heute habe ich einen Trade aus dem Rohstoffbereich, genauer dem Metallsektor für Sie.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Euphorie bei den Metallen in den letzten Monaten verflogen ist, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Aktienmärkte ein Hoch nach dem anderen ausbilden, die Metalle jedoch über eine Seitwärtskonsolidierung nicht hinaus kamen.
Speziell Kleinanleger sind extrem sprunghaft und wollen immer in den meistdiskutierten Märkten investiert sein.
Dies ist ein kapitaler Fehler, wie man immer wieder sieht, denn wenn alle Welt in Gold investiert ist, fehlen logischerweise die potenziellen Käufer für weitere Preissteigerungen.
Es ist ein psychologisches Problem, das darauf basiert, dass auch der Mensch ein Herdentier ist.
Sie haben sich selbst vielleicht schon dabei erwischt, wie Sie eine gute Idee solange nicht in die Tat umgesetzt haben, bis der Preis diese bestätigte oder besser noch Kollegen und andere Anleger Ihre Meinung teilten.
Ein positives Feedback für die eigenen Investments ist dem Anleger gemeinhin sehr wichtig, führt aber sehr oft in die Irre.
Man hat Versuche mit Affen gemacht, die allein sehr ängstlich waren, jedoch absolut souverän agierten, sobald man Ihnen einen Artgenossen zur Seite stellte.
Nun mag der ein oder andere sich ungern mit Affen vergleichen lassen, doch ist es in der Tat so, dass wir uns sehr animalisch verhalten bei unseren Anlageentscheidungen.
Damit wäre das erste Kriterium bereits erfüllt: Metalle sind nicht in Mode und daher interessant!
Die einzelnen Metalle weisen recht unterschiedliche Verlaufsmuster auf, was mit der Art des Bedarfs zusammenhängt.
Während Gold und Silber vor allem auf Inflation und Zinsentwicklungen reagieren, sind Industriemetalle verstärkt vom industriellen Bedarf und den Zyklen der jeweiligen Branchen abhängig.
So ist auffällig, dass es bei Palladium oftmals einen starken Schub kurz nach der Jahreswende gibt und dieser bis Februar/März andauert.
Nicht unähnlich verhält es sich bei dem Substitut und korrelierten Metall Platin.
Platin und Palladium waren bzw. sind in der Autobranche für den Bau von Katalysatoren im Einsatz.
Dies führte unter anderem zu einem extremen Preisschub bei Palladium, der das Metall seinerzeit zu einer Vervielfachung trieb.
Als Palladium zu teuer wurde ersetzte man es durch das günstigere Platin.
Es ist also durchaus kein Zufall, dass sich die saisonalen Verlaufsmuster von Palladium und Platin ähneln.
Auf die saisonalen Besonderheiten von Platin möchte ich an dieser Stelle eingehen, denn hier bietet sich für uns kurz vor dem Jahresende noch einmal eine aussergewöhnlich attraktive Tradingchance.
Sie sehen in der nachfolgenden Graphik, dass Platin zwischen Mitte Dezember und Mitte Februar stark ansteigt.
Allein in dieser Zeit wird im Prinzip die gesamte durchschnittliche Jahresperformance erwirtschaftet, nämlich knapp 6-7%.
Bei genauerer Betrachtung fällt innerhalb dieser 2-monatigen Phase ein absolut dominanter Zyklus auf, der sich vom 20.12. bis 17.01. des Folgejahres erstreckt.
Wer in den letzten 15 Jahren in dieser Zeitspanne investiert war hat in keinem einzigen Jahr einen Verlust erleiden müssen und hat in 100% der Fälle einen Gewinn erzielt.
Die Trefferquote diese saisonalen Abschnitts liegt derzeit bei sagenhaften 100%.
Freilich bedeutet dies nicht, dass Sie Haus und Hof verpfänden sollen und alles in Platin investieren sollen, denn irgendwann kann und wird auch diese Serie reissen.
Worum es aber geht dürfte jedem klar geworden sein:
Wir haben hier eine ungewöhnlich hohe Gewinnwahrscheinlichkeit und damit eine hervorragende Chance für einen erfolgreichen Trade.
Die COT-Daten sind derzeit nicht exorbitant bullish, blockieren aber dieses Setup keinesfalls.
Ein technisches Kaufsignal ergibt sich, wenn Platin die 1120 und 1130 zu knacken vermag.
Potenzial wäre dann sogar bis 1280/1300.
Bei 1050-1080 ist Platin gut unterstützt, was das CRV noch einmal attraktiver erscheinen lässt.
Es sollte maximal 5-7% des Depotvolumens in diesen Trade investiert werden, da gerade Platin dazu neigt sehr extreme Preisbewegungen zu vollziehen und man dieser hohen Volatilität durch eine angemessene Gewichtung Rechnung tragen sollte.
Produktvorschlag: ABN1HA (Platin-Long)
quelle: www.hedge-trade.de Rene Wolfram