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Wochenausblick von LynxBroker

Wochenausblick LYNX Broker KW 24/2018 Dürr AG

Montag, 11.06.2018, 10:00 Uhr

Das Highlight der neuen Börsenwoche wird zunächst der Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch sein. Die EZB folgt dann am Donnerstag mit der Bekanntgabe ihres Leitzinses. Diese Notenbankentscheidungen werden maßgeblichen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Märkte haben. Als weitere wichtige Events sind noch das Treffen von Donald Trump und Kim Jong Un, sowie der Hexensabbat an der Eurex zu nennen. Als Aktie der Woche wird der MDAX-Konzern Dürr vorgestellt.

Jetzt online lesen unter: https://www.lynxbroker.de/analysen/wochenausblick


Unser Ausblick auf die Fundamentaldaten

DAX vor EZB-Zinsentscheid und Hexensabbat volatil – Fed-Zinsentscheid steht vor der Tür

Der Deutsche Aktienindex setzte seine volatile Handelsphase in den letzten Tagen fort. In großen Schritten nähert man sich der EZB-Sitzung am kommenden Donnerstag und tags darauf dem großen Verfallstag (Hexensabbat) an der Terminbörse Eurex. Einen mitunter weit höheren Einfluss auf die weitere Marktentwicklung wird aber der FOMC-Zinsentscheid am kommenden Mittwoch haben. Der US-Terminmarkt an der CME preist derweil mit einer 91,3%igen Wahrscheinlichkeit eine Zinsanhebung um 0,25 Prozent auf ein neues Zinsband von 1,75 bis 2,00 Prozent ein. Mit einem steigenden Zins stellt sich dann auch bald die Frage nach der Rentabilität von Engagements am Aktienmarkt.

Der Deutsche Aktienindex beendete den Xetra-Handel am Donnerstag mit einem Minus von 0,15 Prozent bei 12.811,05 Punkten. Das Rekordhoch liegt bei 13.596,89 Punkten. Das Handelsvolumen betrug rund 3,439 Mrd. Euro. Der XDAX notierte um 22:15 Uhr mit 12.719,17 Punkten und der FDAX schloss an der EUREX mit 12.717,00 Punkten. Der Dow Jones beendete den Handel mit 25.241,41 Punkten und die Rekordmarke liegt bei 26.616,71 Punkten. Der NASDAQ 100 notierte zum Handelsschluss bei 7.152,83 Punkten und neue Rekordstand beträgt 7.212,45 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 schloss mit 2.770,37 Punkten und der Rekordstand liegt bei 2.872,87 Punkten. Der Euro notierte nach US-Börsenschluss bei 1,1801 US-Dollar. Eine Feinunze Gold war am Spotmarkt für 1.297,08 US-Dollar zu haben und Rohöl der Nordseesorte Brent kostete zum US-Handelsschluss im August-Kontrakt 77,32 US-Dollar das Fass. Der Euro-Bund-Future im September-Kontrakt schloss am Donnerstag an der EUREX mit 160,19 Zählern. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen liegt aktuell bei 0,48 Prozent. Der Spread zwischen zehnjährigen deutschen Bunds und zehnjährigen US-Staatsanleihen (2,93 Prozent Rendite) liegt derzeit bei 245 Basispunkten. Die Bundesfinanzagentur begibt am Montag, den 11. Juni 2018 im Rahmen einer Neuemission Geldmarktinstrumente (Bubill) mit einer sechsmonatigen Laufzeit und mit einem Volumen von 3,0 Mrd. EUR, sowie im Rahmen einer Aufstockung Kapitalmarktinstrumente (Bund) mit einer zehnjährigen Laufzeit und einem Volumen von 2,0 Mrd. EUR.


Das Thema Handelskrieg wird an den Märkten bald eine größere Rolle spielen

„Die US-Regierung hat mit den Strafzöllen die Büchse der Pandora geöffnet“, so Dirk Friczewsky, Finanzanalyst für LYNX Broker. „Die Handelskriegsthematik könnte zu einem schwarzen Schwan heranwachsen“, erläutert Friczewsky weiter.


Duerr treibt Diversifizierung voran – Zukauf im Umwelttechnikgeschäft in den USA

Die Dürr AG zählt eigenen Angaben nach zu den weltweit führenden Maschinen- und Anlagenbauern. Der Konzern erzielte in 2017 rund 55 Prozent des Umsatzes mit Automobilherstellern und deren Zuliefererindustrie. Das Unternehmen bedient aber auch noch andere Branchen, wie zum Beispiel die die Maschinenbau-, Chemie-, Pharma- und auch holzverarbeitende Industrie. Letzterer Bereich kam mit der Übernahme der HOMAG Group AG im Oktober 2014 hinzu. Mit dem neuesten Zukauf des US-Unternehmens Babcock & Wilcox diversifiziert sich der Dürr-Konzern weiter, denn 55 Prozent Umsatz mit der Automobil- und Zuliefererindustrie sind mehr als nur ein „Klumpenrisiko“.

Der Dürr-Konzern weist fünf Segmente auf. Diese Bereiche sind „Paint and Final Assembly Systems“ (z.B. Lackieranlagen und Endmontagesysteme) , „Application Technology“ (z.B. Klebetechnik und Nahtabdichtungstechnik) „Clean Technology Systems“ (z.B. Abluftreinigungsanlagen und Energieeffizienztechnik), „Measuring and Process Systems“ (Auswucht-, Befüll-, Montage- und Prüftechnik) und „Woodworking Machinery and Systems“ (Maschinen und Anlagen für die Holzverarbeitung). Der Konzern verfügt über 92 Standorte in 31 Ländern. Die Dürr AG wird von CEO Dr. Ralf W. Dieter geleitet und hat ihren Sitz im baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen.

Details zur Aktie

Die Dürr-Aktie hatte am 04. Januar 1990 ihren ersten Handelstag. Das Grundkapital beträgt rund 88,6 Mio. EUR und insgesamt sind 34.601.040 Aktien ausstehend. Die Wertpapiere sind unter anderem in den MDAX und in den Stoxx600 mit einbezogen. Die Inhaber-Stammaktien haben das Handelssymbol „DUE“. Die Nachhaltigkeit eines Investments in Dürr-Wertpapiere könnte fundamental optimal zu begründen sein. Der langfristige Blick in die Dividendenhistorie zeigt nämlich die enorme Steigerung in den letzten Jahren nach der Finanzkrise. Im Jahr 2009 fiel die Dividende aus, in 2010 lag sie dann bei 0,15 EUR und bereits in 2014 hatte sie sich mehr als verzehnfacht. Die Aktionäre freut es sicherlich. Zu den wichtigsten Ankeraktionären gehört die Hein Dürr GmbH mit 25,3 Prozent und die Heinz und Heide Dürr Stiftung mit 3,5 Prozent. Die restlichen 71,2 Prozent verteilen sich auf institutionelle und auch private Investoren. Die wichtigsten institutionellen Anleger sind AXA mit 5,1 Prozent, Goldman Sachs mit 4,7 Prozent, Deutsche Bank mit 4,7 Prozent, MainFirst mit 4,7 Prozent, Morgan Stanley mit 4,0 Prozent, Alecta Pensionsförsäkring mit 3,2 Prozent und BlackRock mit 3,09 Prozent. Die Vorstände der Dürr AG halten derzeit 0,2 Prozent der Aktien, die Aufsichtsratsmitglieder 0,1 Prozent der Aktien.

In den letzten fünf Jahren konnte das Wertpapier knapp 80 Prozent an Wert zulegen, während der MDAX rund 94 Prozent hinzugewinnen konnte. Trotz der respektablen Performance sind die Dürr-Papiere also ein Underperformer. Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 3,22 Mrd. EUR. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 120,55 EUR im Hoch und 80,82 EUR im Tief.

Aktuelle Analysen

Die Analysten von Baader Bank, Bankhaus Lampe, Bank of America Merrill Lynch, Berenberg, Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank, Equinet, Goldman Sachs, Hauck & Aufhäuser, HSBC, Kepler Cheuvreux, LBBW, MainFirst, M.M.Warburg, Metzler, NordLB, Oddo BHF, Société Générale und UBS haben seit Jahresbeginn Analysen zur Aktie von Duerr angefertigt. Von den 20 Analysen lag das höchste Kursziel bei 130,00 EUR (Berenberg vom 06. Februar 2018) und das niedrigste Kursziel bei 75,00 EUR (Deutsche Bank vom 23. Januar 2018). Das Durchschnittskursziel der 20 Analysen liegt bei 108,10 EUR. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 93,18 EUR aus dem Xetra-Handel.

Fundamentaldaten 2017

Bei der Duerr AG wird jeweils zum 31.12. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Der Umsatz lag für das Geschäftsjahr 2017 bei 3,7154 Mrd. EUR, das EBIT bei 289,6 Mio. EUR und das EBT bei 269,9 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss wurde mit 194,4 Mio. EUR testiert. Der Gewinn je Aktie lag bei 5,62 EUR. Der Konzern kehrte eine Dividende in Höhe von 2,20 EUR aus. Die Ausschüttungssumme lag somit bei 80,70 Mio. EUR. Die Gesellschaft wies für 2017 liquide Mittel in Höhe von 659,9 Mio. EUR aus. Die Verbindlichkeiten wurden mit 2,5081 Mrd. EUR angegeben. Das gezeichnete Kapital lag bei 88,6 Mio. EUR und die Eigenkapitalquote wurde mit 26,5 Prozent ausgewiesen. Das Eigenkapital lag bei 889,1 Mio. EUR. Die Bilanzsumme lag bei 3,4 Mrd. EUR. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 14.974 Mitarbeiter.

Bilanzprognosen für 2018 und 2019

Die Umsätze könnten in 2018 3,82 Mrd. EUR und in 2019 3,97 Mrd. EUR betragen. Das EBITDA könnte in 2018 bei 370,48 Mio. EUR und in 2019 bei 404,55 Mio. EUR eintreffen, das EBIT wird für 2018 mit 289,03 Mio. EUR und für 2019 mit 324,0 Mio. EUR prognostiziert. Der Gewinn je Aktie käme gemäß der Schätzung in 2018 auf 5,57 EUR und in 2019 auf 6,21 EUR. Die Dividende könnte sich in 2018 bei 2,20 EUR und in 2019 bei 2,40 EUR befinden. Für das Jahr 2018 könnte ein Cashflow je Aktie von 7,09 EUR und in 2019 von 9,18 EUR testiert werden. Das Nettovermögen je Aktie könnte in 2018 bei 29,45 EUR und in 2019 bei 33,38 EUR liegen. Der Nettogeldbestand in Höhe von 154,01 Mio. EUR in 2018 könnte sich in 2019 auf rund 298,06 Mio. EUR ausweiten (Übernahme von Babcock & Wilcox noch nicht mit einbezogen).

Aktuelle Konsensschätzungen für 2018

Die Konsensschätzungen vom 24. April 2018 für das Geschäftsjahr 2018 prognostizieren einen Gesamtumsatz von 3,820 Mrd. (3,981 Mrd.) EUR. Das EBIT wird bei 298,0 Mio. (327,0 Mio.) EUR, das Ergebnis vor Steuern bei 190,0 Mio. (215,0 Mio.) EUR, das Ergebnis je Aktie bei 5,68 (6,22) EUR und die Dividende bei 2,27 (2,40) EUR gesehen. (Werte in Klammern für 2019).

Termine

Die Duerr AG präsentiert am 09. August 2018 den Halbjahresfinanzbericht des Geschäftsjahres 2018 und am 08. November 2018 die Zwischenmitteilung über die ersten neun Monate des Jahres 2018.

Daten: ISIN: DE0005565204 – Symbol: DUE – Währung: Euro (EUR)


Unser charttechnischer Ausblick – Schafft der DAX die Aufholjagt?

DAX-Future (Kontrakt 06-18)

In der vergangenen Handelswoche konnte sich der Deutsche Aktienindex (DAX) für keine eindeutige Trendrichtung entscheiden und so boten sich Möglichkeiten für gewinnbringende Trades auf der Long- wie auf der Shortseite. Da der Widerstandsbereich von 12.900 nicht nennenswert überschritten werden konnte, sackte der Markt in der zweiten Wochenhälfte erneut auf die Unterstützung von 12.600 Punkten ab  – erholte sich bis zum Wochenschlusskurs jedoch wieder bis zum Stand von rund 12.700 Punkten.  Der Bereich von 12.600 bis hinauf auf 12.900 bildet jetzt eine leichte Seitwärtszone, die zunächst einmal dauerhaft verlassen werden sollte, bevor wirkungsvolle Trendhandlungen erfolgen können. Etwas aggressiver kämen – wie bereits in der letzten Handelswoche - Käufe oberhalb von 12.740 in Frage, dabei sollten die Ziele jedoch etwas konservativer gewählt werden. Sackt der Markt erneut unter 12.740 ab, rückt die Abwärtsseite gegebenenfalls wieder mehr in den Vordergrund und die Unterstützung von 12.500 könnte realistisch erreicht werden. Sollte der Widerstand von 12.850 überschritten werden, wäre der Widerstand von 13.000 ein denkbares Ziel für Käufe.

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EUR.USD

Der EUR/USD konnte in den vergangenen Handelstagen wie angenommen an Wert zulegen und markierte am Donnerstag ein Wochenhoch im Bereich 1,1840. Von dort setzte eine leichte Korrektur ein, die einen Wochenschluss im Bereich 1,1770 ermöglichte – etwa 70 Pips höher als der Vorwochenschlusskurs. Teilweise waren kurzfristig relativ starke Aufwärtsbewegungen zu verzeichnen. Oberhalb von 1,1700 könnte sich die laufende Erholung fortsetzen. Dies lässt Kurse in Richtung 1,1900 durchaus realistisch erscheinen. Käufe sind aus aktueller Sicht also denkbar. Sollte das Währungspaar jedoch erneut unter 1,1700 fallen, würde die Abwärtsseite wieder schnell in den Fokus rücken und Verkäufe in Richtung 1,1550 wären – mit dem Kerntrend im Rücken – ebenfalls denkbar.

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Bund-Future (Kontrakt 06-18)

In der vergangenen Handelswoche konnte der Bund-Future das Unterstützungsniveau von 160,75 nur kurz halten. Am Mittwoch und Donnerstag sackt er stärker ab und testete die Unterstützung 159,50. Am Freitag konnte die Wochenschwäche dann relativiert werden und der Markt markierte den Wochenschlusskurs nahe dem wichtigen Bereich um die Marke von 160,50. Wie angenommen kam es auch in der letzten Handelswoche zu einer erhöhten Volatilität. Grundsätzlich käme oberhalb von 160,50 die Aufwärtsseite erneut ins Spiel, da aus charttechnischer Sicht die Reaktion an dem Unterstützungsniveau von 159,50 eventuell beständiger sein könnte. Käufe in Richtung 161,75 wären somit durchaus eine Option. Sollte der Markt jedoch erneut Schwäche zeigen und unter 159,50 rutschen, wären weitere Schritte nach unten denkbar, wodurch auch Shortüberlegungen eine realistische Gewinnchance bieten könnten.

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S&P-Future (Kontrakt 06-18)

Der S&P Future konnte den angedachten Ausbruch über 2.737,50 vollziehen und setzte somit seine Aufwärtsreise sauber fort. Das gesetzte Wochenziel von 2.786,00 wurde zwar leicht unterschritten, dennoch endete der Markt nahezu auf dem Wochenhoch im Kursbereich von rund 2.780,00. Auffallend war, dass am Freitag ein kurzes Abwärtsmomentum einsetzte, das jedoch komplett zurückerobert werden konnte. Die Widerstände 2.787,50 und folgend 2.800,00 sind jetzt durchaus interessante Zielbereiche, geht man von einer Weiterführung des aktuell laufenden Aufwärtstrends aus. Diese sollte aus charttechnischen Gesichtspunkten realistisch sein. Käufe oberhalb von 2.750,00 sind somit mögliche Optionen. Auch ein Rutsch unter 2.750,00 würde den Aufwärtstrend nicht grundlegend beenden, etwas Vorsicht wäre dann jedoch angeraten. Erst ein Absacken unter 2.737,50 wäre für Käufe leicht kontraproduktiv und eine situativ neue Analyse wäre anzuraten.

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Aktie: Duerr AG (EUR)

Mit dem Blick auf den kurzfristigen Monatschart der Duerr-Aktie zeigt sich eine leichte Aufwärtstendenz, die Mitte Mai im Bereich von rund 84,00 Euro startete. Innerhalb von wenigen Handelstagen konnte der Wert den Kursbereich von gut 96,00 erreichen, konsolidierte folgend jedoch etwas stärker bis auf rund 86,00 Euro. Von dort stieg der Wert erneut in Richtung des 96-Euro-Bereichs und endete zum Wochenschluss an der Marke von 93,00 Euro. Jetzt ist durchaus denkbar, dass die vorherrschende Stärke weiterhin Bestand haben könnte und Käufe oberhalb von 90,00 Euro ein interessantes Potenzial innehaben könnten. Neue Bewegungshochs wären definitiv realistische Ziele, wobei sich der nächste wichtige Widerstandsbereich knapp unter der Marke von 100,00 Euro befindet. Erst ein nachhaltiger Rutsch unter 90,00 Euro käme Kaufüberlegungen etwas in die Quere und sollte zunächst zu Zurückhaltung führen.

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