vereinbarten Laufzeit von bis zu zwei Jahren bei
19 % von M3. Geldmarktfondsanteile machten 8 % und der Bargeldumlauf 6 % aus.
Auf Repogeschäfte und Schuldverschreibungen mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu
zwei Jahren schließlich entfielen 4 % bzw. 2 % von M3.

Quelle http://www.bundesbank.de/download/e....ation_geldpolitik_ezb.pdf
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Beitrag481/503, 28.07.07, 10:24:17 
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finde die seite der bundesbank hier ganz interessant für einen kleinen crashkurs über die ezb Smile

http://www.bundesbank.de/download/e....ation_geldpolitik_ezb.pdf
Fragen zum Board z.b. Ränge etc. bitte hier nachlesen http://peketec.de/portal/faq/
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Beitrag480/503, 28.07.07, 22:57:08 
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Börsenausblick
Kreditsorgen halten Anleger auf Trab
von Doris Grass, Elisabeth Atzler, Yasmin Osman (Frankfurt) und Jens Korte (New York)
Trotz der leichten Beruhigung an den internationalen Finanzmärkten nach guten US-Konjunkturdaten erwarten Strategen in der kommenden Woche weiterhin stark schwankende Aktienmärkte. Die Sorgen über die Lage an den Kreditmärkten dürften die Kurse weiter belasten.

Mit einer längeren Abwärtskorrektur rechnen Experten dennoch nicht, denn fundamental seien die Aussichten für die Aktien weiter positiv. Der Dollar wird seine Erholung zum Euro noch etwas fortsetzen, während die Kurse der Staatsanleihen nachgeben dürften.

In den vergangenen Tagen rutschten die europäischen Börsen heftig ab: Sie verloren in zehn Tagen etwa zehn Prozent. Der Dax sackte von seinem Rekordhoch, das er am 16. Juli bei 8151,57 Punkten markiert hatte, um rund 600 Punkte ab und schloss am Freitag mit 7451,68 Zählern. Binnen Wochenfrist war das ein Minus von 5,4 Prozent. Der Stoxx 50 verlor in dieser Zeit 4,9 Prozent. In den USA büßten der S&P 500 ebenfalls 4,9 Prozent und der Nasdaq Composite 4,7 Prozent ein.

Viele Marktbeobachter sehen das Umfeld für Aktien derzeit als schwierig an. "Wir sind in einer kritischen Phase", sagte Stephan Thomas, Fondsmanager bei Frankfurt Trust. Grundsätzlich bleiben die Experten aber optimistisch und verweisen auf anhaltend gute Unternehmensgewinne. Diese Woche dürften die Investoren besonders auf die Zahlen der Deutschen Bank achten, weil es Gerüchte gegeben hatte, das Institut leide unter der US-Hypothekenkrise. "Die Bankbilanzen werden mit Spannung erwartet - da schaut man jetzt noch genauer hin", sagte Thomas.

Kurzfristig größter Einflussfaktor bleiben aber die Sorgen über die Kreditmärkte: Sie dürften den Aktienmarkt weiter belasten, erwartet Bernd Meyer, Chefstratege für europäische Aktien bei der Deutschen Bank. "Die fundamentale Situation am Aktienmarkt bleibt jedoch positiv, und die Auswirkungen vom Kreditmarkt sollten limitiert bleiben", sagte er. "Den Ausverkauf halte ich für nicht gerechtfertigt. Der Markt wird wieder drehen." Viele Faktoren sprächen für eine Stabilisierung. "Die US-Wirtschaft wächst weiter, wenngleich durch die Kreditklemme langsamer."

Verhalten positiv gestimmt sind Experten für die Wall Street: "Nach einem Rekordhoch ist es normal, dass Investoren nach Gründen suchen, um Gewinne einzustreichen. Und Gründe gibt es derzeit genug", sagte Sam Stovall, Chief Investment Strategist bei Standard & Poor's. Grund zur Panik gebe es aber noch nicht: "Mittelfristig habe ich nicht das Gefühl, dass der Aufwärtstrend schon vorbei ist. Sollten in den nächsten Tagen die Konjunkturdaten gut ausfallen, dann kann der Markt auch schnell wieder zulegen."

Bill Gross, Chefstratege der Allianz-Fondstochter Pimco, sieht die Aktien aktuell wieder als angemessen bewertet an. Er glaube auch nicht an eine Rezession in den USA, sagte er am Freitag. Zuvor hatte das US-Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal mit 3,4 Prozent etwas über den Prognosen gelegen.
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Beitrag479/503, 28.07.07, 23:37:30 
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Kaufrausch auf Kredit

Von Arne Storn

Mit verwegenen Schulden treiben die Finanzinvestoren ihr Geschäft auf neue Höhen. Die Angst vor einem Crash erfasst die Bankenwelt.
Euphorie hinter der Fassade: Die Wall Street boomt

Die Herren kaufen wie im Rausch. Sie machen ihre Geschäfte nicht wie andere Firmen mit T-Shirts, Turnschuhen oder Spielzeug. Sie handeln nicht mit Rohstoffen oder Maschinen, sondern dealen mit kompletten Unternehmen. Und Geld, so scheint es, spielt dabei keine Rolle. Es ist einfach genug da.

Fast im Wochentakt vermeldet die amerikanische Finanzfirma Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) derzeit Unternehmenskäufe, bei denen Milliardenpreise gezahlt werden. Seit Jahresbeginn übernahmen die international operierenden Investoren nicht weniger als 13 Konzerne. Der Gesamtwert der Transaktionen: 125 Milliarden Dollar. Zehn Milliarden Dollar der Kaufpreise brachte KKR selbst auf, den Rest holte man sich von Partnern oder lieh ihn sich bei Banken.

Den größten Deal stemmte KKR gemeinsam mit der Texas Pacific Group (TPG). Die beiden Geldkonzerne kauften einen großen amerikanischen Energieversorger für 45 Milliarden Dollar. Der KKR-Gründer Henry Kravis sprach von einer »goldenen Ära« für seine Branche.

Da hat er recht. Finanzinvestoren prägen derzeit das Antlitz des globalen Kapitalismus. Ihre Fonds sind bis zu 20 Milliarden Dollar schwer. Damit kaufen sie Unternehmen und trimmen sie anschließend auf Profit, um sie dann wieder abzustoßen. Das Ganze spielt sich abseits der (öffentlichen) Börse ab und heißt deshalb Private Equity.

Die Renditen sind exorbitant, und der Zufluss neuen Geldes scheint unerschöpflich. Mehr als 400 Milliarden Dollar sammelte die Branche 2006 weltweit bei Anlegern ein – mit dem Ziel, sie kräftig zu vermehren. Weil sich die Übernehmer bei ihren Firmenkäufen zu jedem Dollar eigenen Geldes vier Dollar von den Banken leihen, mobilisieren sie gewaltige Summen. Selbst große Konzerne sind vor ihnen nicht mehr sicher.

In den USA sind der Autovermieter Hertz und die Fast-Food-Kette Burger King im Besitz von Private-Equity-Fonds. In Deutschland kontrollieren die Finanzinvestoren Firmen wie Rodenstock, Märklin und das Duale System mit dem Grünen Punkt. Die Gabelstaplerproduktion von Linde gehört ihnen bereits, an Continental und Infineon zeigten sie Interesse. Bei der Deutschen Telekom ist Blackstone mit 4,5 Prozent beteiligt. Deren Gründer Stephen Schwarzman wird in den USA als der »neue König der Wall Street« (Fortune) gefeiert. In wenigen Tagen will er Blackstone an die Börse führen.

Vielleicht wird sich dieser Börsengang dereinst als ein letztes Hurra erweisen. Je heißer das Geschäft der Beteiligungsriesen läuft, desto schneller mehren sich die Krisenzeichen. Denn das Geschäft wird schwieriger, umkämpfter, riskanter. Die Fonds schwimmen im Geld und müssen investieren. Experten halten die von ihnen gezahlten Unternehmenskaufpreise inzwischen vielfach für zu hoch. In anderen Fällen stimmt zwar noch der Kaufpreis, aber der Kreditanteil ist gefährlich hoch. Die Zinsen müssen die gekauften Unternehmen selbst aufbringen – zusätzlich zu Gebühren und Sonderausschüttungen, die viele Private-Equity-Firmen von ihren Beteiligungen kassieren.

»Die Gier hat die Macht übernommen«, sagte kürzlich David Rubenstein, einer der Gründer von Carlyle und eine Ikone der Branche. Vorstände, die auch mit eigenem Geld einsteigen, vermehren ihren Einsatz in Einzelfällen um mehr als das 20-Fache.

Sorgen bereiten Insidern und Bankern vor allem die Details in den aktuellen Kreditverträgen. An ihnen lässt sich ablesen, wie dramatisch sich die Kräfteverhältnisse in der Finanzwelt zugunsten von Private Equity verschoben haben – und wie risikobeladen das Geschäft mittlerweile geworden ist.

Längst geht es nicht mehr um die Frage, ob sich eine neue Spekulationsblase gebildet hat. Es geht nur noch darum, wann die Luft aus dieser Blase entweicht. Und wie das geschieht: langsam oder mit einem lauten Knall?

Das Geschäft von First Data ist das Abwickeln von Kreditkartenzahlungen. Nichts Aufregendes. Aufregend ist die Übernahme des US-Konzerns – ein spektakuläres Beispiel dafür, dass Banken im Wettbewerb um die Vergabe von Krediten große Risiken eingehen. Mehr als vier Milliarden Dollar steuern mehrere Geldhäuser, darunter die Deutsche Bank, zur Zwischenfinanzierung des Kaufs bei – aus eigener Tasche und auf eigene Rechnung. Solche Zwischenfinanzierungen sind in den USA gängige Praxis und oft Voraussetzung, um ins Konsortium der Kreditgeber aufgenommen zu werden. Seit Kurzem sind sie auch in Europa zu beobachten. Einer, der sich auskennt, berichtet, dass es bei Zwischenfinanzierungen um bis zu zwei Milliarden Dollar von einer Bank gehen kann. Sechs Monate, sagt ein anderer, könne es sich hinziehen, bis langfristige Investoren dieses Geld ersetzten. »Das ist heikel.« Die Bank steht voll im Risiko – in ein paar Monaten kann viel geschehen.

Einen Rekord markierte der Fall First Data indes mit seinen Kreditverträgen. 16 Milliarden Dollar – mehr als die Hälfte des Kaufpreises – steuern Banken über Darlehen bei, die fast ohne jede Sicherheitsklausel auskommen. Solche Klauseln, unter Fachleuten »Covenants« genannt, erlauben es sonst den Banken, korrigierend ins Geschäft des Unternehmens einzugreifen oder ihre Kredite zurückzuverlangen, sollten wichtige Geschäftsziele verfehlt werden.

Verträge ohne derartige Klauseln lassen den Unternehmen zwar mehr Spielraum, bergen aber die Gefahr, dass zu spät gegengesteuert wird, wenn etwas schiefläuft. »Wir sehen solche Vertragsstrukturen in fast allen großen Deals – und wir sind nicht glücklich darüber«, sagt ein Banker, der namenlos bleiben will. »Die Mitsprache- und Kontrollrechte der Kredit gebenden Banken werden derzeit fortwährend eingeschränkt.« Ablesen lässt sich diese Entwicklung auch an anderen Details. Früher konnten sich Banken vor Abschluss eines Deals vor unkalkulierbaren Risiken schützen. Spezielle Klauseln erlaubten ihnen, bei unvorhersehbaren Ereignissen wie einem Terroranschlag oder bei überraschenden Problemen im operativen Geschäft von ihren Kreditzusagen zurückzutreten. »Die Mehrheit der Transaktionen kennt heute weder das eine noch das andere«, sagt Kai Tschöke, Leiter der Abteilung für Fusionen und Übernahmen in Deutschland bei der Investmentbank Morgan Stanley.

Nach Abschluss eines Deals geht es im gleichen Stil weiter: Die Banken werden später, seltener und schlechter informiert. War es früher üblich, dass Kreditinstitute drei bis sechs Monate nach dem Kauf eine umfassende Bestandsaufnahme des Unternehmens erhielten, dauert dies heute meist neun bis zwölf Monate. Und statt monatlich wird oft nur noch alle drei Monate berichtet, wie die Geschäfte laufen.

Eine Besonderheit des Booms sind sogenannte PIK-Notes. Entgegen der sonst üblichen Praxis werden während der Kreditlaufzeit weder Zinsen noch Tilgung gezahlt – alle Schulden laufen bis zum Ende auf. »Wenn Sie das von Ihrer Bank fordern, lacht die sie aus«, sagt Hans Albrecht, Chef des Finanzinvestors Nordwind Capital. Nach Einschätzung von Marktkennern finden sich solche Konstrukte mittlerweile in rund einem Drittel aller Deals. Zu den Beispielen in Deutschland zählt der Chemiekonzern Cognis. Im Extremfall verfügt der Schuldner über das »Kippschalter« genannte Recht, fällige Zahlungen auf einen Schlag in die Zukunft zu verschieben.

Die Ratingagentur Standard & Poor’s registriert bereits eine Abnahme der Kreditqualität. »Viele Deals ließen sich nicht finanzieren, müssten die Unternehmen die Zinsen bereits bedienen«, sagt Investmentbanker Tschöke. Aber irgendwann muss dann doch bezahlt werden. »Es ist eine Wette auf den Markt.«

Das Gefährliche an dieser Wette ist, dass der aktuelle Boom von Private Equity einer in der jüngsten Wirtschaftsgeschichte einmaligen Konstellation zu verdanken ist – von der niemand sagen kann, wie lange sie besteht. Industriestaaten und Schwellenländer wie China verzeichen enormes Wachstum, die Preise für Öl und Rohstoffe steigen, die Aktienmärkte erreichen Rekordstände. Die Notenbankzinsen sind weltweit niedrig, Fremdkapital ist so billig wie nie. Die Welt ertrinkt geradezu in Liquidität. Eine Flut von Kapital sucht nach lukrativen Anlagen.

Das muss nicht so bleiben. Was, wenn die Zinsen stark steigen? Wenn ein Terroranschlag oder eine Krise in China die Finanzmärkte erschüttert? Wenn Großspekulanten ins Straucheln geraten und andere mitreißen? »Hedgefonds sind heute mit der Wirtschaft eng verwoben. Werden sie als Masse illiquide, kann das erhebliche Dominoeffekte auslösen«, sagt Finanzinvestor Albrecht.

Keiner kann sagen, wie lange die Unternehmen so gut verdienen wie gegenwärtig. »Viele gehen von einer anhaltend guten Konjunktur aus«, sagt ein Banker. »Warten wir mal ab!« Wenn der erste gekaufte Großkonzern unter seiner Schuldenlast zusammenbricht, wird es für Finanzinvestoren schlagartig schwerer werden, Kredite zu erhalten. »Ist der Blitz einmal eingeschlagen, wird eine Bank erheblich zurückhaltender sein«, sagt Kai Tschöke von Morgan Stanley. Und dann werden andere ebenfalls zurückhaltender werden: »Solche Herdeneffekte können sehr schnell einsetzen.« Gleiches gilt für Pensionsfonds und Versicherungen. Sie werden nach ein paar schiefgegangenen Deals deutlich weniger Geld als bisher in Private Equity stecken. Die Folge: Die Fonds würden kleiner – und mit ihnen die Chance, große Unternehmen weiterzuverkaufen und dabei die alten Preise zu erzielen. Eine Abwärtsspirale käme in Gang.

Ins Rutschen gerieten die Unternehmen selbst. Sollten sich die Kredite nicht refinanzieren lassen oder sollten die Firmen wegen schlechter laufender Geschäfte ihre Zinsen nicht zahlen können, müssten sie ihre Kosten senken und Investitionen zurückfahren. Entlassungen wären unumgänglich, insbesondere wenn die aggressiver als Banken auftretenden Hedgefonds zu den Gläubigern zählen.

Ein Vorbote dessen, was auf breiter Front droht, ist der Fall des Autozulieferers Kiekert. Hedgefonds drängten den Finanzinvestor Permira in der Krise aus dem Unternehmen und setzten Sanierungsexperten ein. »Wenn man an einem Fall lernen kann, was sich verändert hat, dann ist es Kiekert«, sagt Babette Fröhlich, Expertin der IG Metall für Private Equity. Es klingt nicht zuversichtlich.

Von einer Krise betroffen wären auch die Banken. Zwar reichen Investmentbanken die Darlehen heute meist an Hedgefonds weiter. Auf diese Weise reduzieren sie den Anteil der Kredite, den sie am Ende in ihren eigenen Büchern halten, auf fünf oder gar null Prozent. Klassische Geschäftsbanken wie Barclays oder die HypoVereinsbank hingegen sind oft weiter mit zweistelligen Anteilen dabei. Diese Kredite müssten sie im Notfall neu bewerten oder mit hohen Abschlägen weiterverkaufen.

»Man erinnere sich nur an die neunziger Jahre«, sagt Christoph von Einem, Anwalt in der Kanzlei White & Case. Allzu locker an Mittelständler und Bauherren vergebene Kredite brachten damals etliche deutsche Banken in die Bredouille.

Je waghalsiger Finanzinvestoren bei ihren Investments kalkulieren, desto größer wird auch die Gefahr, dass sie und ihre Anleger einen Teil ihres eingesetzten Kapitals verlieren. »Der Markt für Private Equity wird dadurch nicht zum Erliegen kommen. Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass dann die Fonds wieder kleiner werden. Ebenso die Deals«, sagt Helmut Schühsler, frisch gekürter Vorsitzender des europäischen Branchenverbandes EVCA.

An den Kapitalmärkten ginge eine solche Entwicklung nicht spurlos vorbei. »Im Vergleich zur Marktkapitalisierung der börsennotierten Unternehmen ist Private Equity ziemlich klein«, sagt zwar Matthias Calice, der beim Finanzinvestor TPG für Deutschland zuständig ist. Aber der Einfluss dieser Firmenkäufer ist größer, als es die Zahlen vermuten lassen. Schon weil Finanzinvestoren zum vielleicht wichtigsten Antrieb der Aktienmärkte geworden sind: 2006 zeichneten sie dem Informationsdienstdienstleister Thomson Financial zufolge für 22 Prozent aller Übernahmen weltweit verantwortlich. In diesem Jahr betrug ihr Anteil in den USA und in Großbritannien sogar mehr als 35 Prozent.

Männer wie Stephen Schwarzman von Blackstone oder David Bonderman von TPG gelten als Avantgarde der Finanzwelt. Sie zeigen, was geht – und was nicht. Eine Krise der Branche und der von ihr geführten Unternehmen würde sich auf die Bewertungen vieler Konzerne auswirken und die Aktienmärkte erschüttern.

Während sich bei Bankern Unruhe breitmacht und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann vor einer allzu laxen Kreditvergabe warnt, sehen viele Finanzinvestoren keinen Anlass zur Sorge. »Wir achten sehr darauf, das Risiko nach Geografie und Branchen zu streuen«, sagt Matthias Calice von TPG. Man habe ein Auge auf die Unternehmen, heißt es in der Branche, man rede mit den Banken und berücksichtige in der Planung, dass die Firmen in ein paar Jahren niedriger bewertet werden könnten.

Einen echten »Stresstest«, warnen die Fachleute der Europäischen Zentralbank, habe das System noch nicht erlebt. Sanierungsexperten wie AlixPartners rechnen jedenfalls mit einer »Welle von Kreditausfällen«. Besorgniserregend ist auch, dass bei der Frage nach der Verantwortung für das gestiegene Risiko die Banken auf die Finanzinvestoren, die Finanzinvestoren auf die Banken und beide zusammen auf die Hedgefonds zeigen.

Wiederholt sich Finanzgeschichte? Auch im Boom Ende der Achtziger finanzierte Private Equity die Übernahme zahlloser Konzerne. Damals geschah das nicht mit Krediten, sondern mit sogenannten Ramschanleihen. Der spektakulärste Deal war der Kauf von RJR Nabisco für rund 30 Milliarden Dollar 1989 – ein Rekord, der zum Menetekel geriet. Immer waghalsiger wurden damals die Deals: PIK-Anleihen, die nicht bedient werden mussten, kamen in Mode, Banken sprangen mit Brückenfinanzierungen ein – wie heute.

Es bedurfte nicht viel, dem Ganzen ein Ende zu setzen: 1989 ging der amerikanische Einzelhandelskonzern Campeau in die Knie. Andere Firmen folgten. Geplante Deals platzten. Der Markt für Ramschanleihen und Übernahmen trocknete binnen weniger Monate aus. Viele Unternehmen mussten mit ihren Gläubigern härteste Einschnitte verabreden. »Die Folgen für die Wirtschaft waren, gelinde gesagt, unerfreulich«, schreibt die OECD in einer aktuellen Studie über Private Equity. Die Experten der Industrieländerorganisation halten es für dringlich, »das Risiko größerer Kreditausfälle in diesem Stadium des Zyklus zu reduzieren«.

Eine berechtigte Warnung: Die Folgen eines Absturzes wären viel dramatischer als beim Crash von 1989/90. Denn die Fonds sind ungleich größer, ihre Deals weitreichender.

»Jeder Zyklus, ob positiv oder negativ, dreht sich irgendwann. Die Frage ist nur: wann?«, sagt der Verbandsvorsitzende Helmut Schühsler. Er glaubt eher an eine weiche Landung. Ein Investmentbanker sagt: »Noch ist die völlige Irrationalität nicht erreicht. Noch halten sich die Spesenausgaben im Rahmen, noch werden Leute nicht mit riesigen Gehaltspaketen von der Konkurrenz abgeworben.« Finanzinvestor Albrecht ist weit skeptischer: »Jede Welle, die hochschlägt, fällt auch wieder zusammen. Und was wir derzeit erleben, ist schon eher ein Tsunami.«
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Beitrag478/503, 28.07.07, 23:47:23 
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http://www.markt-daten.de/Chartbook/margin-debts.htm

whistle
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Beitrag477/503, 29.07.07, 00:00:35 
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http://www.markt-daten.de/Chartbook/immobilien.htm
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Beitrag476/503, 29.07.07, 00:04:46 
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Aktien

Ist die Bewertung anhand des KGV noch zeitgemäß?

Von Daniel Mohr, Frankfurt



12. Januar 2007
Die Aktien der deutschen Kapitalgesellschaften sind teurer, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Das Verhältnis des Kurses zum Gewinn je Aktie (KGV) als Bewertungsmaßstab für Aktien ist nämlich derzeit gar nicht so günstig wie angenommen.

Dies ergab eine Studie der Privatbank Sal. Oppenheim und der Ruhr-Universität Bochum. Demnach führen die geänderten Rechnungslegungsvorschriften nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) meist zu einem deutlich höheren ausgewiesenen Gewinn, ohne dass sich die Ertragskraft des Unternehmens entsprechend verbessert hat.


Seit dem Jahr 2003 haben sich die Aktienkurse im Deutschen Aktienindex Dax ebenso wie die ausgewiesenen Gewinne verdreifacht. Damit ist das Verhältnis von Kurs zu Gewinn unverändert günstig bei 13 geblieben. Die tatsächliche Ertragslage hat sich jedoch weit weniger gut entwickelt als die ausgewiesene. Die Differenz ist auf geänderte Rechnungslegungsvorschriften - vom Handelsgesetzbuch (HGB) zum internationalen Standard IFRS - zurückzuführen. Diese müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen seit dem Jahr 2005 anwenden.

Neue Vorschriften geben den Unternehmen viele Wahlfreiheiten

„Es gab für die Unternehmen die einmalige Chance, ihre Geschichte neu zu schreiben“, sagt Bernhard Pellens, Professor für Internationale Unternehmensrechnung an der Ruhr-Universität Bochum. So hätten die neuen Vorschriften den Unternehmen viele Wahlfreiheiten bei der Bilanzierung gelassen. Dies sei von den Gesellschaften mehrheitlich dazu genutzt worden, ihre Vermögenswerte niedriger anzusetzen.


„Damit muss in der Zukunft weniger Vermögen abgeschrieben werden und die ausgewiesenen Gewinne steigen“, sagt Pellens. Außerdem müssen die Abschreibungen auf den Unternehmenswert (Goodwill) nicht mehr planmäßig vorgenommen werden, sondern es wird von Zeit zu Zeit überprüft, ob eine Abschreibung bei dieser mit hoher Unsicherheit behafteten Größe in der Bilanz nötig ist. „In guten Jahren wird somit kaum mehr abgeschrieben und die Gewinne werden hoch ausgewiesen, und in schlechten Jahren muss dann mitunter kräftig abgeschrieben werden“, sagt Pellens.

Tatsächliche Wert wird verwässert

Die derzeitige Phase sehr positiver Gewinnentwicklungen werde damit ihrer Höhe nach übertrieben und halte zudem länger an, als es in früheren Gewinnzyklen stets der Fall war. Spiegelbildlich sei im Abschwung mit stärker und länger fallenden ausgewiesenen Gewinnen zu rechnen.


Bei der Bewertung von Aktien sollte der Anleger dies stets berücksichtigen. Das KGV als gängige Messzahl zur Bewertung von Aktien beruht nur auf den ausgewiesenen Gewinnen. Ein Unternehmen scheint daher weiterhin günstig bewertet, wenn sich der Aktienkurs und der ausgewiesene Gewinn zugleich verdoppelt haben.

Ob die Gesellschaft die höhere Bewertung am Kapitalmarkt aber tatsächlich wert ist, wird verwässert, wenn der Einfluss durch die Rechnungslegung groß ist. „Wir gehen davon aus, dass die ausgewiesenen Gewinne bei den Dax-Unternehmen um 15 Prozent überzeichnet sind“, sagt Ralf Zimmermann, Aktienstratege bei Sal. Oppenheim. Das KGV liege dann nicht mehr bei günstigen 13, sondern bei 15. Im Bereich der Nebenwerte sei die Überzeichnung der Gewinne noch höher.

„Es ist fraglich, ob die Bewertung von Aktien anhand des KGV noch zeitgemäß ist“


„Es ist daher fraglich, ob die derzeitige Bewertung von Aktien anhand des KGV noch zeitgemäß ist“, sagt Dieter Pfundt, Mitinhaber von Sal. Oppenheim. Neben dem KGV lohne vielmehr ein Blick auf den operativen Cashflow. Diese Größe beschreibt, wie viele Mittel einem Unternehmen aus seiner operativen Geschäftstätigkeit tatsächlich zufließen. Der Vergleich in der Entwicklung zeigt, dass sich die ausgewiesenen Gewinne von der tatsächlichen Ertragskraft aus der Geschäftstätigkeit abgekoppelt haben (siehe Grafik).

Die Entwicklung der Aktienkurse hat sich an den ausgewiesenen Gewinnen orientiert. „Das heißt aber nicht, dass wir deswegen für die Zukunft des Aktienmarktes schwarz sehen“, sagt Pfundt. „Gerade deutsche Aktien sind im Verhältnis zu anderen Märkten immer noch günstig bewertet.“ Es lohne aber der Blick auf Unternehmen, die aus ihrer Geschäftstätigkeit besonders viele Mittelzuflüsse haben, also einen hohen operativen Cashflow aufweisen. Der Studie zufolge seien dies im Dax Continental und im M-Dax Salzgitter und K+S.


Die Überzeichnung der Änderungen von Unternehmensgewinnen werde in Zukunft möglicherweise noch stärker, sagt Wissenschaftler Pellens. „Das Ziel ist es, in zehn Jahren Vergleichbarkeit zwischen den Unternehmen und innerhalb der eigenen Unternehmensbilanzen herzustellen.“ Bis dahin sei noch mit erheblichen Verwerfungen zu rechnen, die ausgewiesene Gewinne und KGV unabhängig von der tatsächlichen Ertragskraft des Unternehmens verändern.

F.A.Z.
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Beitrag475/503, 30.07.07, 15:11:11 
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Politischer Börsenboom in Istanbul

Montag, 30. Juli 2007, 13:03 Uhr
AKP-Wahlsieg

Politischer Börsenboom in Istanbul


Nicht nur vor dem Hauptquartier der Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei in Ankara wurde der Wahlsieg des türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan ausgelassen gefeiert. Am Montag nach dem Urnengang startete vor einer Woche auch an der Istanbuler [WIKI]Börse[/WIKI] ein wahres Kursfeuerwerk.


Investoren hoffen auf weitere Reformen durch Ministerpräsident Tayyip Erdogan.

ISTANBUL. Um bis zu 5,6 Prozent legte der Leitindex ISE-100 in der Spitze zu. Finanzwerte führten die Gewinnerliste an. „Das Wahlergebnis verspricht politische Stabilität und markiert einen neuen Anfang für die türkische Wirtschaft“, erklärt Serhan Cevik, Türkei-Chefvolkswirt bei Morgan Stanley den Optimismus. „Die Wähler haben ein Mandat für wirtschaftliche und institutionelle Reformen erteilt.“ Das sei „überaus positiv für den Markt“, meint auch Mehmet Ilgen, Händler bei Ata Invest in Istanbul.

Nach dem ersten Höhenflug sind die Kurse am Bosporus zwar zunächst wieder unter Abgabedruck geraten. Aktienhändler sehen in den Gewinnmitnahmen aber eine willkommene Korrektur und bleiben optimistisch. Der Istanbuler Aktienindex, der sich seit dem Amtsantritt der Regierung Erdogan Ende 2002 bereits verfünffacht hat, wird nach übereinstimmender Einschätzung auch in den kommenden Monaten weiter zulegen. Die Regierung werde ihren Kurs der marktwirtschaftlichen Öffnung und Haushaltskonsolidierung fortsetzen, meint Manfred Zourek, der bei der österreichischen Sparinvest den Fonds Espa Stock Istanbul managt. „Für die makroökonomische Entwicklung sollte das für die kommenden Jahre weiterhin starke Wachstumsraten und rückläufige Inflationsraten bedeuten – alles in allem ein positives Umfeld für den Aktienmarkt.“


Obwohl der ISE-100 seit Jahresbeginn bereits um 37 Prozent zugelegt hat, hält Zourek den Markt nicht für überteuert, denn die Unternehmensgewinne entwickeln sich ebenfalls positiv. Auf Basis der Gewinnschätzungen der kommenden zwölf Monate liege das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des Gesamtmarktes derzeit bei etwa elf bis zwölf. Damit seien türkische Aktien günstiger bewertet als ungarische, polnische oder tschechische.

Zwar könnte die nun Mitte August anstehende Kür eines neuen Staatspräsidenten den innenpolitischen Konflikt neu aufbrechen lassen, der im Frühjahr bereits zu den vorgezogenen Parlamentswahlen führte. Die meisten Beobachter erwarten aber allenfalls eine vorübergehende Verunsicherung der Märkte. Positive Impulse könnte dagegen schon bald die Zentralbank geben: Nachdem die türkischen Währungshüter den Leitzins im vergangenen Jahr auf 17,5 Prozent hochschraubten, erwarten Analysten angesichts rückläufiger Inflationszahlen nun eine Lockerung der Geldpolitik. Cevik von Morgan Stanley rechnet damit, dass die Notenbank den Leitzins bis Jahresende um 75 Basispunkte senkt. Dies könnte vor allem die bisher eher schleppende Binnennachfrage nach langlebigen Konsumgütern ankurbeln. Morgan Stanley hat deshalb die Wirtschaftswachstumsprognose für 2007 von 5,6 auf sechs Prozent heraufgesetzt. Für 2008 rechnet die Bank gar mit einem Plus von 8,5 Prozent statt bisher veranschlagter 7,2 Prozent.

Von künftigen Zinssenkungen dürften vor allem die bereits bisher favorisierten Finanztitel profitieren. Die Deutsche Bank stufte jüngst die Geldinstitute Garanti, Isbank und Yapi Kredi sowie den Versicherer Aksigorta als „Kauf“ ein. Das Institut empfiehlt zudem Aktien der beiden größten türkischen Konglomerate Koc und Sabanci, des Autoproduzenten Tofas und des Hausgeräteherstellers Vestel.

Deutsche Anleger stehen beim Kauf türkischer Aktien allerdings vor großen Hürden. Seit Anfang 2006 werden die Papiere nicht mehr an deutschen Börsen gehandelt.

Wer direkt an der Istanbuler Börse kaufen will, benötigt eine türkische Steuernummer – ein langwieriges und kostspieliges Verfahren. Besser bedient sind Kleinanleger mit türkischen Aktienfonds. Auch viele Osteuropa-Fonds mischen türkische Aktien bei. Twisted Evil



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Beitrag474/503, 30.07.07, 18:33:54 
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http://www.welt.de/wirtschaft/artic....plodieren_die_Preise.html

28. Juli 2007, 18:02 Uhr
Prognose
Am Mittwoch explodieren die Preise


Schnell den Kühlschrank füllen: Am Dienstag laufen die alten Verträge zwischen den Molkereien und dem Handel aus.

Dann werden Milch, Butter, Quark und andere Milchprodukte deutlich teurer - um bis zu 50 Prozent. Die Deutschen werden sich an das neue Preisniveau gewöhnen müssen.

Die Preise für Milchprodukte werden in der kommenden Woche um bis zu 50 Prozent steigen.

Darauf weist die Zentrale Markt-und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) hin
, die sich auf die Marktbeobachtung der Branche konzentriert. „Es wird einen Preisruck geben, wie ihn Deutschland noch nicht erlebt hat“, sagte Erhard Richarts von der ZMP den „Ruhr Nachrichten".


Nach Angaben des Milchindustrie-Verbandes (MVI) kostet ein Päckchen Butter dann beispielsweise 1,19 Euro statt bisher 79 Cent. Der Quark werde 40 Prozent teurer, der Liter Milch 5 bis 10 Cent. „Die Butter ist auf einem 20-Jahrespreishoch“, stellte die Export- Union für Milchprodukte erst kürzlich fest.

Das zweitgrößte deutsche milchverarbeitende Unternehmen, die Humana Milchunion, kündigte bereits drastische Preiserhöhungen für Milch und Milchprodukte an. Ein Päckchen Butter werde um etwa 40 Cent teurer, Schnittkäse um bis zu 50 Cent pro Packung, teilte Humana in Everswinkel mit. Auch bei Joghurt und Quark sei mit Preiserhöhungen zu rechnen.

Als Hauptgrund führte das Unternehmen die Rohstoffknappheit auf dem Weltmarkt an. Dürreperioden in Australien und Ozeanien hätten zu einem starken Rückgang der dortigen Milchproduktion geführt. „Wir rechnen nicht damit, dass sich die Situation auf dem Weltmarkt und damit die Preise in Kürze entspannen werden“, sagte Albert Große Frie, Geschäftsführender Vorstand von Humana.


Nach Angben des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) müssen sich die Verbraucher an die hohen Lebensmittelpreise gewöhnen. Nicht allein Faktoren wie Tierseuchen und Missernten seien diesmal für die Preissteigerungen verantwortlich. „Die Nachfrage aufstrebender Länder wie China und Indien sowie der Boom bei Biokraftstoffen treiben die Preise vieler Rohstoffe nach oben“, sagte der RWI-Konjunkturexperte Torsten Schmidt. „Das bekommen jetzt auch die deutschen Verbraucher zu spüren.“ Aus Sicht von Hubertus Pellengahr vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) wird auf lange Sicht jedoch der starke Wettbewerb die Verbraucher vor höheren Preisen schützen.

Kaufen die Chinesen / Inder / Aussi jetzt auch schon Milch & Quark & Käse aus Europa, die Begründungen für Preissteigerungen werden ja immer bekloppter ... Twisted Evil

In den 27 EU-Ländern gibt es rund 1,8 Millionen Betriebe, in denen Milchkühe gehalten werden. Die Produktion von Milcherzeugnissen liegt bei 132 Millionen Tonnen pro Jahr. Deutschland ist mit 27,3 Millionen Tonnen der größte Milchproduzent in der EU, gefolgt von Frankreich mit 23,3 Millionen Tonnen. Grundsätzlich gilt, dass in den nördlichen EU-Staaten – vor allem aus klimatischen Gründen – mehr Milch produziert wird als in den südlichen.

13,8 Prozent des gesamten EU-Agrarproduktion entfallen auf die Milchproduktion. Gut 31 Prozent der in der EU hergestellten Milch werden als Frischmilch vermarktet, etwa 37 Prozent werden zu Käse und 16 Prozent zu Butter verarbeitet. Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande stellen mehr als 75 Prozent des gesamten Käses in der EU her.
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