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Struppek Research & Trading

Marktgedanken September 2021 - Wie stürmisch wird der Herbst?

Freitag, 10.09.2021, 15:53 Uhr

„Herbstwind, Herbstwind – fröhlicher Gesell...“

Die Tage werden wieder kürzer, leicht bunte Blätter fallen langsam von den Bäumen...zwar vermag die Sonne den Sommer noch einmal zu verlängern, doch des Nachts ist es bereits wieder kühl. Das meteorologische Bild wird zunehmend klarer: Es wird Herbst in Deutschland.

An den Börsen zeichnet sich ein möglicher Stimmungsumschwung noch nicht so ohne Weiteres ab. Anfang des Monats erreichten vor allem die US-Aktienindizes erneut frische Allzeithochs. Doch seit wenigen Tagen scheint die Luft für neue Rekordnotierungen auch jenseits des Atlantiks dünner zu werden. Erneut sind es Tapering-Sorgen, also die Furcht vor einer schneller als bislang erwarteten strafferen Geldpolitik, die die Kauflaune an Wall Street bremsen.

Ein erstes Achtungszeichen sendet der Dow Jones. Der medial am stärksten beachtete US-Aktienindex erreichte sein bisheriges Allzeithoch bereits Mitte August bei 35.631 Zählern. Seit dem dümpelt der Dow seitwärts – in dieser Woche rutschte der Leitindex per Tagesschlusskurs sogar erstmals seit Mitte Juli unter seinen 50-Tage-Durchschnitt.
Aus technischer Sicht ist dies ein erstes Warnsignal. Allerdings ist der Dow aufgrund seiner kompakten Aufstellung – gerade einmal 30 Titel – wohl kaum repräsentativ.

Der marktbreits S&P 500 Index sowie der Technologie-Index Nasdaq 100 konnten seit Mitte August noch einmal deutlich Boden gut machen – hier ist der Rallymodus weiterhin uneingeschränkt intakt. Allerdings haben sich beide Indizes inzwischen weit von ihrer 200-Tage-Linie, dem langfristig markantem Durchschnitt, entfernt. Der S&P 500 notiert aktuell gut zehn Prozent über dem 200er GD; beim Nasdaq 100 beträgt der Abstand rund 13 Prozent.

Auffälliger ist der Konsolidierungskurs beim DAX. Der deutsche Leitindex steckt ja bereits gefühlt seit einer halben Ewigkeit in einer vergleichsweise überschaubaren Seitwärts-spanne fest. Hier bekommt man fast den Eindruck: egal was die anderen Märkte (vor allem die Leitbörse USA) machen, den DAX interessiert es nicht die Bohne. Denn trotz tendenziell weiter steigender US-Börsen liegt hierzulande spätestens um 16.000 DAX-Punkten ein schwerer Deckel drauf.

So richtig rutschen will der DAX jedoch auch noch nicht. Zwar ging es hierzulande in dieser Woche ebenfalls unter die 50-Tage-Linie, doch ein Rücksetzer knapp unterhalb von 15.500 Indexpunkten nutzen Schnäppchenjäger direkt wieder zum Einstieg. Kein Wunder, denn solange die Zinsen niedrig sind und die Notenbanken sämtliche Brandherde mit Billiggeld „löschen“, lockt natürlich jeder noch so kleine Kursrücksetzer zum Einstieg.

Doch Apropos Zinsen… Diese ziehen inzwischen wieder etwas an. So markierte der Bund-Future sein bisherigen Hoch bereits Anfang August bei 174,72 Punkten und ist seit dem in Richtung Süden unterwegs. Auch die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere zieht seit Anfang August wieder an. Von rund 1,16 Prozent inzwischen auf 1,32 Prozent – zwar noch alles „pille-palle“, aber zumindest beachtenswert. Und während in den USA weiterhin die Diskussion darüber läuft, wann die Fed mit dem Zurückfahren der Anleihekäufe beginnt, kündigt die Europäische Zentralbank bereits an, ihre Wertpapierkäufe im Rahmen des PEPP-Programms zu verringern.

Was gibt es sonst noch? Ach ja, China reguliert weiter munter seinen Tech-Sektor und möchte nun darüber bestimmen, wie lange chinesische Kids vor der „Daddel-Kiste“ sitzen. Gaming-Aktien kommen daraufhin unter Beschuss. Und dann gibt es da auch noch den chinesischen Bauträger Evergrande. Beim zweitgrößten Immobilienkonzern Chinas spitzt sich die finanzielle Lage immer weiter zu. Hier und da ist bereits von einer Pleite die Rede – doch vermutlich ist das Unternehmen „too big to fail“ und wird irgendwie gerettet werden….

Wie kann es also weiter gehen? Die Luft nach oben wird spürbar dünner. Zumindest ein herbstliches „Durchatmen“ ist angesichts der hohen Bewertungen und vor dem Hintergrund steigender Zinsen angesagt. Der DAX macht dabei einen stärker angeschlagenen Eindruck als die US-Börsen. Eine Korrektur bis etwa 15.000 Punkte ist im Frühherbst durchaus drin.

Was ist also zu tun? Bestehende Longpositionen sollten mit einem Stopp-Kurs unterhalb des Wochentiefs (ca. 15.450 Punkte) abgesichert werden. Neue prozyklische Käufe erst ab einem nachhaltigen Ausbruch auf der Oberseite (aka über der 16k-Marke).

Rückschau Tradingidee
Hin und her und letztlich wenig erfolgreich verlief meine Tradingidee des Monats Juli (adidas short). Bereits nach drei Handelstagen wurde mein, zugegeben recht enger Stopp, per Tagesschlusskurs getriggert - ich habe mich am Folgetag zum ersten Kurs aus dem Trade verabschiedet. Wermutstropfen dabei – kaum raus, ging es in die richtige Richtung….
Es bleibt ein Verlust von rund 2,5 Prozent nach vier Handelstagen.

Sartorius AG Stämme – short in der Fahnenstange

Die Stammaktie der Sartorius AG zieht gerade wie an der Schnur gen Norden (to da moon ;-) ). Handfeste gründe dafür gibt es keine. Zwar wird der Labor und Prozesstechnologie-Anbieter ab dem 20. September im deutschen Leitindex DAX vertreten sein, doch hierbei geht es um die Vorzugsaktie – nicht die Stammaktie.

Sartorius Stämme sind mega markteng. Gerade einmal rund sieben Prozent aller Papiere befinden sich in Streubesitz. Hier reichen also bereits ein paar „mittelgroße“ Orders, um den Kurs in die eine oder andere Richtung zu bewegen.

Wer da gerade auch immer Sartorius-Stammaktien kauft und warum – ich stelle mich mal auf die Gegenseite und nutze diese Übertreibungsphase für einen Leerverkauf. Ich shorte die Aktie bei Kursen um 785 Euro mit einem Kursziel Richtung der 700-Euro-Marke – im besten Fall darunter...

Klettert der Titel erneut auf frische Hochs, ziehe ich bei Kursen ab 834 Euro die Reißleine und lasse mich ausstoppen. Denn in diesem Fall dürfte die Sartorius-Party weiter gehen und das kann sie dann gerne ohne mich.


kolumenteam-Struppek-Research-Trading

Thomas Struppek ist Trader, freiberuflicher Referent, Autor und Analyst und hat 20 Jahre Handelserfahrung. Seine Karriere startete er als gelernter Bankkaufmann. Er war langjähriger Mitarbeiter im Handelsbereich bei verschiedenen Brokerfirmen und Banken. Seit 2011 ist er freiberuflicher Autor für den Verlag Fuchsbriefe in Berlin. Seit 2012 bietet er zudem regelmäßige Livetrading-Webinare bei Termintrader.com und schreibt als freier Autor für verschiedene Fachpublikationen, unter anderem auch für das Derivate Magazin und den Verlag Fuchsbriefe.

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