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Gregor Kuhn (Bernstein Bank) - Kolumnen

Technische Analyse Dax – Leitindex angezählt

Montag, 12.02.2018, 16:11 Uhr

dax-12022018.JPG12.02.2018 – 15:50 Uhr: Nach dem fulminanten Ausverkauf zeigt der deutsche Leitindex nun erste Stabilisierungsversuche. Einer ersten technisch bedingten Gegenbewegung folgte zwar postwendend der abermalige Abverkauf. Mit einem stattlichen Hammer deutet der Leitindex nun aber an, ein zumindest vorläufiges Tief ausgetestet zu haben. Darauf weist auch das in diesem Bereich markiert Umschlags- respektive Umsatzhoch hin. Ob wir es hier tatsächlich bereits mit einer Bodenbildung zu tun haben bleibt allerdings abzuwarten.

Dynamik und Ausmaß des erfolgten Abwärtsrutsches waren jedenfalls bemerkenswert. Eine Konsolidierungsphase, auch eine ausgeprägtere Korrekturbewegung, stellen angesichts der nicht enden wollenden Rekordjagd an den internationalen Aktienmärkten und der seit Jahresanfang zu beobachtenden Trendbeschleunigung gen Norden keine Überraschung dar. Die Geschwindigkeit und Intensität des erfolgten Kursrutsches allerdings schon.

Binnen kürzester Zeit wurden signifikante Support-Zonen der Reihe nach zu den Akten gelegt. Diverse horizontale Unterstützungen, Fibonacci-Retracements und zudem die 50- und vor allem die 200-Tageslinie wurden förmlich überrannt. Damit hat der Dax einen aus charttechnischer Perspektive gewaltigen Schuss vor den Bug bekommen. Im Falle einer neuerlichen Verkaufswelle finden sich vor diesem Hintergrund Kursziele bei 11.850 Punkten (Verlaufstief aus August 2017) und 11.550 Punkten (Langfristiger Aufwärtstrend). Spätestens letzteren gilt es unbedingt zu verteidigen, um nicht auch das große Bild ins Wanken zu bringen.

Auf der anderen Seite dürfte nach der massiven Druckphase nun einiges Potential für eine Aufwärtskonsolidierung vorhanden sein. Zuvor als Unterstützung fungierende Preis-Levels repräsentieren dann betreffenden Widerstandsregionen. In diesem Szenario wäre der bei rund 12.750 Punkten verlaufende, gleitende 200-Tage-Durchschnitt (MA200) die erste Anlaufstelle. Darauf folgt dann die Unterseite der von Anfang Oktober bis Anfang Februar 2017 dominierenden Trading Range bei knapp 12.900 Zählern.

Tägliche Kommentare zum Marktgeschehen sowie technische Analysen zu einzelnen Basiswerten sind erhältlich unter: https://www.bernstein-bank.com/de/research

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Gregor Kuhn

Gregor Kuhn, Head of PR & Research - Bernstein Bank
Gregor Kuhn leitet die Ressorts Public Relations, Research und Education der in München ansässigen Bernstein Bank. Seit über 12 Jahren im Finanzsektor und Wertpapiergeschäft tätig, zeichnet sich der Diplombetriebswirt und zertifizierte Eurex-Händler u.a. durch seine Kompetenz in den Bereichen Marktanalyse, Brokerage und Trading börsennotierter Finanzinstrumente aus.

Über die Bernstein Bank
Die Bernstein Bank ist eine deutsche Privatbank mit Geschäftssitz an der Maximilianstraße in München. Das Kerngeschäft beinhaltet das Capital Markets Brokerage mit Fokus auf den Handel von Devisen sowie Finanzderivaten auf Aktien, Indizes und Rohstoffe. Neben der Regulierung durch die BaFin als deutsches Kreditinstitut verfügt das Unternehmen zusätzlich in allen 28 EU-Ländern über die betreffenden Lizenzen zur Erbringung von Bank- und Finanzdienstleistungen. Zudem besitzt die Wertpapierhandelsbank als einziges reguliertes Institut in Deutschland eine eigene aktive Lizenz zum Betrieb der ‚MetaTrader 4‘ Servertechnologie. In diesem Kontext offeriert die Bernstein Bank international Finanzdienstleistungen für private und institutionelle Investoren. Weitere Informationen unter: www.bernstein-bank.com/de

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