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Struppek Research & Trading

Newsletter Oktober 2020 - Herbstwind, Herbstwind...fröhlicher Gesell

Montag, 26.10.2020, 14:30 Uhr

Fallen die Blätter, dann fallen die Kurse…

Es ist Herbst geworden in Deutschland. Der Blick auf die Uhr verrät: „Wir haben wieder Winterzeit – für viele ja die „einzig wahre“ Zeit.“ Der Blick aus dem Fenster lässt keine Zweifel aufkommen, der Sommer ist vorbei – wir müssen uns nun wieder auf dunklere, nassere und kältere Tage einstellen.

Schaut man auf die Kurstafeln an den Börsen drängt sich ebenfalls der Eindruck auf, als läge die beste aller Börsenwelten bereits hinter uns. Zwar konnten insbesondere die US-Aktienmärkte in den vergangenen Wochen noch einmal Boden gut machen und ihre Allzeithochs ansteuern, doch der Schwung der jüngsten Rally ebbt langsam ab. So haben beispielsweise alle drei wichtigen US-Aktien-indizes (Dow Jones, S&P 500 sowie Nasdaq 100) knapp unterhalb ihrer September-Hochs wieder gen Süden gedreht.

Aus technischer Sicht ist dies ein erstes Warnsignal. Denn angesichts stolzer Bewertungen in einigen Bereichen - vor allem bei den zuletzt hochgejubelten Technologie-Aktien - lässt die ungezügelte Kauflust, die wir nach dem Corona-Crash und während der Sommermonate gesehen haben, inzwischen spürbar nach.

Gestützt werden die Märkte derzeit noch durch die Hoffnung auf ein weiteres Corona-Hilfspaket in den USA. Denn steigende Corona-Neuinfektionszahlen und schwindende Hoffnungen auf einen baldigen Impfstoff gegen das Virus schüren mittlerweile wieder Befürchtungen, der durch die Pandemie ausgelöste Wirtschaftsabschwung könne nun doch länger andauern als zunächst befürchtet.

Doch die Hoffnung auf ein Konjunkturpaket noch vor den Ergebnissen der Präsident-schaftswahlen in den USA dürfte mehr und mehr schwinden. Immerhin ist nur noch eine gute Woche Zeit bis zum Wahltermin. Dass sich Demokraten und Republikaner nun im Eilver-fahren auf neue Wirtschaftshilfen einigen, ist in etwa so realistisch, wie „Weiße Weihnachten“ in Mitteleuropa - nicht unmöglich, aber zumeist nur ein schöner Wunsch.

Somit rückt mehr und mehr die US-Wahl in den Fokus der Aufmerksamkeit. Derzeit sieht es so aus, als könnte Joe Biden das Rennen machen und die Demokraten im besten Fall nicht nur den neuen Präsidenten stellen, sondern auch beide Häuser in Washington (Senat und Repräsentantenhaus) mehrheitlich kontrollieren. Doch ob dies so kommt und was die Börse aus einem solchen Ergebnis macht, lässt sich nur schwer vorhersagen. Klar ist wohl: beide Kandidaten wollen und werden mit neuen Stützungsmaßnahmen der schwächelnden Konjunktur unter die Arme greifen. Bekommt eine Partei die Mehrheit beider Häuser, lassen sich neue Gesetze natürlich leichter umsetzen. Allerdings hat der amtierende Präsident bereits im Vorfeld der Wahlen angekündigt, seinen Platz im Weißen Haus im Falle einer Niederlage nicht ohne Weiteres räumen zu wollen. Hier bleibt somit viel Spielraum für potentielle Überraschungen am Wahltag und den Tagen – möglicherweise Wochen – danach.

Anders als in den USA scheint die „Gute Laune Zeit“ beim DAX schon seit längerem vorbei. Der deutsche Leitindex bewegt sich seit dem Frühsommer nämlich in einer ausgedehnt-en und trendlosen Seitwärtsphase.
Aus technischer Sicht ist hier eine Top-Bildung (Rounding Top) inzwischen immer deutlicher erkennbar, wenngleich diese - Stand heute - noch auf den finalen Abschluss wartet.
Bislang pendelt der DAX im großen Bild seit Juni zwischen - grob gesagt - 12.000 Punkten auf der Unterseite und etwa 13.300 Punkten auf der Oberseite hin und her. Erst ein nachhaltiger Aus-bruch aus dieser Range würde prozyklisches Handeln erforderlich machen.

Wie kann es also weiter gehen?
Die Sorge vor neuen Lockdowns, ein unklarer Ausgang der US-Wahl und ein Markt, der offensichtlich extrem stark auf weitere fiskal- und geldpolitische Stimuli angewiesen ist – die Risiken nach unten erscheinen mir höher als die Chancen nach oben. Vor allem der DAX macht einen mehr als angeschlagenen Eindruck. Gefährlich auch: bislang wurde jeder noch so kleine Rücksetzer schnell wieder hoch gekauft – genug „billiges“ Geld ist ja weiterhin vorhanden. Doch sollte sich nun die Meinung durchsetzen, dass ein möglicher Aufschwung doch länger auf sich warten lässt, ist das Rückschlagspotential an den Märkten (Stichwort: Realitätsabgleich) entsprechend hoch. Ein heißer Herbst steht uns bevor.


Was ist also zu tun?
Trader nutzen den Anlauf an die untere Begrenzung der Seitwärtsrange beim DAX für vorsichtige Käufe und spielen den Seitwärts-trend weiter. Sie sind aber auch schnell wieder „raus“ sollten die Unterstützungen nicht halten. Für Anleger ist die Gemengelage derzeit zu unsicher. Long-Positionen sollten mit Stopps knapp unterhalb der 12k-Marke abgesichert werden. Fällt der Markt nachhaltig unter dieses Level, schaltet die Börsenampel zunächst einmal auf Rot. Nächste Haltepunkte wären dann 11.500 und 11.000 Punkte.

Rückschau Tradingidee

Volltreffer beim letzten „Trade des Monats“!
TUI long in der Nähe der Unterstützung war nicht die schlechteste Idee….
Die für 3,35 Euro eingesammelten Stücke konnten nach nur sechs Handelstagen für 3,93 Euro verkauft werden. Sogar mein angepeiltes Kursziel bei glatt 4 Euro wurde im Zuge der Rally erreicht. Für das Depot verbleibt ein Kursplus von 0,58 Euro oder gut 17 Prozent.

Continental AG – Short am Widerstand

Die Aktie der Continental AG hat ihre Kursverluste während des Corona-Crashs inzwischen beinahe komplett aufgeholt. Doch bei Kursen oberhalb der 100-Euro-Marke trifft die Conti-Rally nun auf einen hartnäckigen Widerstand. Bereits im Juli drehte der Kurs des Automobilzulieferers knapp oberhalb der 100-Euro-Marke gen Süden.

Auch während der letzten Wochen ging dem Aktienkurs in diesem Bereich die Puste aus. Nach einer Kursverdopplung seit dem Crash-Tief und einem Kursanstieg von gut 22 Prozent seit rund einem Monat scheint nun hier die Zeit für Gewinnmitnahmen gekommen zu sein.

In der Nähe des Widerstandsbereichs der 100 Euro-Marke versuche ich einen Short-Trade bei Conti. In einem ersten Rutsch dürfte hier zunächst die 200-Tage-Linie (aktuell bei etwa 94,50 Euro) angepeilt werden. Sehen wir demnächst „Panik-Tage“ an den Märkten, dürfte auch die 90-Euro-Marke in den Blick geraten.

Zieht der Titel wider Erwarten an, begrenzt ein Stopp oberhalb des letzten Hochs mein Risiko. Klettert die Conti-Aktie per Xetra-Schluss über die Marke von 104 Euro, lasse ich mich ausstoppen und beende den Trade.

kolumenteam-Struppek-Research-Trading

Thomas Struppek ist Trader, freiberuflicher Referent, Autor und Analyst und hat 20 Jahre Handelserfahrung. Seine Karriere startete er als gelernter Bankkaufmann. Er war langjähriger Mitarbeiter im Handelsbereich bei verschiedenen Brokerfirmen und Banken. Seit 2011 ist er freiberuflicher Autor für den Verlag Fuchsbriefe in Berlin. Seit 2012 bietet er zudem regelmäßige Livetrading-Webinare bei Termintrader.com und schreibt als freier Autor für verschiedene Fachpublikationen, unter anderem auch für das Derivate Magazin und den Verlag Fuchsbriefe.

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