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home » Börsenforum » Trading / Investments / Wirtschafts- und Börsenthemen » Brexit - Pro & Contra
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Beitrag29/29, 10.07.19, 13:40:28  | Brexit - Pro & Contra
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Brexit - Pro & Contra
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Elfman
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Beitrag28/29, 10.07.19, 14:56:12 
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1) Woher soll das Geld kommen? Investition + Steuerkürzungen???
Von der Brexitdividende was immer das auch ist? Ich dachte die geht in den Healthcare Sektor? Soll es sich "selber finanzieren" wie das schon in der vergangenheit nie geklappt hat?
Was hat Farage mit Johnson zu tun? Die Brexitpartei ist überhaupt nicht im Parlament vertreten?

2) Wen interessiert wo geographisch 10 km weiter diese Häfen liegen wenn es den Zollfreien Handel mit den Nachbarländern nicht mehr gibt?

weißt du, dass es Freihäfen in Deutschland gibt? Cuxhafen, Bremerhaven-
https://www.haufe.de/finance/financ....esk_PI11525_HI863736.html

3) warum muss ich als Deutscher eigentlich diese Leute gut heissen die uns mit Steuerdumping zukünftig wirtschaftlich bekämpfen wollen?

Ich würde erstmal abwarten wer gewählt wird und ob der sich halten kann und ob der einen Brexit durchbekommt. Friedrich Merz war auch schon der beste Kanzler aller Zeiten, dummerweise hat ihn seine eigene Partei dann nicht mal zum Vorsitzenden gewählt.
Inwiefern unterscheiden sich die Nachverhandlungsforderungen Johnsons von May, ausser dieser Sinnlosvorschlag GATT24?

Mastermind schrieb am 10.07.2019, 12:47 Uhr
da setzen wir dann mal dem Geheule der EU-Jammerlappen den Optimismus der Briten für ihr Land dagegen:

1) Nigel Farage, will mit einem "Brexit-Masterplan" 200 Milliarden Pfund in Großbritannien investieren, in Summe zweieinhalb mal so hoch wie der damalige Marschall-Plan nach dem zweiten Weltkrieg, auch wenn ich jetzt vermute die Kaufkraft ist nicht korrekt eingerechnet, vieles in regionale Projekte, auch um den Abstand der ländlichen Regionen und der mittleren Städte zur Entwicklung des Großraumes Londons ein wenig zu verkleinern und anzupassen und um den industriell abgehängten Norden von UK, sprich Schottland besser mitnehmen zu können bei dieser dringend nötigen Entwicklung.

2) Boris Johnson, plant massive Steuersenkungen in bisher nicht genannter Höhe, aber einhergehend mit mindestens sechs angedachten Freihäfen, wo Waren umgesetzt werden können und die KOMPLETT von der Steuer befreit sein sollen, einer davon ist bereits definitiv bekannt: Belfast. Die Titanic wurde 1910 in Belfast gebaut und mit Steuerbefreiung von dort massiv auszubauenden Docks und Werften könnte der Schiffbau und der Containertransport den Großraum Belfast massiv bevorteilen und durchaus die ganze Branche in der traditionellen Schiffbau-Stadt zu alter Größe zurückführen oder zumindest wieder in Richtung der Rolle die die Stadt diesbezüglich vor dem ersten Weltkrieg hatte. Vielleicht nicht mehr ganz so sehr im Schiffbau, dafür aber als Containerhafen, bzw. -Umschlagplatz. Die Namen der anderen von Johnson angedachten Häfen sind noch nicht gefallen, da hält er sich auch gezielt bedeckt, aber in Belfast hat er sich in einem FAQ mit Zuschauern nach seiner Rede verplappert, bzw. das anhand von Belfast erklärt. Johnson hat punktgenau erkannt, das man das finanzielle Gefälle auf der irischen Insel dadurch in den Griff bekommt steuerliche Anreize zu schaffen um zum Beispiel irischen Firmen bei Personalmangel Filialen in Nordirland zu ermöglichen, wie dies im Bereich Call-Center jetzt schon in Belfast geschieht - aber eben auch ausgeweitet auf andere Branchen. Warum wird denn in Schottland mancherorts über ein zweites Unabhängigkeitsreferendum nachgedacht um Schottland dann aus dem Vereinigten Königreich zu lösen und der EU beizutreten. Ein solches zweites Referendum wird es niemals geben. denn die Schotten werden sich die Augen reiben was steuerlich mit ihnen geschieht. Die Motivation aus UK raus und die EU reinzugehen, kann nur sein weil die Leute glauben das es ihnen dann in Sachen Handel, Arbeitsplätze und generell finanziell besser geht. Nach entsprechenden Zinssenkungen und Neuansiedlung von Industrie und Arbeitsplätzen ist dies komplett obsolet. Mit derart massiven Steuersenkungen treibt er nicht nur den Wohlstand der Mittelschicht und der Arbeiter hoch, er eint auch das Land und schweiß UK wieder zusammen. Auch vor diesem Hintergrund, gehe ich davon aus das bei den fünft von Johnson noch nicht geouteten angedachten Freihäfen, eben um die schottische Wirtschaft anzukurbeln, mal mindestens Glasgow (wie Belfast für den Handel Richtung USA/Kanada) und Aberdeen dabei sind (für den Handel in die andere Richtung, mindestens mal Skandinavien) So etwa würde ich das planen, müsste ich sechs Häfen aussuchen für das gigantische Projekt. Mit Edinburgh einen dritten schottischen Hafen denke ich nicht, eher dürfte wegen genereller Strukturschwäche und ebenso großer historischer Seefahrtsgeschichte auch das englische Liverpool dabei sein. Da es ja auch zwischen den einzelnen Ländern bissle ausgewogen sein muss, könnte auch der Hafen von Cardiff dabei sein.

3) Jeremy Hunt, macht weniger zu diskutierende Ausnahmen (weil ja in der Johnson-Lösung dann sofort die Bürgermeister der nicht zum Freihafen erklärten Hafenstädte diskutieren werden warum ihre Stadt nicht dabei ist), bügelt aber gedanklich bereits komplett über ganz Großbritannien einen neuen Unternehmenssteuersatz von 12,5% (dem aktuell in Irland geltenden Niveau) drüber (aktuell 19%) und gibt schon jetzt wo immer eine Kamera auftaucht bekannt: "Great Britain could be the next Silicon Valley of the world." Ab und an ist er bissle schlaftablettig in seiner Art, auch im direkten Vergleich Johnson gegenüber, aber von den Aussagen steht er visionär den anderen beiden in kaum etwas nach. Er spricht nur langsamer und manchmal muss man ihn anschubsen damit er nicht einschläft beim sprechen. Make "Great Britain great again"wohin man schaut.

Mit den Problemen deutscher Politiker (Gendertoiletten, Mittelmeer-Seenot, Häuserenteignungen, Dieselgate, CO2-Besteuerung) und dem verfluchten Gejammer der EU-Marionetten nach dem Brexit würde in Großbritannien die Welt still stehen und das Klopapier knapp werden kann man das nicht vergleichen.

Wäre ich heute zwanzig Jahre jünger, keine Kinder und nichts, dann würde ich nach aktuellem Gedankenstand exakt dort zur Besiedelung aufschlagen: allen voran Belfast, Glasgow, Edinburgh, vielleicht Liverpool. Auf jeden Fall aber raus aus der sich selbst immer sozialistischer entwickelnden und so jede Marktwirtschaft bremsenden EU.

Jetzt wurde es doch etwas länger, sorry, aber ich hoffe es hilft jemandem was.

Katastrophe!
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Beitrag27/29, 10.07.19, 16:50:18 
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Mal ein konkretes Beispiel:

On the 23rd of October 2017 it was announced that WiggleCRC had bought a German competitor and market no.2, Bike 24 for a reported £100m.[25][26] Not only would this give WiggleCRC access to German suppliers but it created a potential ‘Brexit hedge'.

https://en.wikipedia.org/wiki/Wiggle_Ltd

Bedeutet für mich aber auch es werden in Dreden&Umgebung Arbeitsplätze entstehen, wenn dann alles was jetzt noch über England läuft nach Deutschland wandert.
Pfund im Moment ja noch "unterbewertet" entsprechend bestellt nach dem Brexit dort niemand mehr. Kopf kratzen
Alles unter Annahme harter Brexit, sprich waren müssen verzollt werden.
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Beitrag26/29, 10.07.19, 17:25:14 
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Wie gesagt, die Fragen habe ich jetzt erstmals gesehen hier. Gerne antworte ich hier nochmal.

Man muss bei der Berichterstattung über Boris Johnson klar die völlig blödsinnige einseitige Berichterstattung unterscheiden die im Spiegel und in der Süddeutschen steht und dem was man aus der britischen Presse und Öffentlichkeit erfährt. In Deutschland berichten die gleichen Kreise die auch rund um die Uhr gegen Trump und Putin feuern, Boris Johnson hätte in GB vor Gericht gestanden weil er bezüglich der auf dem Bus genannten Zahl 350 Millionen Pfund, die GB in die EU zahlen würde wöchentlich, VORSÄTZLICH GELOGEN hätte. So die deutsche Berichterstattung. Fakt ist: die Anhörung darüber dauerte in London keine 5 Minuten und die Richterin hat die Klage abgeschmettert. Am Wochenende wurde er auf einem der Wahlkampfauftritte von einer Zuschauerin am Mikrofon genau damit angesprochen. Die Antwort war sinngemäß: "Sollten wir so eine Aktien (wie mit dem Bus) nochmal machen, dann müssen wir nächstes Mal einen größeren Bus nehmen, denn wir haben das noch mal nachgerechnet, die Zahl ist deutlich größer, sie geht fast in Richtung 420 Millionen Euro. Jetzt drehe ich den Spieß um und sage: wenn das was der Spiegel und die Süddeutsche schreiben, also journalistisch irgendwie faktenbasiert wäre: warum ist es dann in GB völlig irrelevant und er liegt weit vor Jeremy Hunt? Ein bissle erinnert das an Fussballspiele in denen der Verteidiger zu langsam für den tänzelnden Dribbelkönig ist, es wird einfach stur nach dem Mann anstelle nach dem Ball getreten. Auch das ein bekanntes Muster, wenn es mit den Fakten nicht reicht. ich glaube also gerne das ausgerechnet ich von nichts eine Ahnung habe, Spiegel und Süddeutsche haben recht, aber dann ist halt meine Frage; woher kommt die Unterstützung für Johnson im eigenen Land? Er legt dort aktuell einen Besuchsmarathon hin es ihn außer von Trump seit Jahrzehnten nicht mehr gab. Johnson postet beinahe Tag für Tag auf Facebook Videos wo er war, wer ihn unterstützt, was er vor hat. Die können alle irren, die können alle im Gegensatz zu Herrn Augstein keine Ahnung haben, aber warum fällt das auf der Insel niemandem auf?

Ein anderes Perception Gap besteht in den 39 Milliarden Euro die sich die EU für den Fall des GB-Austrittes erdacht hat. Diese sind nirgendwo vertraglich festgelegt. Farage sagte vom ersten Tag an diese Summe sei Blödsinn, er würde sie nicht zahlen. Die ersten Kommentare Johnsons zu dieser Zeit weiß ich jetzt nicht mehr im Detail. Auf jeden Fall aber hat Farage den Ball still gehalten und Theresa May nicht reingequatscht, weil man davon ausging das es ein Agreement gibt und man sich so auf irgendwas einigen könnte das eben dann tatsächlich auch einen wie auch immer zu beziffernden Wert für GB hätte. Die Verhandlungsbasis Johnsons nun wird eine ganz andere sein. Johnson sagt klar: GAR NICHTS steht Euch zu (andere Quellen sprechen von gerechtfertigten 9 Milliarden statt 39) und wenn Euch nichts zusteht, dann verlassen wir die EU mit einem No-Deal und dann seht ihr auch kein Geld. Oder ihr wollt Geld, nämlich besagte 39 Milliarden, dann schnürt und jetzt mal ein Maßnahmenpaket das ihr dafür anbieten könnt. Im Falle eines No-Deal-Brexit, der trotz aller Vorbereitungen hier und da Probleme bereiten wird, sind diese 39 Milliarden ja schon mal im dann auf dem Tisch stehenden Subventionstopf, wobei schon bei Johnsons Wahlkampfauftritt in Belfast erklärt wurde die Agrarindustrie, also Fleisch und Milchexport betreffend, würde von Tag 1 an aus diesem Topf unterstützt bis anderweitige Deals (z.B. mit USA/Kanada/Commonwealth) geschlossen sind. Auch wenn man ja offiziell noch keine Verträge unterschreiben darf, aber in Vorbereitung ist genug. Alleine Trump will seine Handelsumsätze mit GB verdreifachen. Und natürlich schafft man so eine Art "Koalition der Willigen" und auf einmal treiben nun Nationen Handel miteinander, auch auf Vermittlung der USA, die sich so eigentlich zuvor noch gar nicht.

Wir alle unterschätzen maßlos wie angesehen United Kingdom in der Welt ist, die abzuschließenden Deals werden nach dem Brexit sehr schnell gehen - ob sie finanziell alles von jetzt auf gleich auffangen können, bzw. wie lange man braucht dazu, bleibt abzuwarten. So hat zum Beispiel Australien gerade 12 Kriegsschiffe bestellt an denen halb Schottland bauen wird, Großbritannien ist ja nicht irgendwie isoliert in der Welt.

Mittelfristig soll natürlich auch Geld ins NHS (national Healthcare System), aber da war ja kein Hard-Brexit im Gespräch, da wird schon das eine oder andere drunter und drüber gehen zu Anfang. Wo der Rest des Geldes herkommt? Weder Hunt, noch Johnson können mit dem Finger schnippen was gemacht wird, die müssen das hübsch im Parlament vortragen und um Stimmen zur Unterstützung bitten, die Finanzierung werden sie da dann natürlich auch offen legen müssen, da geht es denen dort nicht anders als bei uns den Grünen mit all ihren Ideen.

Zum Home-Bias: ich sehe das schmerzfrei, ich hege da keinen Groll weil ein anderes Land eine Politik treibt die mit der Nichtfokussierung der deutschen Regierung auf wirtschaftliche Entwicklungen kollidiert. Daran müssen wir uns ob der Verwürfnisse in der EU gewöhnen, die Länder werden alle schauen Deals für die eigene Bevölkerung zu machen. Ein Land nach dem anderen. Der "Wir retten die Welt" Gedanke der Bundesregierung findet immer weniger Mitstreiter, das wird sich so bemerkbar machen. Im Falle eines Abschwunges noch mehr als jetzt schon.

Es gab den Hinweis das natürlich Farage nicht im Parlament sitzt, aber die Formulierung von Farage war "Ich kann Johnsons größter Freund sein (wenn der Brexit pünktlich kommt) oder auch sein größter Feind" (wenn er rumeiert wie May). Farage/Johnson/Hunt sind sich einig das der Brexit sofort kommen muss, auch da man keine Lust hat bei einem Platzen des Euro noch zu irgendwelchen Zahlungen an die EU verbrummt zu werden. Große Teile der Conservative-Wähler sind zu Farage übergelaufen bei der EU-Wahl. Johnson weiß somit was es geschlagen hat, sollte Farage mit seiner Partei auch bei den nächsten Wahlen in GB antreten. Diese Wähler zurückzuholen hat Johnson bei einem Brexit zum 31.10. gute Karten, wenn nicht weiß man nicht wo das hinführt mit Farages neuer Partei.

Zuletzt: das der Ziemiak-Kuhhandel AKK statt Merz den CDU-Vorsitz gebracht hat, ist in der tat übel. Allerdings erkennen weite Teile nun ja auch wo der Unterschied ist fachlich. Will AKK ihren Laden zusammen halten, macht sie Merz trotzdem zum Kanzlerkandidaten, macht sie das nicht fliegt ihr die CDU in Teilen um die Ohren. Die innerparteiliche Lage mit den Tories ist nicht zu vergleichen.

Ein letztes Bonbon übrigens noch: Johnson weigert sich strikt Auskünfte zu seinem Privatleben zu geben. Statt dessen dreht er immer den Bogen: "was die Leute von mir wissen wollen ist doch viel eher ..." und beginnt dann klar nach vorne zu schauen und die Vision seines Landes zu erklären. Oftmals unter tobendem Applaus, da die Leute wirklich nicht hören wollen ob er und seine Tussi sich jetzt spät Abends angebrüllt haben oder nicht. Es ist auch hier wieder medial das Treten nach dem Mann statt dem Ball, denn man kann in der deutschen Presse gerne einen auf konservativ machen, doch wie oft war Fischer verheiratet, wie oft Schröder? Gab es da ähnliche Entrüstungsstürme, ich kann mich an keine erinnern.

Die Wahl zum Premierminister gewinnt Johnson alleine dadurch, das er darauf hinweist für was Jeremy Corbyn steht: Steuererhöhungen, Sozialismus, Unterstützung von Hamas und Hisbollah (so aufgezählt bei einer der letzten Reden) und dafür das er der am weitesten links stehende Labour-Vorsitzende aller Zeiten sei und auch einer der schwächsten Gegner aller Zeiten.

Wenn einer sich in GB damit beschäftigt hat was ein Premierminister zu machen hat um das Land zu einen, die Leute mitzunehmen und den Wohlstandes anzuheben, dann Boris Johnson. Nicht zuletzt wegen seines Churchill-Buches usw. - unter Jeremy Hunts Video schrieb die Tage einer "Es ist schwer sich vorzustellen das dieser Mann (Hunt) sich überhaupt zu irgendwas und in irgendwas als "stark" erweisen könne. Ein anderer schrieb er sei eine herumeiernde Theresa May ohne Lippenstift und in Hosen. So ist halt Hunt´s menschliche Art, derart nieder machen muss man ihn nicht, zumal er sich im Bezug auf den ersten für einen amtierenden Außenminister sehr unsicheren Auftritt in Belfast, auch gesteigert hat. Trotzdem kommt er an den Applaus den Johnson für seine Gradlinigkeit und sprachliche Klarheit bekommt (noch?) nicht dran.

Es bleibt also spannend, aber bei all dem Irrsinn der uns in den nächsten Jahren hier treffen könnte (weiter erodierende Zinsmarge der Banken, wirtschaftlicher Abschwung nach Zerstörungstendenzen im Bezug auf weitere Schlüsselindustrien usw.) würde ich mich auf der anderen Kanalseite wohler fühlen. Auch finanziell.

Elfman schrieb am 10.07.2019, 14:56 Uhr
1) Woher soll das Geld kommen? Investition + Steuerkürzungen???
Von der Brexitdividende was immer das auch ist? Ich dachte die geht in den Healthcare Sektor? Soll es sich "selber finanzieren" wie das schon in der vergangenheit nie geklappt hat?
Was hat Farage mit Johnson zu tun? Die Brexitpartei ist überhaupt nicht im Parlament vertreten?

2) Wen interessiert wo geographisch 10 km weiter diese Häfen liegen wenn es den Zollfreien Handel mit den Nachbarländern nicht mehr gibt?

weißt du, dass es Freihäfen in Deutschland gibt? Cuxhafen, Bremerhaven-
https://www.haufe.de/finance/financ....esk_PI11525_HI863736.html

3) warum muss ich als Deutscher eigentlich diese Leute gut heissen die uns mit Steuerdumping zukünftig wirtschaftlich bekämpfen wollen?

Ich würde erstmal abwarten wer gewählt wird und ob der sich halten kann und ob der einen Brexit durchbekommt. Friedrich Merz war auch schon der beste Kanzler aller Zeiten, dummerweise hat ihn seine eigene Partei dann nicht mal zum Vorsitzenden gewählt.
Inwiefern unterscheiden sich die Nachverhandlungsforderungen Johnsons von May, ausser dieser Sinnlosvorschlag GATT24?

Mastermind schrieb am 10.07.2019, 12:47 Uhr
da setzen wir dann mal dem Geheule der EU-Jammerlappen den Optimismus der Briten für ihr Land dagegen:

1) Nigel Farage, will mit einem "Brexit-Masterplan" 200 Milliarden Pfund in Großbritannien investieren, in Summe zweieinhalb mal so hoch wie der damalige Marschall-Plan nach dem zweiten Weltkrieg, auch wenn ich jetzt vermute die Kaufkraft ist nicht korrekt eingerechnet, vieles in regionale Projekte, auch um den Abstand der ländlichen Regionen und der mittleren Städte zur Entwicklung des Großraumes Londons ein wenig zu verkleinern und anzupassen und um den industriell abgehängten Norden von UK, sprich Schottland besser mitnehmen zu können bei dieser dringend nötigen Entwicklung.

2) Boris Johnson, plant massive Steuersenkungen in bisher nicht genannter Höhe, aber einhergehend mit mindestens sechs angedachten Freihäfen, wo Waren umgesetzt werden können und die KOMPLETT von der Steuer befreit sein sollen, einer davon ist bereits definitiv bekannt: Belfast. Die Titanic wurde 1910 in Belfast gebaut und mit Steuerbefreiung von dort massiv auszubauenden Docks und Werften könnte der Schiffbau und der Containertransport den Großraum Belfast massiv bevorteilen und durchaus die ganze Branche in der traditionellen Schiffbau-Stadt zu alter Größe zurückführen oder zumindest wieder in Richtung der Rolle die die Stadt diesbezüglich vor dem ersten Weltkrieg hatte. Vielleicht nicht mehr ganz so sehr im Schiffbau, dafür aber als Containerhafen, bzw. -Umschlagplatz. Die Namen der anderen von Johnson angedachten Häfen sind noch nicht gefallen, da hält er sich auch gezielt bedeckt, aber in Belfast hat er sich in einem FAQ mit Zuschauern nach seiner Rede verplappert, bzw. das anhand von Belfast erklärt. Johnson hat punktgenau erkannt, das man das finanzielle Gefälle auf der irischen Insel dadurch in den Griff bekommt steuerliche Anreize zu schaffen um zum Beispiel irischen Firmen bei Personalmangel Filialen in Nordirland zu ermöglichen, wie dies im Bereich Call-Center jetzt schon in Belfast geschieht - aber eben auch ausgeweitet auf andere Branchen. Warum wird denn in Schottland mancherorts über ein zweites Unabhängigkeitsreferendum nachgedacht um Schottland dann aus dem Vereinigten Königreich zu lösen und der EU beizutreten. Ein solches zweites Referendum wird es niemals geben. denn die Schotten werden sich die Augen reiben was steuerlich mit ihnen geschieht. Die Motivation aus UK raus und die EU reinzugehen, kann nur sein weil die Leute glauben das es ihnen dann in Sachen Handel, Arbeitsplätze und generell finanziell besser geht. Nach entsprechenden Zinssenkungen und Neuansiedlung von Industrie und Arbeitsplätzen ist dies komplett obsolet. Mit derart massiven Steuersenkungen treibt er nicht nur den Wohlstand der Mittelschicht und der Arbeiter hoch, er eint auch das Land und schweiß UK wieder zusammen. Auch vor diesem Hintergrund, gehe ich davon aus das bei den fünft von Johnson noch nicht geouteten angedachten Freihäfen, eben um die schottische Wirtschaft anzukurbeln, mal mindestens Glasgow (wie Belfast für den Handel Richtung USA/Kanada) und Aberdeen dabei sind (für den Handel in die andere Richtung, mindestens mal Skandinavien) So etwa würde ich das planen, müsste ich sechs Häfen aussuchen für das gigantische Projekt. Mit Edinburgh einen dritten schottischen Hafen denke ich nicht, eher dürfte wegen genereller Strukturschwäche und ebenso großer historischer Seefahrtsgeschichte auch das englische Liverpool dabei sein. Da es ja auch zwischen den einzelnen Ländern bissle ausgewogen sein muss, könnte auch der Hafen von Cardiff dabei sein.

3) Jeremy Hunt, macht weniger zu diskutierende Ausnahmen (weil ja in der Johnson-Lösung dann sofort die Bürgermeister der nicht zum Freihafen erklärten Hafenstädte diskutieren werden warum ihre Stadt nicht dabei ist), bügelt aber gedanklich bereits komplett über ganz Großbritannien einen neuen Unternehmenssteuersatz von 12,5% (dem aktuell in Irland geltenden Niveau) drüber (aktuell 19%) und gibt schon jetzt wo immer eine Kamera auftaucht bekannt: "Great Britain could be the next Silicon Valley of the world." Ab und an ist er bissle schlaftablettig in seiner Art, auch im direkten Vergleich Johnson gegenüber, aber von den Aussagen steht er visionär den anderen beiden in kaum etwas nach. Er spricht nur langsamer und manchmal muss man ihn anschubsen damit er nicht einschläft beim sprechen. Make "Great Britain great again"wohin man schaut.

Mit den Problemen deutscher Politiker (Gendertoiletten, Mittelmeer-Seenot, Häuserenteignungen, Dieselgate, CO2-Besteuerung) und dem verfluchten Gejammer der EU-Marionetten nach dem Brexit würde in Großbritannien die Welt still stehen und das Klopapier knapp werden kann man das nicht vergleichen.

Wäre ich heute zwanzig Jahre jünger, keine Kinder und nichts, dann würde ich nach aktuellem Gedankenstand exakt dort zur Besiedelung aufschlagen: allen voran Belfast, Glasgow, Edinburgh, vielleicht Liverpool. Auf jeden Fall aber raus aus der sich selbst immer sozialistischer entwickelnden und so jede Marktwirtschaft bremsenden EU.

Jetzt wurde es doch etwas länger, sorry, aber ich hoffe es hilft jemandem was.

Hinweis nach §34 WpHG zur Begründung möglicher Interessenskonflikte: Der Verfasser von o.g. Beitrag kann Short- und/oder Long-Positionen in der/den behandelte(n) Aktie(n) halten.
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Beitrag25/29, 10.07.19, 17:29:53 
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Süddeutsche Spiegel und Qualitätsmedien wollten uns auch erklären dass nach dem Brexit die Stimmung gekippt wäre und nun eine deutliche Mehrheit für einen Verbleib wäre.
FRAGE : Warum haben die Befürworter nicht die Europawahl zu ihren Referedum für ein Bleiben gemacht. Das verstehe ich nicht. Die Briten sind weiter in Mehrheit für einen Brexit und das sollte man endlich mal zur Kenntnis nehmen .


dazu passend

Schweiz sichert Beziehung mit London für möglichen No-Deal-Brexit
10-07-2019 17:21
(Lead korrigiert: Das MoU sichert den Zugang zu Daten aus UK nicht, es hält lediglich die Absicht zur verstärkten Kooperation fest; zweiten Satz im Lead gelöscht, dritter Satz neu.)

Bern/London (awp/sda) – Die Schweiz und Grossbritannien vertiefen ihre Polizeikooperation mit einer Absichtserklärung. Bei einem No-Deal-Brexit gäbe es im Schengener Informationssystem eventuell keine Daten aus London mehr. Die Erklärung soll die Kooperation unabhängig vom Brexit stärken.

Justizministerin Karin Keller-Sutter unterzeichnete am Mittwoch in London eine entsprechende Absichtserklärung, wie das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) mitteilte. Sollte es zu einem ungeregelten Brexit kommen, wäre eine solches Memorandum of Understanding (MoU) besonders wichtig, schreibt das EJPD.

Demnach würden in diesem Fall alle Informationen der britischen Sicherheitsbehörden aus den Datenbanken der EU wie etwa dem Schengener Informationssystem (SIS) gelöscht werden. Die Daten würden damit auch der Schweiz nicht mehr zur Verfügung stehen.

Daher sei eine Stärkung alternativer Zusammenarbeitsformen und anderer Informationskanäle umso notwendiger. Mit der Erklärung soll die Kooperation auch unabhängig von einem möglichen Brexit gestärkt werden. Insbesondere in Fällen organisierter Kriminalität und Terrorismus wollen die beiden Länder noch enger zusammenarbeiten.

Der Austritt Grossbritanniens aus der EU ist bis zum 31. Oktober aufgeschoben worden. Bis dahin gelten für die Beziehungen der Schweiz mit Grossbritannien (UK) noch die bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU. Ein ungeregelter, sogenannter No-Deal-Brexit, ist nach wie vor möglich.

Zugang zu UK-Markt gesichert Justizministerin Karin Keller-Sutter unterzeichnete in London zudem ein Abkommen, das im Fall eines No-Deal-Brexits die Arbeitsmarktzulassung im jeweils anderen Land regelt. Durch einen ungeregelten Brexit wäre das Personenfreizügigkeitsabkommen nicht mehr gültig und UK-Bürgerinnen und -Bürger in der Schweiz plötzlich Bürgern von Drittstaaten gleichgestellt.

Für Arbeitnehmende aus Grossbritannien gälte dadurch das Ausländer- und Integrationsgesetz. Während einer befristeten Übergangszeit sollen daher für das Arbeiten im jeweils anderen Land erleichterte Zulassungsbedingungen gelten, um einen abrupten Wechsel abzufedern.

Britinnen und Briten erhalten für den Schweizer Arbeitsmarkt eine erleichterte Zulassung, indem die Schweiz auf die Prüfung der beruflichen Qualifikationen, des Inländervorrangs und des gesamtwirtschaftlichen Interesses verzichtet.

Arbeitsbedingungen werden weiterhin geprüft Weiterhin geprüft würden aber die Lohn- und Arbeitsbedingungen. Auch Kontingente kämen zur Anwendung: Bereits im März hatte der Bundesrat mit einer Verordnungsänderung für den Fall eines No-Deals für Grossbritannien ein separates Kontingent von 3500 Arbeitskräften geschaffen. Die Höhe und die Art der Kontingente kann der Bundesrat auch künftig eigenständig bestimmen. Dabei will er das gesamtwirtschaftliche Interesse und den Inländervorrang berücksichtigen.

Die Briten ihrerseits verpflichten sich, Schweizerinnen und Schweizern den gleichen Arbeitsmarktzugang zu gewähren. Diese können sich bis zu drei Monate lang ohne Aufenthaltsbewilligung in Grossbritannien aufhalten. Wer länger auf der Insel bleiben will, muss sich registrieren und erhält einen dreijährigen Aufenthaltstitel.

Das Abkommen tritt nur im Falle eines ungeordneten Austritts Grossbritanniens aus der EU in Kraft. Der Bundesrat hatte es bereits im April dieses Jahres genehmigt. Es wäre grundsätzlich bis am 31. Dezember 2020 befristet.


Zuletzt bearbeitet von Yesterdaypaper am 10.07.2019, 17:34, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag24/29, 10.07.19, 17:31:13 
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Es wird ganz klar Verwerfungen geben. Und das ganze Hin und Her von Ersatzteilen vorm Einbau in Fahrzeuge oder andere Waren ist ebenso nicht schön. Unterm Strich sprechen wir aber von einer Nation die beim Exerzieren vor der erwarteten Nazi-Invasion Besenstiele über der Schulter getragen haben, in der Hoffnung bevor der Feind kommt noch irgendwie ein echtes Gewehr zu bekommen. Das ist eine ganz andere Mentalität, denen braucht man mit bissle Brexit nicht zu kommen. Im schlimmsten Falle liefern die Amis was fehlt, zur Not per Luftbrücke, aber so dramatisch wird es nicht. Es konnte ja schon auch voirgeplant werden. Gerade Verschachtelungen und Tochterfirmen usw. bei den Warenbelieferungen werden aber mitunter spannend, ganz klar. In beide Richtungen. Und ja, ob die Grenzabwicklung so dolle ab Tag 1 bezweifle ich auch, aber unterm Strich wird sich alles mit gutem Willen lösen lassen. Das manch einer dann wegen vorher nicht eingeplanter Zölle sich nen anderen Großhändler für Ersatzteile oder Waren sucht ist aber auch klar.
Kerberos schrieb am 10.07.2019, 16:50 Uhr
Mal ein konkretes Beispiel:

On the 23rd of October 2017 it was announced that WiggleCRC had bought a German competitor and market no.2, Bike 24 for a reported £100m.[25][26] Not only would this give WiggleCRC access to German suppliers but it created a potential ‘Brexit hedge'.

https://en.wikipedia.org/wiki/Wiggle_Ltd

Bedeutet für mich aber auch es werden in Dreden&Umgebung Arbeitsplätze entstehen, wenn dann alles was jetzt noch über England läuft nach Deutschland wandert.
Pfund im Moment ja noch "unterbewertet" entsprechend bestellt nach dem Brexit dort niemand mehr. Kopf kratzen
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Hinweis nach §34 WpHG zur Begründung möglicher Interessenskonflikte: Der Verfasser von o.g. Beitrag kann Short- und/oder Long-Positionen in der/den behandelte(n) Aktie(n) halten.
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Beitrag23/29, 10.07.19, 18:17:48 
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Mich interessiert das nicht. Die Meinung zur Presse oder zum Privatleben, Facebookpostings, inszenierte Besuche. Alles vollkommen sekundär. Ich nehm den gar nicht für voll, ich weiß auch nicht warum jemand anders das tun sollte. Der erzählt jedem was er hören will, weil er geil drauf ist PM zu werden. Darum gehts. Ob das alles Sinn macht, ob er den Brexit liefert im Oktober oder später oder wirklich deine ökonomischen Blütenträume teilt- das ist dem alles vollkommen egal.

Was ich rauslese ist, dass es keine Finanzierung gibt, dass es zu wirtschaftlichen Verwerfungen kommt und dass er trotzdem das Blaue vom Himmel verspricht.
Die 39 Mrd sind bereits der Deal zusammen mit dem Brexitvertrag. Angefangen wurde mit 60 Mrd. Das ist Trump style einen verhandelten Deal nochmal aufzuweichen, darauf lässt sich keiner ein. Eine Lösung für Nordirland gibt es immer noch nicht. ich seh bis jetzt keine bessere Verhandlungsposition als May sie hatte.
Wenn diese Investitionen, steuerlichen Anreize und ländliche Förderung so sinnvoll sind, warum macht man das nicht jetzt? Was hat das genau mit dem Brexit zu tun? was hat der Kahlschlag der Industrie unter Thatcher mit der EU zu tun?
Und diese Deals- die Briten sind gerade in der größten Freihandelszone der Welt. Diese Idee aus der größten Freihandelszone auszusteigen um dann äh wieder eine Freihandelszone aufzubauen...

Mastermind schrieb am 10.07.2019, 17:25 Uhr
Wie gesagt, die Fragen habe ich jetzt erstmals gesehen hier. Gerne antworte ich hier nochmal.

Man muss bei der Berichterstattung über Boris Johnson klar die völlig blödsinnige einseitige Berichterstattung unterscheiden die im Spiegel und in der Süddeutschen steht und dem was man aus der britischen Presse und Öffentlichkeit erfährt. In Deutschland berichten die gleichen Kreise die auch rund um die Uhr gegen Trump und Putin feuern, Boris Johnson hätte in GB vor Gericht gestanden weil er bezüglich der auf dem Bus genannten Zahl 350 Millionen Pfund, die GB in die EU zahlen würde wöchentlich, VORSÄTZLICH GELOGEN hätte. So die deutsche Berichterstattung. Fakt ist: die Anhörung darüber dauerte in London keine 5 Minuten und die Richterin hat die Klage abgeschmettert. Am Wochenende wurde er auf einem der Wahlkampfauftritte von einer Zuschauerin am Mikrofon genau damit angesprochen. Die Antwort war sinngemäß: "Sollten wir so eine Aktien (wie mit dem Bus) nochmal machen, dann müssen wir nächstes Mal einen größeren Bus nehmen, denn wir haben das noch mal nachgerechnet, die Zahl ist deutlich größer, sie geht fast in Richtung 420 Millionen Euro. Jetzt drehe ich den Spieß um und sage: wenn das was der Spiegel und die Süddeutsche schreiben, also journalistisch irgendwie faktenbasiert wäre: warum ist es dann in GB völlig irrelevant und er liegt weit vor Jeremy Hunt? Ein bissle erinnert das an Fussballspiele in denen der Verteidiger zu langsam für den tänzelnden Dribbelkönig ist, es wird einfach stur nach dem Mann anstelle nach dem Ball getreten. Auch das ein bekanntes Muster, wenn es mit den Fakten nicht reicht. ich glaube also gerne das ausgerechnet ich von nichts eine Ahnung habe, Spiegel und Süddeutsche haben recht, aber dann ist halt meine Frage; woher kommt die Unterstützung für Johnson im eigenen Land? Er legt dort aktuell einen Besuchsmarathon hin es ihn außer von Trump seit Jahrzehnten nicht mehr gab. Johnson postet beinahe Tag für Tag auf Facebook Videos wo er war, wer ihn unterstützt, was er vor hat. Die können alle irren, die können alle im Gegensatz zu Herrn Augstein keine Ahnung haben, aber warum fällt das auf der Insel niemandem auf?

Ein anderes Perception Gap besteht in den 39 Milliarden Euro die sich die EU für den Fall des GB-Austrittes erdacht hat. Diese sind nirgendwo vertraglich festgelegt. Farage sagte vom ersten Tag an diese Summe sei Blödsinn, er würde sie nicht zahlen. Die ersten Kommentare Johnsons zu dieser Zeit weiß ich jetzt nicht mehr im Detail. Auf jeden Fall aber hat Farage den Ball still gehalten und Theresa May nicht reingequatscht, weil man davon ausging das es ein Agreement gibt und man sich so auf irgendwas einigen könnte das eben dann tatsächlich auch einen wie auch immer zu beziffernden Wert für GB hätte. Die Verhandlungsbasis Johnsons nun wird eine ganz andere sein. Johnson sagt klar: GAR NICHTS steht Euch zu (andere Quellen sprechen von gerechtfertigten 9 Milliarden statt 39) und wenn Euch nichts zusteht, dann verlassen wir die EU mit einem No-Deal und dann seht ihr auch kein Geld. Oder ihr wollt Geld, nämlich besagte 39 Milliarden, dann schnürt und jetzt mal ein Maßnahmenpaket das ihr dafür anbieten könnt. Im Falle eines No-Deal-Brexit, der trotz aller Vorbereitungen hier und da Probleme bereiten wird, sind diese 39 Milliarden ja schon mal im dann auf dem Tisch stehenden Subventionstopf, wobei schon bei Johnsons Wahlkampfauftritt in Belfast erklärt wurde die Agrarindustrie, also Fleisch und Milchexport betreffend, würde von Tag 1 an aus diesem Topf unterstützt bis anderweitige Deals (z.B. mit USA/Kanada/Commonwealth) geschlossen sind. Auch wenn man ja offiziell noch keine Verträge unterschreiben darf, aber in Vorbereitung ist genug. Alleine Trump will seine Handelsumsätze mit GB verdreifachen. Und natürlich schafft man so eine Art "Koalition der Willigen" und auf einmal treiben nun Nationen Handel miteinander, auch auf Vermittlung der USA, die sich so eigentlich zuvor noch gar nicht.

Wir alle unterschätzen maßlos wie angesehen United Kingdom in der Welt ist, die abzuschließenden Deals werden nach dem Brexit sehr schnell gehen - ob sie finanziell alles von jetzt auf gleich auffangen können, bzw. wie lange man braucht dazu, bleibt abzuwarten. So hat zum Beispiel Australien gerade 12 Kriegsschiffe bestellt an denen halb Schottland bauen wird, Großbritannien ist ja nicht irgendwie isoliert in der Welt.

Mittelfristig soll natürlich auch Geld ins NHS (national Healthcare System), aber da war ja kein Hard-Brexit im Gespräch, da wird schon das eine oder andere drunter und drüber gehen zu Anfang. Wo der Rest des Geldes herkommt? Weder Hunt, noch Johnson können mit dem Finger schnippen was gemacht wird, die müssen das hübsch im Parlament vortragen und um Stimmen zur Unterstützung bitten, die Finanzierung werden sie da dann natürlich auch offen legen müssen, da geht es denen dort nicht anders als bei uns den Grünen mit all ihren Ideen.

Zum Home-Bias: ich sehe das schmerzfrei, ich hege da keinen Groll weil ein anderes Land eine Politik treibt die mit der Nichtfokussierung der deutschen Regierung auf wirtschaftliche Entwicklungen kollidiert. Daran müssen wir uns ob der Verwürfnisse in der EU gewöhnen, die Länder werden alle schauen Deals für die eigene Bevölkerung zu machen. Ein Land nach dem anderen. Der "Wir retten die Welt" Gedanke der Bundesregierung findet immer weniger Mitstreiter, das wird sich so bemerkbar machen. Im Falle eines Abschwunges noch mehr als jetzt schon.

Es gab den Hinweis das natürlich Farage nicht im Parlament sitzt, aber die Formulierung von Farage war "Ich kann Johnsons größter Freund sein (wenn der Brexit pünktlich kommt) oder auch sein größter Feind" (wenn er rumeiert wie May). Farage/Johnson/Hunt sind sich einig das der Brexit sofort kommen muss, auch da man keine Lust hat bei einem Platzen des Euro noch zu irgendwelchen Zahlungen an die EU verbrummt zu werden. Große Teile der Conservative-Wähler sind zu Farage übergelaufen bei der EU-Wahl. Johnson weiß somit was es geschlagen hat, sollte Farage mit seiner Partei auch bei den nächsten Wahlen in GB antreten. Diese Wähler zurückzuholen hat Johnson bei einem Brexit zum 31.10. gute Karten, wenn nicht weiß man nicht wo das hinführt mit Farages neuer Partei.

Zuletzt: das der Ziemiak-Kuhhandel AKK statt Merz den CDU-Vorsitz gebracht hat, ist in der tat übel. Allerdings erkennen weite Teile nun ja auch wo der Unterschied ist fachlich. Will AKK ihren Laden zusammen halten, macht sie Merz trotzdem zum Kanzlerkandidaten, macht sie das nicht fliegt ihr die CDU in Teilen um die Ohren. Die innerparteiliche Lage mit den Tories ist nicht zu vergleichen.

Ein letztes Bonbon übrigens noch: Johnson weigert sich strikt Auskünfte zu seinem Privatleben zu geben. Statt dessen dreht er immer den Bogen: "was die Leute von mir wissen wollen ist doch viel eher ..." und beginnt dann klar nach vorne zu schauen und die Vision seines Landes zu erklären. Oftmals unter tobendem Applaus, da die Leute wirklich nicht hören wollen ob er und seine Tussi sich jetzt spät Abends angebrüllt haben oder nicht. Es ist auch hier wieder medial das Treten nach dem Mann statt dem Ball, denn man kann in der deutschen Presse gerne einen auf konservativ machen, doch wie oft war Fischer verheiratet, wie oft Schröder? Gab es da ähnliche Entrüstungsstürme, ich kann mich an keine erinnern.

Die Wahl zum Premierminister gewinnt Johnson alleine dadurch, das er darauf hinweist für was Jeremy Corbyn steht: Steuererhöhungen, Sozialismus, Unterstützung von Hamas und Hisbollah (so aufgezählt bei einer der letzten Reden) und dafür das er der am weitesten links stehende Labour-Vorsitzende aller Zeiten sei und auch einer der schwächsten Gegner aller Zeiten.

Wenn einer sich in GB damit beschäftigt hat was ein Premierminister zu machen hat um das Land zu einen, die Leute mitzunehmen und den Wohlstandes anzuheben, dann Boris Johnson. Nicht zuletzt wegen seines Churchill-Buches usw. - unter Jeremy Hunts Video schrieb die Tage einer "Es ist schwer sich vorzustellen das dieser Mann (Hunt) sich überhaupt zu irgendwas und in irgendwas als "stark" erweisen könne. Ein anderer schrieb er sei eine herumeiernde Theresa May ohne Lippenstift und in Hosen. So ist halt Hunt´s menschliche Art, derart nieder machen muss man ihn nicht, zumal er sich im Bezug auf den ersten für einen amtierenden Außenminister sehr unsicheren Auftritt in Belfast, auch gesteigert hat. Trotzdem kommt er an den Applaus den Johnson für seine Gradlinigkeit und sprachliche Klarheit bekommt (noch?) nicht dran.

Es bleibt also spannend, aber bei all dem Irrsinn der uns in den nächsten Jahren hier treffen könnte (weiter erodierende Zinsmarge der Banken, wirtschaftlicher Abschwung nach Zerstörungstendenzen im Bezug auf weitere Schlüsselindustrien usw.) würde ich mich auf der anderen Kanalseite wohler fühlen. Auch finanziell.

Elfman schrieb am 10.07.2019, 14:56 Uhr
1) Woher soll das Geld kommen? Investition + Steuerkürzungen???
Von der Brexitdividende was immer das auch ist? Ich dachte die geht in den Healthcare Sektor? Soll es sich "selber finanzieren" wie das schon in der vergangenheit nie geklappt hat?
Was hat Farage mit Johnson zu tun? Die Brexitpartei ist überhaupt nicht im Parlament vertreten?

2) Wen interessiert wo geographisch 10 km weiter diese Häfen liegen wenn es den Zollfreien Handel mit den Nachbarländern nicht mehr gibt?

weißt du, dass es Freihäfen in Deutschland gibt? Cuxhafen, Bremerhaven-
https://www.haufe.de/finance/financ....esk_PI11525_HI863736.html

3) warum muss ich als Deutscher eigentlich diese Leute gut heissen die uns mit Steuerdumping zukünftig wirtschaftlich bekämpfen wollen?

Ich würde erstmal abwarten wer gewählt wird und ob der sich halten kann und ob der einen Brexit durchbekommt. Friedrich Merz war auch schon der beste Kanzler aller Zeiten, dummerweise hat ihn seine eigene Partei dann nicht mal zum Vorsitzenden gewählt.
Inwiefern unterscheiden sich die Nachverhandlungsforderungen Johnsons von May, ausser dieser Sinnlosvorschlag GATT24?

Mastermind schrieb am 10.07.2019, 12:47 Uhr
da setzen wir dann mal dem Geheule der EU-Jammerlappen den Optimismus der Briten für ihr Land dagegen:

1) Nigel Farage, will mit einem "Brexit-Masterplan" 200 Milliarden Pfund in Großbritannien investieren, in Summe zweieinhalb mal so hoch wie der damalige Marschall-Plan nach dem zweiten Weltkrieg, auch wenn ich jetzt vermute die Kaufkraft ist nicht korrekt eingerechnet, vieles in regionale Projekte, auch um den Abstand der ländlichen Regionen und der mittleren Städte zur Entwicklung des Großraumes Londons ein wenig zu verkleinern und anzupassen und um den industriell abgehängten Norden von UK, sprich Schottland besser mitnehmen zu können bei dieser dringend nötigen Entwicklung.

2) Boris Johnson, plant massive Steuersenkungen in bisher nicht genannter Höhe, aber einhergehend mit mindestens sechs angedachten Freihäfen, wo Waren umgesetzt werden können und die KOMPLETT von der Steuer befreit sein sollen, einer davon ist bereits definitiv bekannt: Belfast. Die Titanic wurde 1910 in Belfast gebaut und mit Steuerbefreiung von dort massiv auszubauenden Docks und Werften könnte der Schiffbau und der Containertransport den Großraum Belfast massiv bevorteilen und durchaus die ganze Branche in der traditionellen Schiffbau-Stadt zu alter Größe zurückführen oder zumindest wieder in Richtung der Rolle die die Stadt diesbezüglich vor dem ersten Weltkrieg hatte. Vielleicht nicht mehr ganz so sehr im Schiffbau, dafür aber als Containerhafen, bzw. -Umschlagplatz. Die Namen der anderen von Johnson angedachten Häfen sind noch nicht gefallen, da hält er sich auch gezielt bedeckt, aber in Belfast hat er sich in einem FAQ mit Zuschauern nach seiner Rede verplappert, bzw. das anhand von Belfast erklärt. Johnson hat punktgenau erkannt, das man das finanzielle Gefälle auf der irischen Insel dadurch in den Griff bekommt steuerliche Anreize zu schaffen um zum Beispiel irischen Firmen bei Personalmangel Filialen in Nordirland zu ermöglichen, wie dies im Bereich Call-Center jetzt schon in Belfast geschieht - aber eben auch ausgeweitet auf andere Branchen. Warum wird denn in Schottland mancherorts über ein zweites Unabhängigkeitsreferendum nachgedacht um Schottland dann aus dem Vereinigten Königreich zu lösen und der EU beizutreten. Ein solches zweites Referendum wird es niemals geben. denn die Schotten werden sich die Augen reiben was steuerlich mit ihnen geschieht. Die Motivation aus UK raus und die EU reinzugehen, kann nur sein weil die Leute glauben das es ihnen dann in Sachen Handel, Arbeitsplätze und generell finanziell besser geht. Nach entsprechenden Zinssenkungen und Neuansiedlung von Industrie und Arbeitsplätzen ist dies komplett obsolet. Mit derart massiven Steuersenkungen treibt er nicht nur den Wohlstand der Mittelschicht und der Arbeiter hoch, er eint auch das Land und schweiß UK wieder zusammen. Auch vor diesem Hintergrund, gehe ich davon aus das bei den fünft von Johnson noch nicht geouteten angedachten Freihäfen, eben um die schottische Wirtschaft anzukurbeln, mal mindestens Glasgow (wie Belfast für den Handel Richtung USA/Kanada) und Aberdeen dabei sind (für den Handel in die andere Richtung, mindestens mal Skandinavien) So etwa würde ich das planen, müsste ich sechs Häfen aussuchen für das gigantische Projekt. Mit Edinburgh einen dritten schottischen Hafen denke ich nicht, eher dürfte wegen genereller Strukturschwäche und ebenso großer historischer Seefahrtsgeschichte auch das englische Liverpool dabei sein. Da es ja auch zwischen den einzelnen Ländern bissle ausgewogen sein muss, könnte auch der Hafen von Cardiff dabei sein.

3) Jeremy Hunt, macht weniger zu diskutierende Ausnahmen (weil ja in der Johnson-Lösung dann sofort die Bürgermeister der nicht zum Freihafen erklärten Hafenstädte diskutieren werden warum ihre Stadt nicht dabei ist), bügelt aber gedanklich bereits komplett über ganz Großbritannien einen neuen Unternehmenssteuersatz von 12,5% (dem aktuell in Irland geltenden Niveau) drüber (aktuell 19%) und gibt schon jetzt wo immer eine Kamera auftaucht bekannt: "Great Britain could be the next Silicon Valley of the world." Ab und an ist er bissle schlaftablettig in seiner Art, auch im direkten Vergleich Johnson gegenüber, aber von den Aussagen steht er visionär den anderen beiden in kaum etwas nach. Er spricht nur langsamer und manchmal muss man ihn anschubsen damit er nicht einschläft beim sprechen. Make "Great Britain great again"wohin man schaut.

Mit den Problemen deutscher Politiker (Gendertoiletten, Mittelmeer-Seenot, Häuserenteignungen, Dieselgate, CO2-Besteuerung) und dem verfluchten Gejammer der EU-Marionetten nach dem Brexit würde in Großbritannien die Welt still stehen und das Klopapier knapp werden kann man das nicht vergleichen.

Wäre ich heute zwanzig Jahre jünger, keine Kinder und nichts, dann würde ich nach aktuellem Gedankenstand exakt dort zur Besiedelung aufschlagen: allen voran Belfast, Glasgow, Edinburgh, vielleicht Liverpool. Auf jeden Fall aber raus aus der sich selbst immer sozialistischer entwickelnden und so jede Marktwirtschaft bremsenden EU.

Jetzt wurde es doch etwas länger, sorry, aber ich hoffe es hilft jemandem was.

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Beitrag22/29, 11.07.19, 00:06:09 
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Für alle, die diese beiden Vorträge zum Brexit noch nicht kennen, stelle ich sie hier nochmal rein:

Jim Mellon - The Coming Collapse of the Euro
https://www.youtube.com/watch?v=HgM....5WH9&index=4&t=2s

Why a Free Market Macroeconomist Supported Brexit
https://www.youtube.com/watch?v=3bB....WH9&index=12&t=0s

Meine Meinung:

- Niemand kann wissen, was besser für GB und/oder EU ist. Das wird sich erst längerfristig herausstellen. Grundsätzlich werden EU und GB ein Interesse an einem einvernehmlichem Ausgang haben. Insgesamt vermute ich, dass es in den ersten zwei Jahren nach einem Brexit für GB in vielerlei Hinsicht schwierig werden wird. Nachdem man aber die "Wirrungen" der Anfangszeit überwunden hat, besteht für GB eine gute Chance, sich erfolgreich in der Welt zu behaupten.

- Die wesentlichen Vorteile eines (harten oder auch weichen) Brexit für GB sind, dass es nicht mehr an die EU-Vorgaben gebunden ist und sich den sozialistischen Tendenzen der EU entzieht. Seine Unternehmen können flexibler agieren. Außerdem wird es von einer etwaigen Euro-Krise nicht unmittelbar betroffen sein. Der gemeine Brite wird vielleicht anfangs das Gefühl haben, wieder wer in der Welt zu sein.

- Die wesentlichen Nachteile für GB sind, dass es keinen Einfluss mehr nehmen kann in dem wichtigsten Wirtschaftsraum der Welt. Wenn sie einen harten Brexit unter Einstellung sämtlicher Zahlungen vornehmen, dann könnte das Verhältnis mit der EU in den kommenden Jahren ganz erheblich belastet sein. Außerdem werden Arbeitsplätze und Produktionen in die EU verlegt werden (z. B. vom Finanzplatz London in die EU; wozu muss Airbus eigentlich Teile in GB fertigen lassen?).

- Für die EU sind die wesentlichen Nachteile, dass mit GB ein marktwirtschaftlich orientiertes Land wegfällt und man geopolitisch an Gewicht verliert. (Dass weniger Nettozahler vorhanden sind, lasse ich einfach mal unberücksichtigt.)

Welche Trades oder Investments kommen in Betracht?

- grundsätzlich spüre ich eine gewisse Neigung, mit dem Brexit eher Long-Investments in GB vorzunehmen

- Investitionsprogramme nach dem Brexit bieten Chancen bei Unternehmen, die davon profitieren

- einige britische Aktien wurden im Zuge der Brexit-Debatte erheblich verbilligt, daraus ergeben sich Chancen auf steigende Notierungen nach dem Brexit

- von einer (teilweisen) Verlagerung des Finanzplatzes oder von Betrieben könnten Unternehmen wie die Deutsche Börse profitieren
vinio
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Beitrag21/29, 11.07.19, 17:00:01 
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BoE Financial Stability Report, July 2019
https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=DF5PSr9lVE0

Quasi eine Anleitung für Brexit-Entwicklungen, muss man dann nur anwenden.
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Beitrag20/29, 11.07.19, 21:12:41 
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Ich kann immer noch kein anständiges Geschäftsmodel außer Steueroase erkennen.
Planen dann bald alle mit -x,x% Negativzins bis 2050. gruebel
Dürfte in us&a auch noch ein böses Erwachen geben. whistle
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Beitrag19/29, 12.07.19, 11:12:24 
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http://www.tagesschau.de/investigativ/panorama/cum-ex-125.html whistle
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Beitrag18/29, 13.07.19, 09:29:31 
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https://www.spiegel.de/politik/ausl....ensluecken-a-1277180.html
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Beitrag17/29, 13.07.19, 11:00:42 
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Boris Johnson offenbart Wissenslücken zu seinem -Plan

Boris Johnson kennt seinen eigenen Brexit-Plan nicht: Der Favorit um die Nachfolge von Premierministerin Theresa May hat in einem BBC-Interview offenbart, dass er große Wissenslücken hat. ...

https://web.de/magazine/politik/bre....cken-brexit-plan-33843246 Laughing
Hinweis gem. §34b WpHG zur Begründung möglicher Interessenskonflikte:
Der Verfasser von o.g. Beitrag kann Short- und/oder Long-Positionen in den behandelten Werten halten!
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Beitrag16/29, 17.07.19, 13:16:37 
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Verbände: Großbritannien droht nach Arbeitskräftemangel
Nach dem Brexit droht Großbritannien laut Wirtschaftsverbänden ein Mangel an Arbeitskräften. Die geplanten hohen Hürden für Zuwanderer müssten daher deutlich gesenkt werden, forderte die Vereinigung London First am Mittwoch. Betroffen seien unter anderem das Baugewerbe, der Einzelhandel und Kliniken.

Die Regierung will die Einwanderungsregeln nach dem EU-Austritt deutlich verschärfen und setzt vor allem auf Fachkräfte. Sie sollen offiziellen Empfehlungen zufolge mindestens 30 000 Pfund (gut 33 000 Euro) pro Jahr verdienen. Mehr als 60 Prozent der Stellen liegen der Vereinigung der Wirtschaftsverbände zufolge aber unter der Schwelle. Sie müsse auf 20 000 Pfund gesenkt werden, appelliert London First an die potenziellen Nachfolger von Regierungschefin Theresa May. ...
https://www.finanznachrichten.de/na....eitskraeftemangel-016.htm
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Beitrag15/29, 17.07.19, 15:47:45 
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Das kann riesige Probleme verursachen im Niedriglohnbereich...

SPQR__LEG.X schrieb am 17.07.2019, 13:16 Uhr
Verbände: Großbritannien droht nach Arbeitskräftemangel
Nach dem Brexit droht Großbritannien laut Wirtschaftsverbänden ein Mangel an Arbeitskräften. Die geplanten hohen Hürden für Zuwanderer müssten daher deutlich gesenkt werden, forderte die Vereinigung London First am Mittwoch. Betroffen seien unter anderem das Baugewerbe, der Einzelhandel und Kliniken.

Die Regierung will die Einwanderungsregeln nach dem EU-Austritt deutlich verschärfen und setzt vor allem auf Fachkräfte. Sie sollen offiziellen Empfehlungen zufolge mindestens 30 000 Pfund (gut 33 000 Euro) pro Jahr verdienen. Mehr als 60 Prozent der Stellen liegen der Vereinigung der Wirtschaftsverbände zufolge aber unter der Schwelle. Sie müsse auf 20 000 Pfund gesenkt werden, appelliert London First an die potenziellen Nachfolger von Regierungschefin Theresa May. ...
https://www.finanznachrichten.de/na....eitskraeftemangel-016.htm
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Beitrag14/29, 17.07.19, 22:26:23 
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Pound Could Plunge to Parity Against Dollar on a No-Deal Brexit

https://www.bloomberg.com/news/arti....rexit?srnd=premium-europe
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Beitrag13/29, 19.07.19, 20:35:08 
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Boris Johnson Faces a Fight for Survival Before He’s Even Won
https://www.bloomberg.com/news/arti....n-won?srnd=premium-europe
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Beitrag12/29, 19.07.19, 20:54:16 
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Großbritanniens Fiskus droht bei No-Deal-Brexit ein 30-Milliarden-Loch
London müsste im Falle eines No-Deal-Brexits jährlich 30 Milliarden Pfund (33,4 Milliarden Euro) an zusätzlichen Schulden aufnehmen, heißt es in dem Bericht des Office for Budget Responsibility, das regelmäßig Analysen zur Stabilität des britischen Haushalts im Auftrag der Regierung erstellt.
https://www.handelsblatt.com/politi....ayer=Meistgelesen_4441434
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Beitrag11/29, 20.07.19, 10:42:53 
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A New Leader Won't Save Most-Hated Market From Brexit's Grip

- 23% of global investors are underweight U.K. in BofA survey
- Getting deal through Parliament is impossible task: Fidelity

https://www.bloomberg.com/news/arti....ess&utm_medium=social
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Beitrag10/29, 20.07.19, 11:11:53 
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Schöne Grafik da drin:

vinio schrieb am 20.07.2019, 10:42 Uhr
A New Leader Won't Save Most-Hated Market From Brexit's Grip

- 23% of global investors are underweight U.K. in BofA survey
- Getting deal through Parliament is impossible task: Fidelity

https://www.bloomberg.com/news/arti....ess&utm_medium=social

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Beitrag9/29, 20.07.19, 16:08:55 
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Alterspräsident des britischen Unterhauses fürchtet No-Deal-Brexit

Der Alterspräsident des britischen Unterhauses, Kenneth Clarke, hat vor einem No-Deal- gewarnt. "Es wird zunehmend wahrscheinlich, dass Großbritannien tatsächlich am 31. Oktober die EU ohne Abkommen verlässt", sagte Clarke dem "Tagesspiegel" (Sonntagsausgabe).

Der Tory-Politiker verwies dabei auf entsprechende Ankündigungen des ehemaligen Außenministers Boris Johnson während des parteiinternen Wahlkampfs bei der Conservative Party. Viele von Johnsons Äußerungen seien "derart unbesonnen, dass die Gefahr besteht, dass er sich in der No-Deal-Falle wiederfindet", sagte Clarke. Johnson hat mit einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU gedroht, falls die Europäische Union keine Änderungen am Austrittsabkommen zulässt. Am kommenden Dienstag soll das Ergebnis der Abstimmung unter den rund 160.000 Tory-Mitgliedern für die Nachfolge der britischen Premierministerin Theresa May bekannt gegeben werden.

Johnson gilt dabei als klarer Favorit.

© 2019 dts Nachrichtenagentur
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Beitrag8/29, 21.07.19, 08:23:52 
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Gegner des No-Deal- wollen Queen nach Brüssel schicken

Dass Elizabeth II. persönlich Antrag auf Fristverlängerung stellt, gilt als so gut wie ausgeschlossen. Vorschlag zeigt Verzweiflung in britischer Politik. ....
https://kurier.at/politik/inland/ge....uessel-schicken/400556399
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Beitrag7/29, 21.07.19, 12:40:37 
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Großbritannien
Boris Johnsons Sieg könnte mehrere Rücktritte von Ministern auslösen


Sollte Boris Johnson britischer Premierminister werden, will Justizminister David Gauke einem Zeitungsbericht zufolge zurücktreten. Ihm könnten weitere Minister folgen.
Mehrere Tory-Parlamentarier überlegen ferner, aus der Partei auszutreten.
Boris Johnson will die EU verlassen - auch ohne Austrittsvertrag.

https://www.sueddeutsche.de/politik....ecktritt-brexit-1.4533420
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Beitrag6/29, 21.07.19, 13:48:07 
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^^
[auch] Finanzminister Hammond sagte dem Rundfunksender BBC, mit einem Rücktritt wolle er seiner möglichen Entlassung zuvorkommen. Unter Johnson könnte es auch einen Brexit ohne Abkommen geben. Er sei nicht bereit, das mitzutragen, betonte Hammond. Wie Hammond will auch Justizminister Gauke am Mittwoch sein Amt zur Verfügung stellen. Er könne nicht unter dem höchstwahrscheinlich neuen Premierminister Johnson dienen, sagte Gauke der Zeitung „Sunday Times“.

Johnson gilt als Favorit im parteiinternen Rennen um das Amt des Tory-Vorsitzenden und damit auch des Regierungschefs. Seinem Rivalen, Außenminister Hunt, werden kaum Chancen eingeräumt. Am Dienstag wird die Konservative Partei verkünden, für welchen Kandidaten sich ihre etwa 160.000 Mitglieder per Briefwahl entschieden haben. -dlf nachrichten-
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Beitrag5/29, 22.07.19, 11:36:27 
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Boris Johnson: -Problem leichter lösbar als Mondlandung
Der voraussichtlich neue britische Premierminister Boris Johnson hält einen geregelten EU-Austritt Großbritanniens zum 31. Oktober mit "Willen und Tatkraft" für machbar. Wenn es vor 50 Jahren schon möglich gewesen sei, zum Mond und zurück zu fliegen, "dann können wir auch das Problem des reibungslosen Handels an der nordirischen Grenze lösen", schrieb Johnson am Montag im "Telegraph". Wie für den Flug zum Mond gebe es auch dafür technische Lösungen.

Johnson spielte damit auf den sogenannten Backstop an, den er strikt ablehnt. Diese Garantieklausel soll verhindern, dass zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland wieder Grenzkontrollen eingeführt werden müssen. Denn das könnte den alten Konflikt zwischen katholischen Befürwortern einer Vereinigung Irlands und protestantischen Loyalisten wieder schüren.

Der Backstop sieht vor, dass Großbritannien so lange Teil einer Zollunion mit der EU bleibt, bis das Problem anderweitig gelöst ist. Für Nordirland sollen zudem teilweise Regeln des Europäischen Binnenmarkts gelten. ...
https://www.finanznachrichten.de/na....r-als-mondlandung-016.htm
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Beitrag4/29, 23.07.19, 06:18:17 
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^^ Meine Chancen, britischer Premierminister zu werden, stehen in etwa so gut wie die, Elvis auf dem Mars zu finden oder als Olive wiedergeboren zu werden.
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Beitrag3/29, 23.07.19, 08:01:24 
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ROUNDUP: Boris Johnson voraussichtlich neuer Premier - Bruchlandung in Sicht?

Yeti statt Maybot: Der umstrittene Tory-Politiker Boris Johnson wird nach jüngsten Umfragen der neue Premierminister Großbritanniens. Johnson gilt schon lange als haushoher Favorit für die Nachfolge von Theresa May. Seinem Konkurrenten, Außenminister Jeremy Hunt, werden nur geringe Chancen eingeräumt. Die Konservative Partei wird den Namen des neuen Tory- und Regierungschefs am Dienstagmittag in London verkünden.

Johnson ist ein Exzentriker, der es mit der Wahrheit oft nicht so genau nimmt. Seine Statur und die lange Zeit wilde Frisur sollen zu seinem Spitznamen "Yeti" in Schulzeiten beigetragen haben. Ganz anders dagegen die ungelenke und wenig spontane May, die in ihrer Amtszeit unter anderem als "Maybot" verspottet wurde - in Anspielung auf roboterhaftes Auftreten. Auch politisch könnten die beiden Konservativen kaum unterschiedlicher sein. .....
https://www.finanznachrichten.de/na....hlandung-in-sicht-016.htm
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Beitrag2/29, 23.07.19, 14:29:47 
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Boris Johnson wird neuer britischer Premierminister



- wird auch mit Boris nicht reibungslos über die Bühne gehen kichern whistle Centficken Centficken Peitsche punish kaffee
GoldenSnuff
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Beitrag1/29, 23.07.19, 16:57:00 
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"Fuck Business", Hauptsache Brexit
https://www.spiegel.de/wirtschaft/s....nald-trump-a-1278431.html
Hinweis nach §34b WpHG zur Begründung möglicher Interessenskonfl.: Der Verfasser von o.g. Beitrag kann Short- und/oder Long-Positionen in der/den behandelte(n) Wertpapier(n) halten.

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