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Deutsche Bank: Das sagen Trader über die Milliardenstrafe

Montag, 26.09.2016, 11:27 Uhr

Die Deutsche Bank AG hat es momentan nicht leicht. Bereits vor einigen Monaten wurden Umstrukturierungspläne und Massenentlassungen angekündigt. Trotz guter Wirtschaftslage im Euroraum und wachsendem Asien-Geschäft schafft es Deutschlands größtes Institut nicht, sich nachhaltig von der Bankenkrise zu erholen. Der Kurs der DB-Aktien verlor seit Beginn des Jahres die Hälfte an Wert. Die Deutsche Bank wurde somit von Mitbewerbern wie Barclays, UBS und Unicredit überholt.

Schon seit Jahren stehen Konsolidierungsgerüchte im Raum. Einige Analysten sind der Meinung, dass eine Fusion zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank der deutschen Bankenlandschaft guttun würde. Die zwei größten Institute des Landes wären unter diesem Umstand besser für den internationalen Wettbewerb gerüstet.
Anscheinend gab es in der Vergangenheit bereits derartige Gespräche, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Laut Personen die mit der Materie vertraut sind, wurden die Gespräche auf Eis gelegt bis jede der Banken ihre internen Reorganisationsprozesse abgeschlossen hat.

Diese Fusionsphantasien trieben die Kurse beider Institute in den letzten Monaten jedoch nicht hinauf, im Gegenteil. Am Freitag, den 16.9.2016 kam für die Deutsche Bank dann der Schock. Ein US-Gericht brummte der Bank eine Strafe von $14 Mrd. auf und zwar für Fehlverhalten bei der US-amerikanischen Subprime-Krise von 2008. der Hintergrund dieses Urteils sind Hypothekenportfolios, die seit 2005 von der Deutschen Bank zu Anleihen zusammengefasst und als strukturierte Produkte vertrieben wurden.

Der Kurs der Bank brach nach Bekanntwerden dieses Urteils ein, als der Handel eröffnet wurde. Die Aktie stürzte am Freitag den 16.9. 2016 von EUR 13,10 auf EUR 11,99 ab.



Bis jetzt blieb eine leichte Kurserholung die nach solchen Situationen typisch ist aus, doch Trader und Analysten sehen in dieser Situation natürlich einige Möglichkeiten.

Börsenreporterin Cornelia Frey berichtet, dass der Kurssturz der Deutschen Bank nicht nur den gesamten DAX hinunter zog, sondern auch andere Bankenwerte ins Wanken brachte. Sie weist darauf hin, dass sie Höhe der $14 Mrd.-Strafe für das Geldinstitut problematisch ist, da die aktuelle Marktkapitalisierung lediglich $16,5 Mrd. beträgt.

Der Analyst Andrew Stimpson von Merrill Lynch stufte die Aktien der Deutschen Bank auf “Underperform” ein, und meinte, dass die Strafe höher ausgefallen sei, als erwartet. Das Kursziel setzte er bei EUR 11 an, also unter dem aktuellen Preisniveau. Credit Suisse und Société Générale zogen mit und stuften den Titel ebenfalls auf “Underperform”. Goldman Sachs belässt die Aktien auf “Neutral” und die Commerzbank stuft ihren Konkurrenten mit “Hold” ein.
Die Analysten sind sich über zwei Dinge einig und zwar erstens, dass die Höhe der Strafe noch Verhandlungssache ist und am Ende des Tages wohl viel niedriger ausfallen wird, sowie dass eine Kapitalerhöhung bis zu EUR 10 Mrd. sehr wahrscheinlich ist.
Manch Analysten machen sich ebenfalls um die Stellung der Deutschen Bank und die weltweite Finanzmarktstabilität Sorgen. Sollte es dazu kommen, dass die DB nachrangige Anleihen wie sogenannte CoCo-Bonds nicht mehr bedienen kann, dann könnte dies auch andere Banken in Mitleidenschaft ziehen.

Auf Twitter wird die Deutsche Bank gleich als “Prügelknabe” bezeichnet und Beobachter wittern einen Racheakt der USA an einem europäischen Institut.



Für manche Kommentatoren ist die Kapitalerhöhung unausweichlich und gilt bereits als sicher und auch hier wird die Gefahr für die Finanzmärkte diskutiert.



Kurzfristig orientierte Trader auf Copy Trading Plattformen haben die Aktie der Deutschen Bank auch sehr genau im Auge. Hier spekulieren einige Marktteilnehmer auf einen weiteren Verfall des Kurses der Deutschen Bank und somit auch des DAX. Sie legen den Fokus daher auf Wertpapiere die sich in Krisenzeiten bewähren, wie z.B. Gold und Silber.



Manch der Trader sehen sogar das Risiko eines Kollapses des Geldinstituts. Im Durchschnitt glauben die Social Trader jedoch an eine Erholung des Kurses. 87% der Trades in dem Titel sind nämlich aktuell Long-Positionen.

Zusammenfassend kann man aus den aktuellen Marktkommentaren schließen, dass der Deutsche Bank noch unruhige Zeiten bevorstehen und eine Kapitalerhöhung erwartet wird. Der Kurs der Aktie bleibt also einigen Risiken ausgesetzt.

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