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home » Börsenforum » Trading / Investments / Wirtschafts- und Börsenthemen » PROKON Genussrechte - Lohnt diese Art der Geldanlage?
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Beitrag23/23, 16.04.12, 14:50:46  | PROKON Genussrechte - Lohnt diese Art der Geldanlage?
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Hallo liebe Community,

Prokon ist nun seit mehr als 25 Jahren aktiv und neben Postwerbung sieht man sie nun auch schon in TV-Werbespots. Was haltet ihr von dieser Art der Geldanlage?

PROKON Genussrechte im Überblick Quelle: http://www.prokon.net/prokon-genussrechte
    - Kapitalanlage im Wachstumsmarkt der Erneuerbaren Energien (Windenergie, Biogene Kraftstoffe und Biomasse)

    - Gesicherte Abnahme und Vergütung des in den Windparks erzeugten Stroms durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

    - Über 15 Jahre Erfahrung in Planung, Realisierung, Finanzierung und Betriebsführung von Windparkprojekten

    - jährliche Grundverzinsung: 6,00 % p. a.* zuzüglich Überschussbeteiligung
    - Erreichte Verzinsung: 8,00 % p. a. seit 2006 7,25 % p. a. in den Vorjahren

    - Anlage schon ab 100 € Kurze Laufzeit ab 3 Jahren möglich**
    - Wahlweise halbjährliche Auszahlung der Zinsen oder automatische Zinsgutschrift (Thesaurierung)


Meine Fragen:
Was haltet ihr von der Firma?
Was haltet ihr von dieser Art der Kapitalanlage?
Wie ist die Sicherheit bezüglich der Auszahlungen?
Zukunftsaussichten?
Eventuell Alternativen zu Prokon?

Ich persönlich finde die nervende Briefwerbung abschreckend... andererseits sind die seit 25 Jahren (erfolgreich?) aktiv und haben recht viele Projekte.

Ein paar Beiträge zu Prokon hatten wir hier bei peketec ja bereits:
http://peketec.de/trading/viewtopic.php?p=1053094#1053094
http://peketec.de/trading/viewtopic.php?p=122880#122880 (-> Artikel von 2007 Anlegerschützer schlagen bei Prokon Alarm)

Wäre schön, wenn wir hier eine konstruktive Diskussion über das Thema anfangen könnten Friends
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Medusabombe
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Beitrag22/23, 23.05.12, 11:49:30 
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Diese Anlageform wäre mir im wahrsten Sinne des Wortes zu windig kichern

Der von dir angegebene Link sagt ja schon vieles aus: http://peketec.de/trading/viewtopic.php?p=122880#122880
däumchen
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Beitrag21/23, 11.02.13, 17:00:52 
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http://www.heise.de/tr/artikel/Risk....mit-dem-Wind-1787386.html
däumchen
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Beitrag20/23, 04.12.13, 21:53:07 
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Der_Dude schrieb am 04.12.2013, 20:52 Uhr
juchu juchu x-mal hier geschrieben . die gier der menschen ist unglaublich .... und es gibt nur ins fressbrett

Schock für Anleger, die Genuss­rechte des Wind­kraft­spezialisten Prokon Regenerative Energien besitzen: Nach neuesten Zahlen hat die Gesell­schaft Riesen­verluste angehäuft. Ihr Stamm­kapital war Ende August aufgezehrt. Das kann die Anleger hart treffen: Sie müssen Verluste voll mittragen, die über das Stamm­kapital hinaus­gehen.

http://www.test.de/Genussrechte-Pro....?mc=news.2013.12-04-1257#

Rund 74 000 Anleger haben schon mehr als eine Milliarde Euro investiert.


Im Konzern (Prokon Unter­nehmens­gruppe) sind bis 31. August 2013 statt­liche 194,4 Millionen Euro Verlust aufgelaufen.


Azul Real schrieb am 02.12.2013, 19:36 Uhr
Ökostrom
Windkraftkonzern kommt kaum noch an frisches Geld


Bis August sammelte der Windkraftkonzern Prokon monatlich 40 Millionen Euro neues Kapital ein. Jetzt sind es nur noch vier Millionen. Ein Wert, der Konzern und 74.000 Anlegern Sorgen bereiten dürfte. Von Lars-Marten Nagel und Marc Neller

http://www.welt.de/wirtschaft/artic....och-an-frisches-Geld.html
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Beitrag19/23, 11.12.13, 16:06:47 
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kareca schrieb am 11.12.2013, 16:03 Uhr
SDK gegen Prokon


http://www.sdk.org/pressemitteilung....ction=detail&pmID=715

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Beitrag18/23, 09.01.14, 19:49:02 
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Prokon
Der Windkraftkonzern steckt in der Krise. Zu viele Anleger steigen aus. Das will der Chef nicht zulassen – und greift zu ungewöhnlichen Mitteln: Er bittet Anleger, ihre Kündigungen zu widerrufen.
..Rund 75.000 Anleger haben Prokon mehr als 1,3 Milliarden Euro anvertraut und sogenannte Genussrechte gezeichnet. Bei dieser risikoreichen Anlageform haben Anleger – anders als Aktionäre – keine Mitspracherechte.
..Ende Januar werden zudem die Zinszahlungen für das zweite Halbjahr 2013 fällig. Prokon habe ausreichend Wertschöpfung erzielt um sieben Prozent Zinsen zu zahlen, schreibt Rodbertus an seine Anleger. Das dürften grob geschätzt um die 80 Millionen Euro sein. ...
http://www.abendblatt.de/wirtschaft....pital-seiner-Anleger.html
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Beitrag17/23, 11.01.14, 17:53:11 
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Azul Real schrieb am 11.01.2014, 10:12 Uhr
Naja, die Beteiligung in der Vergangenheit an bestimmten Produkten wie
Schiffsfonds und Immobilienfonds, welche zudem von vertriebsstarken Organisationen und "seriösen" Banken, bzw. marktstarken und namhaften Initiatoren vertrieben wurden, waren für viele desgleichen nicht das gelbe vom Ei als ideales Anlagevehikel.

Vielfach frühzeitig aufgelöst, abgewickelt oder insolvent.

Sehr schöne Beispiele sind die seinerzeit ( 2002- 2008) massenhaft aufgelegten Schiffsfonds, mit teils absurden Renditeversprechen. Die börsennotierte MPC und die HCI lassen grüssen. Ich sag jetzt nicht welche Banken, hier noch mit drinstecken. Kann jeder selbst googeln ...


Der_Dude schrieb am 11.01.2014, 09:55 Uhr
verleumdungspresse wie bei S2M, IVG , PRA usw . ? Crying or Very sad
fehlt bloss noch die WiWo ... Laughing
sorry - aber ich weiss nicht ob ein ponzi-scheme unter dem öko-deckmantel besser ist, als offensichtlich mafiöse abzocke wie bei S&K

Azul Real schrieb am 11.01.2014, 09:47 Uhr
Moin Cool

Wo bleibt den nun die investigative Reportage, das die Jungs alles auf Poolpartys und mit leichten Mädchen verprasst haben. Das geht mir alles zu langsam. kichern


Der_Dude schrieb am 11.01.2014, 08:57 Uhr
Laughing

http://www.spiegel.de/wirtschaft/un....t-insolvenz-a-942959.html


Umstrittener Ökokonzern: Prokon droht Anlegern mit Insolvenz

Top-Rendite durch Öko-Produkte - mit diesem Versprechen hat Prokon über eine Milliarde Euro eingesammelt. Jetzt droht das Windenergieunternehmen seinen Anlegern mit der Insolvenz noch im Januar. Es sei denn, die verzichten vorübergehend auf ihr Geld.


""Eine Planinsolvenz kann nur verhindert werden, wenn wir für mindestens 95% des Genussrechtskapitals die Zusage erhalten, dass Sie uns Ihr Kapital mindestens bis zum 31.10.2014 nicht entziehen werden und einer Auszahlung, die auch in Raten erfolgen kann, zustimmen, oder wir ausreichend durch Neuzeichnungen unterstützt werden."

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Beitrag16/23, 14.01.14, 07:20:02 
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Azul Real schrieb am 14.01.2014, 07:14 Uhr
DROHENDE INSOLVENZ
Strafanzeigen gegen Prokon – Sorge um Arbeitsplätze

Mit hohen Renditen warb der Windanlagenfinanzierer Prokon und sammelte bei Kleinanlegern rund 1,4 Milliarden Euro ein. Die Lübecker Staatsanwaltschaft geht Strafanzeigen nach. Sorge besteht um 1300 Arbeitsplätze.


Lübeck/Itzehoe. Die drohende Insolvenz des Windenergie-Unternehmens Prokon hat Sorge um hunderte Arbeitsplätze allein in Schleswig-Holstein ausgelöst. In der Prokon-Zentrale in Itzehoe (Kreis Steinburg) sind rund 500 von insgesamt 1300 Arbeitnehmern beschäftigt. Die Oppositionsparteien CDU und FDP im Landtag forderten am Montag von der SPD/Grünen/SSW- Landesregierung ein klares Signal zum Erhalt der Arbeitsplätze. Nach dem Aus für die Druckerei Prinovis in Itzehoe mit 1000 Mitarbeitern würde bei einer Insolvenz innerhalb kürzester Zeit der zweite große Arbeitgeber in Itzehoe verloren gehen. Gefährdet seien auch zahlreiche Handwerksbetriebe.

"Die ganze Region blickt deshalb mit großer Sorge auf Prokon", erklärten die Steinburger CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp und Heiner Rickers am Montag. Ministerpräsident Torsten Albig und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (beide SPD) seien in der Pflicht. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums erklärte, zunächst wolle man Informationen zur Lage einholen, bevor über Maßnahmen nachgedacht werden könne.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Christopher Vogt betonte, es sei zwar nicht die Aufgabe der Landesregierung, Unternehmen durch Subventionen vor der Insolvenz zu bewahren – "es wäre jedoch ihre Aufgabe, den regionalen Wirtschaftsstandort bei großen wirtschaftlichen Rückschlägen mit geeigneten Maßnahmen zu unterstützen".

CDU und FDP forderten, jetzt den Ausbau der Autobahn A20 im Kreis Steinburg voranzutreiben zur Stärkung der Handwerksbetriebe in der Region und damit Schleswig-Holstein bei der wirtschaftlichen Entwicklung nicht abgehängt werde. Der Bau der A20 durch den Kreis Steinburg hätte ein Investitionsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro für die Region, meinte Arp. Bisher hat die Landesregierung einen Ausbau der A20 westlich der A7 in der bis 2017 laufenden Legislaturperiode ausgeschlossen.

Wie am Montag bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Lübeck in den vergangenen Monaten mehrere Strafanzeigen gegen das von einer Insolvenz bedrohte Windenergie-Unternehmen Prokon in Itzehoe (Kreis Steinburg) erhalten. "Wir prüfen, ob ein Anfangsverdacht wegen Betruges und weiterer Wirtschaftsdelikte besteht oder nicht", sagte Oberstaatsanwältin Wenke Haker-Alm. Sollte ein Anfangsverdacht bestehen, würden Ermittlungen aufgenommen.

Prokon erklärt in einem auf seiner Internetseite veröffentlichten Schreiben vom 10. Januar an seine Anleger, noch im Januar drohe Planinsolvenz, falls mehr als fünf Prozent des Genussrechtskapitals abgezogen würden. Nach wie vor kündigten zahlreiche Anleger aus Angst vor einem Verlust ihres angelegten Geldes ihre Genussrechte, hieß es. Bis zum 20. Januar sollten Anleger sich erklären, ob sie zunächst einmal bis Oktober ihre Genussanteile behalten, um eine Insolvenz abzuwenden.

Nach Angaben des Unternehmens gibt es mehr als 75.000 Anleger, die Prokon fast 1,4 Milliarden Euro über sogenannte Genussscheine anvertraut haben. Das Versprechen: Bis zu acht Prozent Zinsen. Verbraucherschützer haben wiederholt das Geschäftsmodell infrage gestellt und mangelnde Transparenz beklagt. Nachfragen bei Prokon am Montag blieben zunächst ohne Antwort, zudem war die zentrale Telefonnummer und eine Telefonnummer für Anleger dauerbesetzt oder es nahm niemand den Hörer ab.

Prokon ist nach Einschätzung des Bundesverbandes Windenergie "nicht von allergrößter Bedeutung". Eine Insolvenz würde für die Branche keine besonderen Risiken bedeuten, sagte der stellvertretende BWE-Bundespräsident und Chef des schleswig-holsteinisches Landesverbandes, Hermann Albers, am Montag in Simonsberg bei Husum (Kreis Nordfriesland). Im Einwerben von mehr als einer Milliarde Euro Kapital habe Prokon mit seinen Werbeaktivitäten in der Branche aber eine besondere Stellung. Immer wieder sei ihm zu Ohren gekommen, dass Prokon mit frischem Kapital Zinsen für Anlegerkapital bedient habe, sagte Albers.

Die Betroffenen einer möglichen Insolvenz wären nach Einschätzung des Deutsches Verbraucherschutzrings e.V. (Erfurt/Thüringen) vor allem Kleinanleger. Denn Genussrechte konnten bereits für 100 Euro erworben werden. Vor dem Hintergrund der drohenden Pleite des Windparkfinanzierers fordern Verbraucherschützer schärfere Regeln für den sogenannten grauen Kapitalmarkt. Prokon sei dafür nur ein Beispiel in einer Reihe von Skandalen, sagte die Leiterin Finanzen beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Dorothea Mohn, dem "Handelsblatt" (Dienstag). Genussrechte könnten viele Verbraucher in den finanziellen Ruin treiben.

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Beitrag15/23, 15.01.14, 12:17:43 
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SPQR__LEG.X schrieb am 15.01.2014, 12:15 Uhr
Prokon kommt wohl die Inso. angeflattert.
http://www.finanznachrichten.de/nac....n-euro-kapital-ab-016.htm

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Beitrag14/23, 22.01.14, 17:55:27 
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Prokon ist insolvent
Der Windkraftfinanzierer Prokon ist insolvent. Es sei ein Insolvenzverfahren eröffnet und der Hamburger Rechtsanwalt Dietmar Penzlin zum vorläufigen Verwalter bestellt worden, teilte das zuständige Gericht in Itzehoe mit. Das Büro des Insolvenzverwalters kündigte auf Anfrage des Wall Street Journal Deutschland eine Stellungnahme für den Abend an.

Die Zahlungsunfähigkeit hatte sich seit einigen Tagen abgezeichnet. Mit dem Versprechen von Top-Renditen auf ökologische Kapitalanlagen wie Windparks und Bioenergie hatte Prokon bei Anlegern mehr als eine Milliarde Euro eingesammelt und in den vergangenen Jahren auch üppige Zinsen gezahlt. Doch nachdem viele Anleger ihre Genussrechtszeichnungen kündigten, kam es zu Liquiditätsengpässen - das Unternehmen im schleswig-holsteinischen Itzehoe konnte die Investoren nicht auszahlen und warnte sie vor der Insolvenz, falls sie ihr Kapital abziehen.

Bis Montagabend hatten rund die Hälfte der Anleger Prokon mehr Zeit für eine Restrukturierung eingeräumt. Laut Unternehmensangaben sprachen sich 40.236 der mehr als 75.000 Inhaber von Genussrechten dafür aus, nicht vor dem 31. Oktober zu kündigen. Das entsprach rund 53 Prozent des Anlagekapitals. Prokon brauchte aber für mindestens 95 Prozent des Anlagekapitals in Höhe von 1,4 Milliarden Euro eine Garantie, um eine Insolvenz abzuwenden. Copyright (c) 2014 Dow Jones & Company, Inc.
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Beitrag13/23, 23.01.14, 15:28:11 
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Fall Prokon ruft Bundeskabinett auf den Plan
BERLIN--Der Fall Prokon hat die Bundesregierung auf den Plan gerufen. Sie will nach der Insolvenz des Windkraftfinanzierers ihre Arbeiten zur Stärkung des Verbraucherschutzes im Finanzbereich beschleunigen. Das Kabinett hat das Thema bei seiner Klausurtagung bereits breit erörtert. Allerdings setzen Justiz- und Finanzministerium unterschiedliche Akzente.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) blieb auf die Frage nach Konsequenzen aus dem Vorgang zwar erst einmal vage - nach Ende der Klausur auf Schloss Meseberg kündigte sie aber neue Vorschläge ihres für den Verbraucherschutz zuständigen Justizministers Heiko Maas (SPD) an.

Dieser habe in Meseberg darauf hingewiesen, "dass wir natürlich auch mit neuen Formen der Bürgerbeteiligung immer wieder gucken müssen, wie sicher sind solche Produkte", berichtete die Kanzlerin. "Das gilt sicherlich auch für Prokon, und Herr Maas wird dazu sicherlich in Abstimmung mit Herrn Schäuble Vorschläge machen".

Offiziell demonstrieren das Justizministerium, das erst unter der Großen Koalition für Verbraucherschutz zuständig wurde, und das Finanzministerium in dieser Sache Einigkeit. Doch zwischen den Zeilen sprechen die jeweiligen Stellungnahmen eine ganz andere Sprache. Denn während Maas mehr Regulierung am sogenannten grauen Kapitalmarkt fordert, appelliert das Haus von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) an die Eigenverantwortung der Verbraucher.

"Der Fall Prokon zeigt wieder einmal, dass es im grauen Kapitalmarkt Regulierungsbedarf gibt", betonte Maas in einer Stellungnahme. "Die Insolvenz ist für die vielen Anleger eine böse Nachricht, weil ungewiss ist, wie viele der von ihnen eingezahlten Mittel sie wieder erhalten werden und wie es mit dem Unternehmen weitergeht." Justiz- und Finanzministerium seien sich einig, dass die Finanzaufsicht BaFin "den kollektiven Schutz der Verbraucher als wichtiges Ziel ihrer Aufsichtstätigkeit erhält", bekräftigte er entsprechende Aussagen des Koalitionsvertrages.

Doch das Finanzministerium sieht den Sachverhalt ganz offensichtlich differenzierter. "Die Bundesregierung legt großen Wert auf den Verbraucherschutz am Finanzmarkt", betonte Ministeriumssprecherin Marianne Kothé zwar allgemein. "Aber auf der anderen Seite weisen wir immer deutlich darauf hin: Verbraucher und Anleger haben bei ihrer eigenen Entscheidung auch Verantwortung."

Auch der Parlamentarische Finanz-Staatssekretär Michael Meister (CDU) betonte, die Regierung lege großen Wert auf Verbraucherschutz am Finanzmarkt. "Bei allen gesetzlichen Vorkehrungen trägt aber auch der mündige Verbraucher Verantwortung für seine Entscheidung", hob er hervor.

Um Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor unseriösen Angeboten des grauen Kapitalmarktes zu schützen, habe man bereits vielfältige Maßnahmen beschlossen und den grauen Kapitalmarkt eingeengt - unter anderem mit einem neuen Kapitalanlagegesetzbuch.

Die Bundesregierung werde die Vereinbarungen aus dem Koalitionsvereinbarung zum Verbraucherschutz außerdem "eins zu eins" umsetzen. "Hierzu gehört auch die konsequente Aufarbeitung des aktuellen Falles 'Prokon' und eventuell hieraus resultierender Konsequenzen," erklärte Kothé. Mit Blick auf das im Juli effektiv in Kraft tretende Kapitalanlagegesetzbuch nehme das Finanzministerium "den Fall Prokon zum Anlass, die BaFin um einen risikoorientierten Ansatz zu bitten, damit diese künftige Regulierung so früh wie möglich greifen kann".

Ein großer Teil des grauen Kapitalmarktes wird durch das seit 2013 im Grundsatz geltende Kapitalanlagegesetzbuch reguliert, das auch geschlossene Fonds einer umfassenden Regulierung und Finanzaufsicht unterwirft. Bis Juli 2014 müssen die Verwalter der Fonds eine Zulassung bei der BaFin beantragen und unterliegen dann einer laufenden Aufsicht. Zum Schutz von Kleinanlegern sollen auch geschlossene Publikumsfonds Anlagebeschränkungen unterworfen sein.

Windkraft- und Ökostromfinanzierer wie Prokon fallen aber nicht unter die strengeren Vorschriften. Die alte Bundesregierung wollte damit sicherstellen, dass Privatanleger weiter in die Energiewende investieren. Was die BaFin aber bisher nicht kontrolliert, ist, ob ein einzelnes Anlageprodukt für den Kleinanleger Fallstricke birgt und sich zum Bumerang entwickeln kann. Die Aufseher prüfen nur die Verkaufsprospekte nach formalen Kriterien und wachen darüber, dass Finanzdienstleister als Unternehmen nicht zu viel Risiko eingehen.

Der bessere Schutz von Kleinanlegern bei der Geldanlage ist erklärtes Ziel der Großen Koalition. Im Koalitionsvertrag findet sich dazu eine lange Passage, in der es heißt, "wo Verbraucher sich nicht selbst schützen können oder überfordert sind, muss der Staat Schutz und Vorsorge bieten". Die Rolle der BaFin soll dabei ausdrücklich gestärkt werden. In der Behörde wollte man sich über den voraussichtlichen Zuwachs an Aufgaben nicht äußern.

Die privaten Banken begrüßten bereits die Initiative des Justizministers. "Der Fall Prokon zeigt, dass der Anlegerschutz im Grauen Kapitalmarkt unzureichend ist", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Michael Kemmer. Ein einheitlicher Kundenschutz sei nur dann wirksam, wenn vergleichbare Geschäfte gleichen Regeln und auch einer vergleichbaren Aufsicht unterworfen würden. Bei der Beaufsichtigung des grauen Kapitalmarkts sei deshalb die BaFin gefragt.

Mehr Macht für die Aufseher fordern auch die Verbraucherzentralen. "Privatanleger sollen nicht weiter in Risikoprodukte reingelockt werden können", sagte Dorothea Mohn, Teamleiterin Finanzen beim Verbraucherzentrale Bundesverband. Genussrechte, wie sie Prokon ausgegeben hat, seien "Spielgeld" und für Privatanleger nicht zum Aufbau der Altersversorgung geeignet. Mohn fordert deshalb Finanz- und Justizminister auf, den Vertrieb dieser Produkte zu verbieten. Die BaFin soll nach den Vorstellungen der Verbraucherzentralen Finanzanlagen überprüfen, ob sie für Sparer sicher sind.

Prokon hatte am Mittwoch Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen hatte durch den Verkauf von Genussrechten 1,4 Milliarden Euro eingesammelt. Den 75.000 Anlegern wurde eine Verzinsung von 6 Prozent garantiert. In letzter Zeit war das Unternehmen finanziell überfordert und sah sich nicht mehr in der Lage, Rückzahlungen auf das Genussscheinkapital oder Zinsen zu leisten, was letztlich zur Insolvenz geführt hat.

(Mitarbeit: Harriet Torry)
Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

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Beitrag12/23, 27.01.14, 09:03:20 
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Azul Real schrieb am 26.01.2014, 10:45 Uhr
Es wird noch spannend, wenn die derzeit in Massen platzierten / verkauften Unternehmeranleihen nicht die versprochenen Renditen, Ausschüttungen oder Rückzahlungen gewährleisten. kichern

Der_Dude schrieb am 26.01.2014, 09:55 Uhr
Prokon hat das Geld seiner Anleger verspielt – und hat Insolvenz angemeldet. Doch der Ärger für den Windpark-Finanzier könnte noch größer werden. Dem Konzern steht ein Millionenverlust wegen dubioser Waldgeschäfte in Rumänien bevor. Der Deal wurde mit Anleger-Kapital bezahlt.


http://www.focus.de/finanzen/news/u....it-wald-1_id_3568582.html

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Beitrag11/23, 21.02.14, 18:40:44 
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Prokon lockt Windparkinvestoren, doch schreckt Genussrechtskäufer ab
Die Windparks des in Finanznot geratenen Ökostromkonzerns Prokon locken Investoren aus dem Ruhrgebiet - das Interesse professioneller Aufkäufer an den Genussrechten des Unternehmens aber schwindet: Sowohl der Kraftwerksbetreiber Steag als auch die RAG-Stiftung prüfen offenbar einen Kauf von Windparks des norddeutschen Unternehmens. Doch der Chef des Fondsunternehmens Exchange Investors, Frank Scheunert, dämpft die Erwartungen der Genussrechtsinhaber. Es sehe derzeit so aus, als würde für die Papiere "nur ein Angebot knapp über null Prozent" des Nennwerts Sinn machen, sagte der Fondsmanager dem Wall Street Journal Deutschland.

Scheunert hatte Prokon-Genussrechtsinhabern kurz nach der Insolvenzanmeldung des Unternehmens Ende Januar die Übernahme ihrer Papiere in Aussicht gestellt. Bislang allerdings habe Exchange Investors nicht über den Ankauf der Genussrechte entschieden, sagte Scheunert nun. Die komplizierte Lage des Windparkbetreibers mache die Überlegungen schwierig. Prokon hatte bis zu seiner Insolvenzanmeldung rund 1,4 Milliarden Euro von etwa 75.000 Anlegern eingeworben. Das Unternehmen geriet nach eigener Darstellung in Finanznot, weil Investoren vermehrt ihr Geld zurückforderten.

Bislang allerdings ist offen, ob auf das vorläufige Insolvenzverfahren ein reguläres folgt. Es sei unklar, ob tatsächlich ein Insolvenzgrund vorliege hatte Ende Januar etwa der vom Gericht eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter, Dietmar Penzlin, gesagt. Er will nach eigenen Angaben durch mehrere Rechtsgutachten klären lassen, wie die Rückforderungen der Geldgeber zu werten sind: Womöglich seien die "nachrangigen Forderungen" der Genussrechtsinhaber bei der Insolvenzbeurteilung nicht zu berücksichtigen. Es ist damit auch offen, wann die Anleger mit einer Auszahlung rechnen können und wie hoch diese ausfällt.

In jedem Fall aber dürften Teile des Prokon-Konzerns den Eigentümer wechseln: Unternehmenschef Carsten Rodbertus hatte kurz nach der Insolvenzanmeldung angekündigt, Windparks zum Verkauf zu stellen. Nun signalisieren ausgerechnet Unternehmen Interesse, die bislang vor allem mit der konventionellen Energieerzeugung in Verbindung gebracht werden, darunter der Kraftwerksbetreiber Steag und die RAG-Stiftung, die eigentlich Teile des deutschen Bergbaus abwickeln helfen soll.

Investitionen in die Windenergie seien für Steag grundsätzlich von Interesse, sagte eine Sprecherin des Unternehmens dem Wall Street Journal Deutschland. Zu den interessanten Anlagen gehörten auch Prokon-Windparks. Steag ist mehrheitlich im Eigentum von Stadtwerke-Gesellschaften im Ruhrgebiet. Das Unternehmen betreibt weltweit elf Steinkohlekraftwerke. Steag entwickelt seit einiger Zeit aber auch Projekte zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien.

Auch der Vorstandschef der RAG-Stiftung, Werner Müller, gab sich interessiert an einer Übernahme von Prokon-Windparks. Vor Mitgliedern der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Nordrhein-Westfalen berichtete er von entsprechenden Prüfungen. Möglich sei, dass die RAG-Stiftung bei einem Kauf der Windkraftanlagen mit Steag zusammenarbeite, sagte Müller. Die RAG-Stiftung, die im Moment rund 68 Prozent der Anteile an dem Chemieunternehmen Evonik hält, bemüht sich derzeit, das eigene Vermögen in verschiedene Anlagen zu streuen.

Als möglicher Käufer von Prokon-Windparks gilt darüber hinaus der RWE-Konzern. Eine Sprecherin von RWE Innogy, der Erneuerbare-Energien-Sparte des Konzerns, widersprach dem am Freitag nicht. Sie sagte, es sei "alltägliches Geschäft, den Markt für Erneuerbare Energien zu sondieren und verschiedene Projekte zu prüfen". Die Sprecherin ließ allerdings offen, ob RWE auch für Prokon-Anlagen bieten will. Prokon selbst und dessen vorläufiger Insolvenzverwalter Penzlin antworten derzeit nicht auf Anfragen. Copyright (c) 2014 Dow Jones & Company, Inc.
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Beitrag10/23, 30.03.14, 21:42:23 
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Der vorläufige Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin hat sich zur Lage bei Prokon gemeldet und eine Einschätzung zum möglichen Insolvenzverfahren abgegeben. Darüber hinaus ging er auf die Pläne zur Gründung einer Prokon-Genossenschaft ein.

Nach Ansicht von Penzlin spreche derzeit mehr für eine Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Mai als dagegen. Der Geschäftsbetrieb habe in den letzten Wochen stabilisiert werden können und somit sehe er eine Zukunft für den Windenergie-Projektierer.
..
http://www.iwr.de/news.php?id=25953

http://www.prokon.net/
http://www.prokon-genossenschaft.de/
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Beitrag9/23, 01.04.14, 17:05:51 
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Prokon-Chef Rodbertus muss gehen - Presse
Der Firmengründer des insolventen Ökostromkonzerns Prokon muss offenbar gehen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin hat Prokon-Chef Carsten Rodbertus und den anderen Geschäftsführer Rüdiger Gronau entlassen, wie das Handelsblatt berichtete. Penzlin habe "keinen Raum mehr für eine konstruktive Zusammenarbeit gesehen", wie die Zeitung auf ihrer Webseite berichtete. Der Insolvenzverwalter war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

Die Mitarbeiter des Konzerns wurden über die Entlassung der Geschäftsführer laut Zeitung per E-Mail informiert. Penzlin schreibt in der Mail, der Schritt sei erforderlich "um wieder die für die Sanierung erforderliche Ruhe ins Unternehmen zu bringen". Rodbertus verliert demnach nicht nur seinen Posten an der Spitze von Prokon, sondern auch die Führung sämtlicher Tochtergesellschaften. Der Manager hatte erst jüngst eine Genossenschaft gegründet, in der einige Prokon-Geschäftsbereiche fortgeführt werden sollten.

Das Unternehmen aus dem norddeutschen Itzehoe hatte im Januar einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Mit dem Versprechen von Top-Renditen auf ökologische Kapitalanlagen wie Windparks und Bioenergie hatte Prokon bei Anlegern durch den Verkauf von Genussrechten 1,4 Milliarden Euro eingesammelt. Den 75.000 Anlegern wurde eine Verzinsung von 6 Prozent garantiert.

In letzter Zeit war das Unternehmen jedoch finanziell überfordert und sah sich nicht mehr in der Lage, Rückzahlungen auf das Genussscheinkapital oder Zinsen zu leisten, was letztlich zur Insolvenz geführt hat. Im Vorfeld hatte Prokon die Anleger gewarnt, dass es zu einer Insolvenz kommen würde, sollten sie ihr Geld abziehen.

Derzeit ist das Insolvenzverfahren noch vorläufig, nach Mitteilung Penzlins aus der vergangenen Woche wird das Amtsgericht voraussichtlich Anfang Mai über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens entscheiden. Mit Gerichtsbeschluss vom Mittwoch vergangener Woche ist jedoch bereits die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf Penzlin als vorläufigen Insolvenzverwalter übertragen worden. Copyright (c) 2014 Dow Jones & Company, Inc.
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Beitrag8/23, 02.05.14, 16:30:48 
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armani schrieb am 02.05.2014, 16:09 Uhr
HINTERGRUND: Prokon-Anleger stehen vor einem Scherbenhaufen

HAMBURG (dpa- AFX) - Der Hamburger Rechtsanwalt Dietmar Penzlin hat drei harte
Arbeitsmonate hinter sich. Als vorläufiger Insolvenzverwalter hat er mit einem
Team aus 25 Rechtsanwälten, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und
Unternehmensberatern die Finanzen und Strukturen der Windenergie-Firma Prokon
im schleswig-holsteinischen Itzehoe durchleuchtet. Das Ergebnis ist ein
Desaster.

Prokon ist mit fast einer halben Milliarde Euro überschuldet und verdiente
zumindest im vergangenen Jahr operativ kein Geld. Ein ordentlicher
Jahresabschluss liegt auch für 2012 nicht vor. "Das Rechnungswesen und das
Controlling von Prokon befinden sich in einem ausgesprochen mangelhaften
Zustand", teilte Penzlin am Freitag mit. "Das ist darauf zurückzuführen, dass
die Geschäftsführung diesen wichtigen Unternehmensbereich über viele Jahre
wissentlich vernachlässigt hat."

Damit rückt die Unternehmensführung von Prokon-Gründer und Geschäftsführer
Carsten Rodbertus in den Fokus. Der 52-jährige hatte Prokon vor fast 20 Jahren
gegründet, um die erneuerbaren Energien voranzubringen. Mit großem persönlichem
Einsatz, aber auch mit massivem Werbedruck fand Rodbertus mehr als 75 000
Anleger, die seiner Vision folgen wollten - grüne Energieerzeugung mit hoher
Rendite. Prokon baute und betrieb Windparks, entwickelte eine eigene
Windturbine, investierte direkt oder als Kreditgeber aber auch in Biogas,
Holzverarbeitung und rumänische Wälder. Und die Firma zahlte den Inhabern von
Genussrechten bis zu acht Prozent Zinsen.

Noch kurz vor dem Insolvenzantrag am 22. Januar versicherte Rodbertus
seinen Anlegern, das Unternehmen verfüge mit den Windkraftanlagen über hohe
stille Reserven und sei somit wirtschaftlich gesund. Die Ergebnisse von Penzlin
sehen anders aus. "Es gibt keine stillen Reserven", stellte er knapp fest. Im
Gegenteil, etliche der Beteiligungen und der von Prokon vergebenen Kredite sind
weniger wert, als in der Bilanz steht. Die Werte müssen berichtigt oder
abgeschrieben werden. Allein für 2013 kommt so ein Verlust von 478 Millionen
Euro zustande, vorläufig. Der Insolvenzverwalter behält sich bei allen Zahlen
ausdrücklich vor, dass sie sich noch ändern können.

Trotz der hohen Einspeisevergütungen für Windstrom, mit denen viele
Windmüller in Norddeutschland gutes Geld verdienen, schrieb die Firma Prokon im
vergangenen Jahr rote Zahlen. Das lag vor allem an den hohen Werbeaufwendungen,
um weitere Anleger für Genussrechte zu gewinnen. Penzlin will nun einen
Interims-Manager einstellen, die Firma sanieren, ein ordentliches
Rechnungswesen aufbauen und sich auf den Kernbereich konzentrieren, die
Windkraft. Mit 300 Beschäftigten und ohne Tochterunternehmen könnte Prokon eine
Zukunft haben. Für das laufende Jahr soll zumindest das operative Geschäft
einen Gewinn von 30 Millionen Euro abwerfen./egi/DP/fbr

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Beitrag7/23, 06.05.14, 06:46:49 
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PROKON - Ein dubioses Geschäft bringt die Ex-Führung des Windkonzerns Prokon in Not. Es geht jetzt um Wälder in Rumänien, in die 75 Millionen Euro Anlegergelder gesteckt wurden. Es besteht der Verdacht auf Anlagebetrug. (Welt S. 12)
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Beitrag6/23, 06.05.14, 22:52:33 
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Elfman schrieb am 06.05.2014, 22:51 Uhr
Prokon

http://www.zdf.de/frontal-21/prokon....der-anleger-33044002.html

Wohin ist das Holz von Prokon verschwunden?

http://www.welt.de/wirtschaft/energ....-Prokon-verschwunden.html



µ schrieb am 06.05.2014, 06:46 Uhr
PROKON - Ein dubioses Geschäft bringt die Ex-Führung des Windkonzerns Prokon in Not. Es geht jetzt um Wälder in Rumänien, in die 75 Millionen Euro Anlegergelder gesteckt wurden. Es besteht der Verdacht auf Anlagebetrug. (Welt S. 12)
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Beitrag5/23, 20.06.14, 07:07:33 
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PROKON - Der Windparkkonzern Prokon gab sich besonders fortschrittlich. Doch hinter den Kulissen herrschten absurde Zustände. Das Gutachten des Insolvenzverwalters offenbart ein Chaos. (Handelsblatt S. 28)
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Beitrag4/23, 03.07.14, 20:01:11 
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Insolvente Windenergie-Firma Prokon wird saniert

Darauf verständigten sich drei große Gläubigergruppen und der Insolvenzverwalter in Hamburg. Eine Weiterführung der Firma sei günstiger als die Zerschlagung und der Verkauf von Windparks in Deutschland und Polen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Der Insolvenzplan sieht zudem vor, dass Kleinanleger einen Teil ihrer Investitionen zurückbekommen. Über das Konzept soll in zwei Wochen die Gläubigerversammlung abstimmen. - Prokon beschäftigt rund 1.300 Menschen -dlf nachrichten-

http://www.prokon.net/content/wp-co....ng_Insolvenzverfahren.pdf
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Beitrag3/23, 11.07.14, 07:06:07 
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PROKON - Carsten Rodbertus, Gründer des insolventen Windkraftbetreibers Prokon, wirbt intensiv um Vollmachten. Er ruft Tausende Genussrechteinhaber an und schickt Briefe. Ziel sei die Stimmenmehrheit bei der Gläubigerversammlung am 22. Juli. Er wird im Insolvenzverfahren zur ernsten Gefahr, heißt es. (Handelsblatt S. 32)
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Beitrag2/23, 11.05.15, 21:52:04 
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http://www.sueddeutsche.de/wirtscha....ung-fuer-prokon-1.2474324
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Beitrag1/23, 22.05.15, 14:48:18 
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*DJ EnBW-CFO: Werden Offerte für Prokon nicht erhöhen - finales Angebot

EnBW bietet 550 Millionen Euro für Prokon
EBK (522000) 522000 47,60-49,00

FRANKFURT (Dow Jones)--EnBW bietet den Prokon-Gläubigern 550 Millionen Euro in bar. "Wir bieten Prokon einen Neuanfang und eine sichere Zukunft", warb EnBW-Finanzvorstand Thomas Kusterer während einer Telefonkonferenz um die Gunst der Eigner des insolventen Windparkbetreibers. "Wir meinen es ernst mit einem Ausbau der Windenergie".

Der Prokon-Gläubigerausschuss hatte den baden-württembergischen Versorger jüngst als bevorzugten Investor ausgewählt. EnBW ist damit der einzig verbliebene Bieter für Prokon, auch der Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage hatte ein Angebot für das insolvente Unternehmen abgegeben.

Ob EnBW den Zuschlag erhält, entscheidet sich Anfang Juli. Dann sollen die Gläubiger von Prokon über einen Insolvenzplan abstimmen: Entweder entscheiden sie sich für eine Übernahme durch die Anleger in Form einer Genossenschaft oder für den Verkauf an EnBW. Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.
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